Lady Annes Geheimnis – Martha Sophie Marcus

Lady Annes Geheimnis
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Lady Annes Geheimnis ist der dritte historische Roman von Martha Sophie Marcus, der bei der Bastei Lübbe erschienen ist. (Mehr zur Autorin und den Romanen, die in anderen Verlagen erschienen sind, findet ihr auf ihrer Homepage.)
Die Hauptperson ist Lady Anne, die am hannoverschen Hof arbeitet, obwohl sie ursprünglich aus England stammt. Einige Jahre zuvor wurde sie von ihrem Vater an den Hof geschickt, um dort ihren Dienst als Zofe anzutreten.

„Seitdem habe ich noch stärker das Gefühl nur sehr wenig selbst zu entscheiden.“
(Lady Annes Geheimnis – Bastei Lübbe)

Doch nicht nur der Ehre wegen, am kurfürstlichen Hof zu arbeiten, wurde Anne nach Deutschland zu einer Verwandten geschickt. Vorrangig galt es, ihre uneheliche Schwangerschaft zu verbergen.
Ihren Sohn kann Anne natürlich nicht sehen, um das Geheimnis zu wahren, doch sie denkt oft an ihn. Dann erhält sie die Nachricht, dass ihr Sohn sich nicht mehr bei der Pflegefamilie in Deutschland befindet.
Als der Hof Georg Ludwigs nach London zieht und sie mitnimmt, schwört sie sich, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um ihren Sohn zu finden und ihn zu sich zu nehmen.

„Sei war stark genug geworden, ihre Gefühle nicht mehr über ihre Taten entscheiden zu lassen.“
(Lady Annes Geheimnis – Bastei Lübbe)

Ich liebe die historischen Romane von Martha Sophie Marcus, denn ihre Hauptcharaktere sind mutig, unerschrocken und sie geben nie auf. Das sind tolle Eigenschaften, die in der heutigen Zeit und Welt viel zu wenig Wertschätzung erhalten.
Beim Lesen der historischen Romane von Martha Sophie Marcus habe ich wirklich das Gefühl, komplett in das Geschehen und die Zeit einzutauchen. Wirklich bewundernswert, wie nah die Autorin mir damit das historische London und das Hofleben gebrach hat.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Mydworth – Bei Ankunft Mord – Neil Richards, Matthew Costello

Mydwort - Bei Ankunft Mord
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Ein Fall für Lord und Lady Mortimer

Nach der erfolgreichen Hörbuchserie „Cherringham – Landluft kann tödlich sein“, haben die beiden Autoren Neil Richards und Matthew Costello ein neues Ermittlerduo ins Leben gerufen: Lord und Lady Mortimer

Harry Mortimer stammt aus einem ländlichen Ort in Sussex. Nachdem er jahrelang für die englische Krone im Ausland tätig war, kehrt er mit seiner amerikanischen Frau Kat in seinen Geburtsort zurück.

„Anschließend würden sie zu ihrem neuen Zuhause fahren. Zumindest für Kat war es neu, für Harry nicht. Er war in Mydworth aufgewachsen und kannte jene Welt, ganz gleich, wie lange er fort gewesen war.“
(Mydwort – Bei Ankunft Mord – beTrhilled)

Am ersten Abend wird im Herrenhaus Mydworth Manor, das Harrys Tante Lady Lavinia gehört, kräftig gefeiert. Bis ein Raub geschieht bei dem ein Dieb erschossen wird – doch ein großer Teil der Beute bleibt verschwunden.
Harry und Kat haben viel gesehen und beginnen gemeinsam zu ermitteln.

Diese Reihe wird gelesen von Demet Fey, deren Stimme ich ganz angenehm finde. Bisher gibt es 2 Folgen der neuen Reihe, im Februar erscheint eine dritte.
Auf der einen Seite ähnelt die Reihe den Cherringham-Krimis; einfach vom Stil her, auf der anderen Seite sind sie ganz anderst, weil wir ein neues Ermittlerduo haben, das auch in einem ganz anderen Verhältnis zueinander steht und das selbst Geheimnisse zu verbergen scheint. Zudem spielt das ganze in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Eine Folge ist meist zwischen 3 und 4 Stunden lang – somit also kürzer als „normale“ Hörbücher. Mir gefällt an den beiden Serien aber besonders, dass man die Charaktere einfach immer wieder trifft. Und da es beide Serien auf Spotify gibt, werde ich wohl regelmäßig neue Folgen anhören.

7 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

Burning Bridges – Tami Fischer

Burning Bridges
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Auch wenn es anhand des Cover nicht gleich offensichtlich ist, handelt es sich bei Burning Bridges um den Auftaktband der „Fletcher University“-Reihe.

Ella – die Protagonistin – ist Studentin an der Fletcher University, hat eine typische Mädels-Clique, eine eigene kleine Wohnung und damit einen ganz normalen Alltag. Zumindest bis sie auf Ches trifft. Er ist geheimnisvoll, strahlt etwas Gefährliches aus und lässt Ellas Herz gleichzeitig höher schlagen.

Eines Abends retter er sie aus einer prekären Situation, ist kurz darauf aber wieder vershwunden – was Ellas Neugierde weckt. Wer ist ihr Retter in der Not und warum verschwindet er immer wieder.
Nach und nach findet sie mehr über ihn und seine Vergangenheit heraus. Doch damit begibt sie sich mehr und mehr in Gefahr.
Es scheint, als würden sie sich näher kommen, doch Ches zieht sich immer wieder von ihr zurück, was sie verwirrt und noch neugierigier macht.

„Seine Lippen berührten meine Wange. Was auch immer hier passierte, es war leise und zerbrechlich und hinterließ einen süßen Schmerz in meinem Herzen, den ich auch noch spürte, als ich schließlich in meinem Bett lag und darauf wartete, wieder zurück in den Schlaf zu sinken.“
(Burning Bridges – Droemer Knaur Verlag)

Den Titel des Buches finde ich sehr passend, denn Ches wird von seiner Vergangenheit, zu der er jede Brücke abgebrochen hat, trotzdem so stark beeinflusst und von anderen Menschen, die Macht über ihn haben – da passt das Bild von brennenden Brücken sehr gut.

Das Cover gefällt mir zwar super – vor allem, weil ich die Cover der Folgebände auch schon gesehen habe; einen Zusammenhang zur Story erkenne ich aber darin nicht wirklich.
Ich mag alle Charaktere, die Tami Fischer erschaffen hat und wer sie persönlich kennt, weiß woher die witzigen Gedanken und der Humor in der Story kommen.
Doch vom Schreibstil gibt es noch Potenzial nach oben. Sowohl was die Handlung betrifft, die doch sehr hanebüchen ist, als auch den Szenenaufbaue, der an der einen oder anderen Stelle nicht sauber ausgearbeitet war.
Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht unbedingt Teil der Zielgruppe dieses New Adult Romans und deshalb so kritisch.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

 

 

Reisebericht – Regensburg

Regensburg
(Foto: Bettina Dworatzek)

Zum Anfang des neuen Jahres waren mein Mann und ich 3 Tage in Regensburg – etwas abschalten, bevor es wieder in ein arbeitsreiches Jahr geht. Wir haben uns ganz bewusst eine Stadt „in der Nähe“ ausgesucht, um eine kurze (1h45min) Fahrtstrecke zu haben. Für eine längere Fahrt hätten wir beide keine Nerven gehabt. Übernachten wollten wir aber trotzdem, um ganz stressfreie Tage verbringen zu können, ohne den Druck, dass man ja später noch heimfahren muss.



Reisefacts: Regensburg – 3 Tage – Auto – Eurostars Park Hotel Maximilian


Unser Hotel war in ruhiger Lage am Rand der Altstadt. So konnten wir uns jederzeit bequem zu Fuß auf den Weg machen. Die Altstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten haben wir also zu Fuß erkundet. Das Gebäude ist wunderschön erhalten – zumindest von außen. Auch innen gibt es prunkvolle Räume mit Stuckdecken, großen Spiegeln und Wandverzierungen – jedoch könnte man unserer Meinung nach viel mehr daraus machen.

Park Hotel Maximilian
(Foto: Bettina Dworatzek)

Die Stadt Regensburg bietet Stadtführungen an. Tickets gibt es online oder vor Ort in der Tourist-Information. Für 10€/Erwachsener bekamen wir eine 90-minütige Führung in der Altstadt mit Hintergrundinformationen zu Regensburg, der steinernen Brücke, der Porta Praetoria, dem St. Peter Dom und der Bedeutung der Donau für die Stadt, die seit 2006 zum UNESCO Welterbe gehört.

Am letzten Tag sind wir noch zur Gedenkstätte Walhalla gefahren, die im 19. Jahrhundert im Auftrag des bayerischen Königs Ludwigs I. gebaut wurde. Ein wirklich imposantes Bauwerk in schönster Lage über der Donau (die wir von oben aufgrund des aufgezogenen Nebels nicht sehen konnten). Im Sommer kann man auch mit einem Schiff von der Stadt aus die Donau entlangfahren und zur Gedenkstätte hochlaufen.

Walhalla
(Foto: Bettina Dworatzek)

Die Altstadt von Regensburg hat mir sehr gut gefallen, weil sie ordentlich, gepflegt und belebt ist. Es gibt viele Restaurants, Cafès, Bars und viele Läden – vor allem nicht nur irgendwelche Ketten sondern auch besondere Einzelhändler.



Die coolsten Läden (unbezahlte Werbung): Bücher Pustet, Selmaier Spielwaren, Schauhi…Papiersachen, Farben Eckert


In Regensburg boten sich gleich mehrere Gelegenheiten zu shoppen. Zum einen die Innenstadt/Altstadt, wo man alles findet. Vom Frisör, Reisebüro und Optiker bis hin zu Markenkleidung, Bastelbedarf, Büchern und Antiquitäten.
Ganz in der Nähe des Bahnhofs sind die Regensburg Arcaden, ein mittelgroßes „typisches“ Einkaufszentrum, durch das wir an einem Abend durchgebummelt sind.
Am Tag unserer Abreise haben wir dann noch einen kurzen Stop im Donaueinkauszentrum gemacht, das um einiges großer ist, als die Arcaden.


Perfekte Reisedauer: 3-5 Tage


Da das Frühstück im Übernachtungspreis des Hotels inbegriffen war, mussten wir uns hierum nicht kümmern. Am ersten Abend hatten wir Lust auf Burger und sind somit im Hans im Glück gelandet. Am zweiten Abend hatten wir leckere Pizza in der L’Osteria, die uns beim Stadtbummel aufgefallen war. Zum Mittagessen wollten wir daher etwas leichteres essen, weswegen wir zu Dragonbirds Sushi & Vietnamese Kitchen gingen, das bei Tripadvisor auf Platz 4. der besten Restaurants in Regensburg ist. Dazu muss ich aber gleich sagen, dass meine Erwartungen eher etwas enttäuscht wurden. Zum einen hatten wir schon besseres Sushi, zum anderen haben wir beobachtet, wie die Kellner zwischen dem Servieren rauchen gegangen sind. Und auch die Räumlichkeiten bieten mehr Potenzial.

Zum Aufwärmen und für einen Kaffee zwischendurch haben wir über Tripadvisor nach Cafès gesucht. So landeten wir einmal in der Moccabar, wo Kaffee und Kuchen gut waren, aber ziemlich laut und gedrängt voll. Am nächsten Nachmittag führte uns unser Weg in die 190° Café Bar Rösterei, die ich vom Konzept her sehr cool finde, zumal man dort auch diverse Kaffee & Barista Kurse besuchen kann. Mein Cafe Veronese war zudem super lecker.
Ein besonderes „Must-eat“ für Regensburg hatten wir jetzt nicht, aber wir haben uns auch eher nicht für die regionale Küche interessiert, da diese ja nicht anders ist, als hier zuhause. Aber während der Stadtführung kamen wir an der historischen Wurstkuchl vorbei, die die älteste Wurstküche der Welt ist.


Beste Reisezeit: Mai – Juni – September


Es war zwar ziemlich kalt (meist um die 0°C), aber dafür eine ruhige Reisezeit. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Mai/Juni/September die schönsten Reisemonate sind. Wir fanden 3 Tage für uns optimal, wobei wir gerne noch eine Schlossführung im Schloss St. Emmeram gemacht hätten, was uns zeitlich leider nicht mehr gereicht hat. 3-5 Tage sind also (je nach Unternehmung) perfekt.Selfie
(Foto: Bettina Dworatzek)

Mein absoluter Lieblingsmoment war, als wir die Steinerne Brücke und den Dom von der Mitte der Donau aus fotografiert haben. Denn in diesem Moment begann die Sonne unterzugehen und tauchte alles in ein malerisches Licht.

Fazit: Es war echt ein toller Städtetrip. Super zu zweit (sicherlich auch mit Freunden cool) – vieles auch familientauglich. Wir haben die Zeit sehr genossen. Falls wir irgendwann nochmal nach Regensburg gehen sollten, dann im Frühling oder Sommer, um noch die anderen Seiten der Stadt und der Umgebung zu entdecken.

Für den Trip gibts 10 von 10 Reisesternen

© Bettina Dworatzek

Legal Love – An deiner Seite – J.T. Sheridan

Legal Love
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Die Protagonistin Nora ist Anwältin in einer renommierten und konservativ geführten Kanzlei in London. Ihrem Mentor, William Padget, gehört ein großer Teil der Kanzlei. Als dieser stirbt ist Nora am Boden zerstört. War er ihr doch wie der Vater, den sie nie hatte. Das überaus gute Verhältnis, das sie mit ihm hatte, brachte sie in der Kanzlei aber auch schon in Verruf.
Kurz nach Williams Tod taucht dessen Enkel David auf, der die Kanzlei fortan führen soll. Das gefällt Nora zuerst gar nicht, denn kaum ist David da, will er alles anders machen, als William es jahrelang zu tun pflegte.
Deshalb geraten David und Nora immer wieder aneinander. Doch dann steht ein großes Mandat in Aussicht und so müssen sie nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch zusammenhalten. Das weckt Kindheits- und Jugenderinnerungen an wunderschöne, gemeinsam verbrachte Sommer.

„Nach diesem Sommer hatte ich Dave nie wiedergesehen. Er kam nicht mehr nach England und William sprach nur noch wenig über seinen australischen Enkel.“
(Legal Love – An deiner Seite – beHeartbeat)

Nora ist eine sypmathische Protagonistin, eine loyale, mutige Frau und eine erfolgreiche Anwältin.
Vom Schreibstil her hatte ich hin und wieder das Gefühl dass Satzkonstruktionen noch hätten verbessert und z. B. Wortwiederholungen vermieden werden können.
Ansonsten handelt es sich um einen typische, recht vorhersehbaren Chick-Lit-Roman mit Protagonisten, zwischen es denen abwechselnd knistert oder kracht sowie Antagonisten, die perfide und böse sind.
Das Lesen an sich hat Spaß gemacht und für Zwischendurch war es ein unterhaltsamer Roman. Und da es bei mir immer eine gute Abwechslung zwischen anspruchsvollerer und leichter, unterhaltsamer Literatur geben muss, freue ich mich schon auf den Folgeband.

Wer mehr über die Autorin wissen möchte findet hier ein Interview, das ich mit ihr führen durfte.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Interview mit J.T. Sheridan

J.T.Sheridan

J.T. Sheridan ist das Pseudonym der Autorin Jessica Bernett. Ursprünglich kommt sie aus Wiesbaden, wohnt mittlerweile aber mit ihrer Familie in Mainz.
Ihre bisherigen Bücher waren vor allem im historischen Fantasybereich und sind in kleineren Verlagen erschienen. Legal Love ist ihr erster Liebesroman, der bei beHEARTBEAT erschienen ist. (Hier gehts zur Buchseite)
Meine Rezension zu Legal Love folgt in den nächsten Tagen.

J.T. Sheridan ist (noch) nicht hauptberufliche Autorin, sondern arbeitet auch als Sachbearbeiterin in einer Anwaltskanzlei – wodurch sie natürlich einen super Einblick hat, in den Alltag eines Anwalts. Die Protagonisten von „Legal Love“ – Nora und David – sind beide Anwälte.

Ich freue mich, dass ich über die Bloggerjury sowohl „Legal Love“ als Rezensionsexemplar erhalten habe, als auch die Möglichkeit, J.T. Sheridan ein paar Fragen zu stellen. Ich finde es immer super spannend, die Autoren kennen zu lernen, deren  Bücher mich verzaubern, in andere Welten entführen oder meinen Alltag mal für ein paar Stunden pausieren.
Also viel Spaß beim Kennenlernen von J.T. Sheridan!


Liest du selbst auch viel und gerne? Wenn ja, was?

Ja, ich lese sehr gerne! Je nach Laune lese ich Fantasy oder auch Liebesromane.

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden?

Als ich noch in der Grundschule war, wollte ich Reporterin werden. Aber seit dem Gymnasium träumte ich davon, Bücher zu schreiben und davon, dass andere Menschen diese lesen.

Wo schreibst du? Bei was kommen dir die besten Ideen?

Am liebsten schreibe ich mit meinem Laptop auf der Couch und höre dabei Musik. Aber ich kann auch in einem Café oder draußen in der Natur schreiben. Wenn mich der Schreibflow erwischt, schalte ich ohnehin ab und nehme um mich herum nichts mehr wahr.

Wie kamst du auf die Idee für deinen Roman?

Auf die Idee zu „Legal Love“ kam ich durch einen Traum. Ich träumte davon, aus einem Fahrstuhl zu steigen und mit einem Mann zusammenzustoßen. Um diesen Traum herum hat sich dann wie von selbst eine Geschichte gesponnen. Wo ist dieser Fahrstuhl? Und wer ist dieser Mann?

Können wir bald noch mehr von dir lesen?
Ja! Ich habe bereits den 2. Band von „Legal Love“ fertiggeschrieben und arbeite nun am 3. Band.

Warst du zu Recherchezwecken in London und Umgebung? Warum spielt deine Handlung genau dort?

Tatsächlich spielte meine Geschichte zunächst in Deutschland. Aber bei einem Kurztrip mit meiner Tochter nach London kam mir die Idee, die Story nach England zu versetzen. Ich liebe die Britischen Inseln ohnehin und London ist eine faszinierende Stadt! Hier treffen Moderne und Geschichte aufeinander. Menschen aus aller Welt haben in London ein Zuhause gefunden und es wird niemals langweilig.

Dein Lieblingsbuch/Lieblingsautor?

Es gibt einige Autoren, die ich zu meinen Lieblingsautoren zähle. Ich lese sehr gerne die Fantasyromane von Terry Brooks, Robert Corvus und natürlich Andrzej Sapkowski. Außerdem auch Diana Gabaldon. Die Outlander-Reihe gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern.

Dein Buchtipp für die kalte Jahreszeit

Bei beHEARTBEAT sind in diesem Jahr die Bücher von Elizabeth Chadwick als eBooks herausgebracht worden. Sie spielen im Mittelalter und sind voller Romantik und Abenteuer. Perfekt, um es sich mit einer Tasse Tee gemütlich zu machen und sich in vergangene Zeiten zu träumen.

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dir und deinen Protagonisten, bzw. was steckt von dir in ihnen? Das Zocken z. B.? Oder die Abneigung gegenüber Artischocken?

Oh ja, bei Nora und mir gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten. Wir arbeiten beide in einer Anwaltskanzlei. Unsere Haare machen nie, was wir wollen (lach) und wir spielen gerne Konsolenspiele. Aktuell spiele ich übrigens „The Witcher 3“ auf der Switch. Die Artischocken-Story ist übrigens lustig. Denn eigentlich mochte ich sie früher ganz gern. Bis ich sie eines Tages auf meiner Pizza hatte und mir danach übel geworden ist. Seitdem kann ich keine Artischocken mehr sehen und irgendwie hat sich das auf Nora übertragen. 😉 Noras und Mellis Neigung zu Fernsehserien ist auch ein Teil von mir. Und tatsächlich auch Williams Vorliebe für gute Whiskys. Wobei ich leider keine so ganz erlesene Auswahl besitze wie William Padget.

Vielen Dank, J.T. Sheridan für deine Zeit und dem beHEARTBEAT- und dem Bloggerjury-Team für das Ermöglichen des Interviews.

© Bettina Dworatzek und J.T. Sheridan

Die Seidentöchter – Cristina Caboni

Die Seidentöchter
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„Die Mode ist ein Phänomen. Sie steht für Vergnügen, ständigen Wechsel und Veränderung. Elementar wichtig und gleichzeitig die schönste Nebensache der Welt.“
(Die Seidentöchter – Cristina Caboni – Blanvalet Verlag)

Camilla ist eine begabte junge Schneiderin. Ihr Traum ist es, als Modedesignerin alte Kleider zu neuem Leben zu erwecken und an die Trägerin anzupassen.
Als ihre Ziehmutter Marianne erkrankt und nicht klar ist, wie lange diese noch leben wird, legt Camilla ihre Träume erst einmal auf Eis, um sich um Marianne zu kümmern.
Schnell wird klar, dass Marianne noch etwas bedrückt, das sie unbedingt klären möchte, bevor ihr Leben zu Ende ist.
So zeigt sie Camilla eine Kiste voller schöner, von Mariannes Mutter angefertigter, Kleidungsstücke.
Was hat es damit auf sich und wer war Mariannes Mutter wirklich?

Auf der zweiten Zeitebene des Romans begleiten wir Caterina, eine Schneiderin, die mit Stoffen umgehen kann, wie keine andere, auf ihrem Weg zur Modedesignerin. Doch die Kriegswirren fordern alles von ihr.

Ich fand die zwei Zeitebenen toll, vor allem, da sich diese nach und nach zusammenfügen, bzw. ich als Leserin die Zusammenhänge mehr und mehr erkannt habe.
Besonders gut hat mir gefallen, dass jedes der 25 Kapitel mit der Beschreibung eines Stoffes und dessen Eigenschafte, sowie Verwendung beginnt. Im Alltag beschäftigt man sich ja eher weniger damit, aus welchem Stoff – und dmait auch aus welchem Rohstoff – ein Kleidungsstück besteht. Es geht viel mehr um Optik, Haptik, ob man sich wohlfühlt, wie der Schnitt zur Figur passt und wie viel es kostet. Es war super interessant, das mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien (was im übrigen eine wunderschöne Insel ist). Der Originaltitel ist demnach auf Italienisch erschienen – La Stanza della tessitrice.
Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dass bei der Übersetzung ein anderes Wort passender gewesen wäre. Aber ansonsten war  der Schreibstil flüssig lesbar und fesselnd. Gerne lese ich noch mehr von Cristina Caboni.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek