Das Juwel – Der schwarze Schlüssel – Amy Ewing

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Das Finale der Juwelenreihe.

Alles spitzt sich zu, die Pläne des schwarzen Schlüssels, das Juwel zu stürzen, stehen kurz vor der Ausführung.

Violet erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Zum einen möchte sie möglichst viele Surrogate rekrutieren und ihnen zeigen, dass sie mehr können, als nur die Auspizien anzuwenden. Zugleich sorgt sie sich um Ash, der in der Bank immer noch gesucht wird, aber auch seinen Teil beisteuern möchte. Zudem hat die Herzogin vom See Hazel in ihrer Gewalt.
Als Violet Hazel in Lebensgefahr wähnt, kann sie nicht untätig bleiben und kehrt ins Juwel zurück.

Die Handlung in diesem Teil nimmt stark an Fahrt auf. Auch die Taten des schwarzen Schlüssels werden immer brutaler. Bis der Tag der Auktion gekommen ist.

Bei dieser Trilogie erging es mir, wie schon oft so, dass ich Band 1 am allerbesten fand. Trotzdem fand ich den Abschluss gut, stimmig und logisch. Auch in diesem Teil gab es wieder viele unerwartete Wendungen, was mir als Leser immer wichtig ist.
Zudem fand ich die Cover der kompletten Reihe absolut genial und auch der Schreibstil ließ sich wunderbar lesen, sodass die Seiten nur so dahingeflogen sind.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

 

Seelensplitter – Erwachen – Michael Schöck

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Vor zwei Jahrzehnten gab es auf Materia einen schlimmen Krieg. Alle Völker, Menschen, Sharru’ks, Zwerge, Halblinge und Elfen kämpften gemeinsam gegen die Dämonen und konnten diese besiegen und verbannen.
Doch nun versuchen dunkle Mächte, den Dämon K’zuul zu befreien.

Als der Halbling Laurin mit seinen beiden Freunden einen Edelstein beim Elfenmagier Longollion stiehlt, ahnt er noch nicht, was sie damit lostreten.

Selon, ein junger Mann der mit seinem Onkel Jörgson in der Einsamkeit Usgards aufwuchs, beginnt über seine Vergangenheit zu recherchieren.

Die Welt, die Michael Schöck erschaffen hat, ist fantastisch und faszinierend. Seine Charaktere sind toll ausgearbeitet. Jeder hat seine Eigenheiten und somit wird jeder auf seine Art zu einem Sympathieträger.
Michaels Schreibstil lässt seine Fantasiewelt greifbar und spürbar werden.

Ein Muss für High-Fantasy-Fans

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Tausend kleine Lügen – Liane Moriarty

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1 Küstenstädtchen – 1 Vorschulklasse – 1 Mord

Jane ist mit ihrem 5-jährigen Sohn nach Pirriwee, einem kleinen Küstenort in Australien, gezogen, um erneut vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Dort lernt sie Madeline und Celeste kennen, zwei Mütter deren Kinder ebenfalls in die Vorschulklasse gehen.

Gleich zu Beginn des Hörbuchs ist klar, dass es beim Quiz-Abend einen Todesfall gibt. Dann wird in die Vergangenheit gesprungen und die einzelnen Kapitel werden mit einem Countdown bis zum Quiz-Abend betitelt.
Zudem gibt es Zwischensequenzen, in denen einzelne Eltern und Lehrer der Schule zu den Vorfällen befragt werden.

Inhaltlich finde ich dieses Hörbuch sehr interessant, denn es werden verschiedene (gesellschafts-)kritische Themen angesprochen. Häusliche und sexuelle Gewalt werden auf eine einfühlsame und interessante Weise aufgearbeitet.

Zu Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit dem Aufbau der Story. Die Sicht wechselt zwischen Madeline, Celeste und Jane. Dazwischen die Kurzsequenzen mit den Kommentaren der anderen Vorschuleltern, die ihre Spekulationen kundtun. Doch je weiter das Hörbuch fortschritt, desto besser fand ich es. Zumal bis zum Schluss nicht klar ist, wer stirbt und wie.

Sowohl vom Inhalt, als auch vom Aufbau, fand ich dieses Hörbuch absolut genial.

9 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

Der Seidenspinner – Robert Galbraith

Der Seidenspinner von Robert Galbraith

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Als ich mir Gedanken machte, was ich in dieser Rezension schreiben sollte, ist mir klar geworden, dass J. K. Rowling, hier alias Robert Galbraith, meine absolute Lieblingsautorin ist. Ich halte sie tatsächlich für die beste Autorin, die ich kenne, weil sie es vermag, den totalen Überblick zu behalten.
In ihren über 600-seitigen Krimis schafft sie es, von Anfang an kleine Details einzuflechten, die am Ende alle, wie Puzzleteile, an die richtige Stelle rutschen und die Lösung des Falls glasklar erscheint. Diesen Überblick über alles zu behalten; die Hinweise einzustreuen, als würden sie genau in diese Szene gehören, ohne dass der Leser vermutet, dass sie für die Aufklärung des Falls essentiell sind; das halte ich für wahres schriftstellerisches Können.
Dabei sind die Szene so bildhaft geschrieben, dass ich beim Lesen die ganze Zeit dachte, ich sei mitten im Geschehen.
Immer wieder faszinierend finde ich dabei, dass Robin, Strikes Assistentin, die einzige Figur ist, die vom Äußerlichen her attraktiv beschrieben wird. Cormoran Strike, mit seiner Prothese und dem „Schamhaar“ auf dem Kopf hingegen, weckt damit sicher keinerlei Identifikationswünsche. Und doch ist er ein Protagonist, den man bewundert.

Der 2. Fall führt Robin und Cormoran in die Verlagsbranche. Sie ermitteln, zeitgleich mit der Polizei, im Mordfall eines Autoren, dessen Werke ich als pornografisch widerwärtig und total durchgeknallt bezeichnen würde.
Robin ist froh, dass sie bei Strike weiterarbeiten kann und versucht ihn dazu zu bewegen, sie als Ermittlerin auszubilden.

Die Fälle von Cormoran Strike sind die besten Krimis, die ich je gelesen habe. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband.

Mein Dank geht an die Übersetzer Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz für ihre sicher mühevolle aber ausgezeichnete Arbeit.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

 

Frühstück mit Meerblick – Debbie Johnson

Fruehstueck mit Meerblick von Debbie Johnson

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Laura hat etwas durchgemacht, das schlimmer kaum sein könnte. Vor 2 Jahren verstarb ihr Mann ganz plötzlich und lässt sie mit den Kindern zurück. Nach einer schlimmen Trauerphase ist Laura bewusst, dass sich etwas ändern muss.
Kurzentschlossen bewirbt sie sich auf eine skurrile Anzeige, um im Sommer in einem Café an der Küste von Dorset zu arbeiten.
Unerwarteterweise bekomt sie den Job und fährt mit Lizzie und Nate dorthin. Beim Food Comfort Café handelt es sich aber um alles andere als ein normales Café, wie Laura schnell feststellt.

„Frühstück mit Meerblick“ ist kein normaler Liebesroman und trotz witziger Szenen, die mich zum Kichern brachten, auch keine allzu leichte Lektüre.

Der Schreibstil von Debbie Johnson hat mir gut gefallen, wobei sie eine Vorliebe für englische Serien hat, die ich nicht kenne und so manche Vergleiche für mich nicht nachvollziehbar waren. Das tat dem Buch aber keinen Abbruch.
Das Cover ist modern gestaltet und passt gut zu dem Ambiente, das das Buch vermittelt.
Ich bin sehr gerührt von diesem Roman und empfehle ihn allen herzensguten, verrückten und mutigen Frauen.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Wo bitte geht’s zum Meer? – Bettina Querfurth

Wo bitte gehts zum Meer von Bettina Querfurth

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Dieses Buch hätte ich zu keinem passenderen Zeitpunkt lesen können. Während des Lesens befand ich mich nämlich auf dem Mittelmeer auf der AIDAstella. Und da ich ein „Repeater“ bin, wie Bettina Querfurth die Reisenden nennt, die immer mit der gleichen Rederei unterwegs sind, hatte ich viel zu lachen.

Diese Kreuzfahrt war meine 4. – so waren mir die Vorgänge bekannt, ich wusste, wann gute Essenszeiten etc. waren, da ich auf den letzten Reisen schon vieles gelernt habe. Viele Situationen, die Bettina Querfurth beschreibt, sind mir nur allzu gut bekannt.

„Wo bitte gehts zum Meer?“ würde ich als eine Art „Kreuzfahrten für Dummies“ sehen. Von witzigen Anekdoten, skurrilen Vorwarnungen bis hin zu hilfreichen Rettungsringtipps ist alles dabei. Bei einigen Themen hat die Autorin aber sehr weit ausgeholt und ist vom egientlichen Thema abgeschweift, was ich nicht so toll fand un dmich leider dazu brachte, einige Seiten zu überblättern.
Bei Humor bewegt man sich dazu auf einem schmalen Grat zwischen „super lustig“ und „beleidigenden Aussagen“. Hier fand ich manche Aussagen irgendwie nicht ganz so lustig – ich habe mich zwar nicht angesprochen gefühlt, aber etwas Achtung vor anderen Menschen sollte man schon haben.

Fazit: Ein humorvolles Buch für jeden, der etwas in die Kreuzfahrtwelt hineinschnuppern möchte oder für diejenigen, die ihre skurrilen Reiseerfahrungen mit Humor in Erinnerung behalten.

6 von 10 Buchsternen

PS: Die Rezension habe ich in der AIDA-Lounge geschrieben, einem Bereich, in dem man in Ruhe lesen und Gesellschaftsspiele spielen kann. Während ich dort saß, lief doch echt ein mittelalter Mann an mir vorbei, bei dem ich zwei mal hinschauen musste, ob er überhaupt eine Hose anhatte! oO
Kurz darauf setzte sich einer in die nächste Leseecke, knöpfte sein Hemd auf, zog die Schuhe aus und legte sich zum Schlafen hin. Immer wieder erstaunlich, was für Leute es an Bord gibt. 😛

© Bettina Dworatzek

Das Leben fällt wohin es will – Petra Hülsmann

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Marie ist Ende 20 und scheint ein unverantwortliches und abenteuerliches (Nacht-)Leben in Hamburg zu führen.
Schon in jungen Jahren hat sie ihre Mutter verloren. Ihr Vater war damals heillos überfordert damit, sich gleichzeitig um die Familienwerft und Marie und ihre Schwester Christine zu kümmern.
Mittlerweile scheint Marie die Werft egal zu sein, obwohl sie das Meer liebt. Erst, als sie sich unerwartet um die Kinder ihrer Schwester und dann auch noch um die Werft kümmern muss, wird klar, was in Marie schlummert.

Vom ersten Augenblick an, waren mir die Charaktere sympathisch. Petra Hülsmann hat einfach ein Händchen für die Gestaltung ihrer Protagonisten. Zudem lässt sie den Leser jede Situation miterleben und auch alte Bekannte aus den vorherigen Büchern wiedertreffen.
Ihr Schreibstil ist leicht und liest sich entspannt und flüssig.
Perfekt für ein sonniges Sommerwochenende.

Man sollte sich bereit machen für lachen, weinen und mitfiebern.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek