Die Legende der vier Könige – Die Chronik von Targor – D.K. Widor

Die Legende der 4 Könige
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Targor ist ein Kämpfer, der für den König von Arisland schon viele Schlachten geschlagen hat. Einst als kleines Kind gefunden, wurde er von König Sczar aufgezogen wie sein Sohn. Noch heute missfällt das Astor, dem wahren Sohn des Königs. Kurz bevor dieser seinen Nachfolger bekanntgeben möchte, wird er ermordet. So nimmt alles seinen Lauf.

Targors Welt wird aus den Angeln gehoben und gemeinsam mit seiner Magd Rayne und dem Hofmagier Lyllith macht Targor sich auf, um Bündisse zu schließen und sich dem dunklen Einfluss von Astors Machenschaften entgegen zu stellen.

D.K. Widor hat im Auftakt dieser Fantasy-Reihe einzigartige Charaktere geschaffen. Vor allem Rayne, Targor, Lyllith, Leashes und Gor sind sehr sympatisch – man fühlt beim Lesen in jeder Lebenslage mit ihnen mit, hofft und bangt mit ihnen und zum Schmunzeln haben sie mich auch das eine oder andere mal gebracht.
Targors Geschichte wird noch weitergehen und seine Vergangenheit wird ihn irgendwann einholen. Es sind noch viele Fragen offen … vor allem die eine wichtige: Wo kommt Targor eigentlich her? Und welches Erbe trägt er in sich?

Ein genialer Auftakt zu einer High-Fantasy-Reihe.

© Bettina Dworatzek

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Bluthaus – Romy Fölck

Bluthaus
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Frida Paulsen – Ermittlerin – ist gerade nicht im aktiven Dienst, da sie sich von ihrem letzten Fall erholt, bei dem sie fast gestorben wäre. Doch als ihre alte Freundin Jo sich meldet und um Hilfe bittet, geht sie Hinweisen zu einer ermordeten Frau nach, deren Leiche Jo gefunden hat. Als Fridas Kollege Jo als Hauptverdächtige befragen will, verschwindet diese jedoch spurlos.

Die wenigen Hinweise führen Frida auf die Halbinsel Holnis zu einem verlassenen Grundstück, dessen Gebäude von den Einheimischen „Bluthus“ genannt und deshalb gemieden wird. Vor vielen Jahren geschah dort ein Mord an einer ganzen Familie, der bis heute ungeklärt ist.

Da ich den vorherigen Band nicht gelesen habe, konnte ich mit den Hinweisen zur Vorgeschichte von Frida natürlich nichts anfangen. Auch wenn die Handlung sehr spannend war und unerwartete Wendungen aufwies, hat es mich trotzdem nicht vollkommen gefesselt.

Bei Krimis und Thrillen habe ich festgestellt, dass ich sehr wählerisch bin und es einfach auf den Stil des Autors ankommt, ob ich voll in die Story hineingezogen werde oder nicht. Romy Fölck scheint da also einfach nicht zu 100% mein Fall zu sein.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Meistenes kommt es anders, wenn man denkt – Petra Hülsmann

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Zum aktuellen Buch von Petra Hülsmann durfte ich an der Hörrunde der Lesejury teilnehmen. Und ich muss sagen – WOW! Ich bin ein richtiger Petra-Hülsmann-Fan. Ihre Bücher sind einfach super!
In diesem spielen Nele und Lenny die Hauptrollen. Nele kennt man schon aus „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“. Sie ist Annis Mitbewohnerin, arbeitet in einer PR-Agentur und hat immer Pech mit Männern. Und Lenny is Neles kleiner Bruder, der Down-Syndrom hat und mit seiner liebevoll stürmischen Art Neles Leben immer mal wieder aufmischt.
In der Agentur hat Nele einiges zu tun mit dem Großauftrag, den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing bei seiner Brügermeisterkandidatur zu unterstützen.

Gelesen wurde das Hörbuch von Nana Spier, die das so gut gemacht hat, dass ich voll und ganz in der Geschichte mit drin war.

Petra Hülsmann scheut sich nicht, auch schwierige Themen in ihren Büchern zu verarbeiten und das macht ihre Bücher für mich zu etwas ganz Besonderem.

Es war sehr toll, Nele näher kennezulernen und dabei die anderen Charaktere aus dem Vorgängerbuch, Anni, Sebastian und Kai, wiederzutreffen … nur Knut ging leider im Hörbuch verloren … der ist den Kürzungen zum Opfer gefallen, die für ein Hörbuch nunmal gemacht werden müssen.

10 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

 

Highland Saga – Im Schatten des Schicksals – Gabriele Ketterl

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Die letzten Bücher, die ich gelesen habe, führten mich nun schon des öfteren nach Schottland – nicht zuletzt, weil ich in den letzten Monaten auch die Serie zur „Outlander Saga“ durchgesuchtet habe. Also habe ich nicht lange gezögert und mich für die Leserunde bei Lovelybooks beworben.

Die Hauptperson in diesem historischen Roman ist Fearghas, der als kleiner Junge mit ansehen muss, wie seine Familie brutal abgeschlachtet wird. Er wird von einem befreundeten Clan aufgezogen nd schwört sich, an den Verantwortlichen Rache zu nehmen. Doch als er älter ist und sich die Möglichkeit bietet, lernt er Mairead kennen und verliebt sich in sie, was sein Vorhaben durchkreuzt. Denn ihr Vater ist kein geringerer als der Mörder seiner Familie.

Die Idee zur Handlung an sich ist interessant und bietet viel Potenzial. Leider ist sie aber nicht gut umgesetzt. Sowohl stilistisch als auch vom Plot her, gäbe es vieles zu verbessern. Am meisten störte mich, dass es Überschriften gab, die sowohl Ort (also wo die Handlung nun weitergeht) als auch die vergangene Zeit mitteilt. Z. B. „2 Wochen später“ – Zum einen kann man dem Leser auch so klarmachen, wo er sich befindet und durch die Zeitsprünge geht sehr viel Spannung verloren. Zudem hatte es auch einige Fehler im Buch, was ich sehr schade fand. (Zumal es mein erstes Buch aus diesem Verlag war …)

Insgesamt also ein Buch, das ich in diesem Zustand nicht weiterempfehlen kann.

4 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

#bettisgarten – Food&Farm Magazin

[Werbung – Rezensionsexemplar]

Food&Farm – Wissen was man isst“ ist ein Magazin, das sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt und das nicht nur, was Essen betrifft. Es gibt auch Beiträge und Berichte, die andere Lebenslagen in diesem Aspekt beleuchten.
Aber vorrangig geht es – wie der Name der Zeitschrift schon sagt – um Essen und den Anbau bzw. die Aufzucht.

Die Themen „Bio“, „Nachhaltigkeit“, „Organic“ usw. sind mittlerweile sehr modern. Man spricht darüber … macht sich Gedanken … aber nicht viele tun tatsächlich etwas.
Ich selbst mache mir auch viele Gedanken und habe mit meinem Mann auch schon einige Themen umgesetzt.

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Mit „Food&Farm“ ein Medium an der Hand zu haben, in dem diese Themen diskutiert werden, finde ich genial. Denn das lenkt unsere Perspektive nochmal auf ganz andere Aspekte und untermauert die ganzen Überlegungen mit Fakten und Beispielen. Vor allem die Berichte zu denen, die Nachhaltigkeit leben, wie z. B. dem „Bodenflüsterer“ vom Zürichsee, der nach dem Slow-Grow-Prinzip anbaut oder die Schwestern aus dem Mecklenburgischen, die mit ihrer haehnlein Inititative einen Weg gefunden haben, männliche Küken zu retten und trotzdem wirtschaftlich sind.

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„Food&Farm“ beschäftigt sich mit top aktuellen Themen. Wusstet ihr z. B., was hinter den Biosiegeln steckt und dass einige davon mittlerweile Kooperationen mit Diskountern eingegangen sind?

Zusätzlich zu den Beiträgen gibt es noch Rezepte (meist zu den Vorgestellten Lebensmitteln passend). Da ist mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammengelaufen.

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In der Ausgabe 2 von 2019, die ich als Rezensionsexemplar erhalten habe, war ein Extrablatt zum Thema Wildkräuter. Hier gab es neben einer Übersicht heimischer Wildkräuter auch gleich ein paar Rezepte und Verwendungsbeispiele.

Ein weiteres – eher essensfernes – Thema in dieser Ausgabe war das Reisen, wodurch ich auf die Seiten von eatwith (hier kann man sich auf der ganzen Welt bei Leuten zum Essen einladen, bzw. als Gastgeber ein Essen anbieten – das will ich unbedingt mal ausprobieren oder selbst anbieten), likealocalguide (hier kann man auf der ganzen Welt Leute finden, die „Stadtführungen“ außerhalb der normalen Touristenwege anbieten … oder eben selbst Anbieter werden) und wwoof (hier kann man als freiwilliger Helfer sozusagen „Urlaub“ auf Höfen machen – kostenlos – einzige Bedingung: Mithelfen) aufmerksam geworden bin.

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Ihr seht – die Themen haben mich voll gepackt.
Nachhaltigkeit ist mir wichtig. Wir müssen auf die Welt achtgeben. Und das geht vor allem auch in Gemeinschaft. Lasst uns aufeinander achtgeben, uns gegenseitig unterstützen und die Welt schützen.

Für die folgenden Ausgaben erhoffe ich mir bzw. fände ich folgende Themen interessant:
– Tipps zum selbst Anpflanzen
– Hinweise, wie man (Bio-)Hofläden findet
– Infos zu Lebensmittelsiegeln/Zertifikaten
– Bericht zum Thema „Containern“ oder dem „Wegwerfen“ von Lebensmitteln allgemein

Es ist auf jeden Fall eine super coole Zeitschrift. Schaut doch direkt auf der Homepage vorbei. Dort kann man auch den nächsten Zeitschriftenhändler finden, bei dem ihr die Zeitschrift kaufen könnt.

© Bettina Dworatzek

Das Café der guten Wünsche – Marie Adams

Das Café der guten Wünsche
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Julia hat von ihrer Großmutter ein Café geerbt, das sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette betreibt. Die drei führen das Café mit Leidenschaft, Liebe zum Detail und einem Geheimnis – denn sie geben jedem Gast heimlich einen guten Wunsch mit auf den Weg.
Julia und ihre Freundinnen glauben daran, dass alles, was man denkt, wahr werden kann und erlauben sich daher nur positive Gedanken.
Gestört wird das Glück der drei jungen Frauen dann aber doch vom Leben.
Julias Bruder Nick mischt sich immer mal wieder ein, genauso wie der Journalist Robert, der der Pessimismus in Person ist. Dass dabei die Funken fliegen, wenn er auf Julia trifft, die in allem und jedem das Gute sehen will, ist klar.
Was passiert wohl, wenn Wünsche gegensätzlicher nicht sein können? Oder wenn Julias Wunsch, ihren Urlaubsflirt und gleichzeitig Liebe ihrer Jugend – Jean – endlich zum Greifen nah wäre?

Die Perspektive wechselt zwischen vielen der Charaktere – oft auch als auktorialer Erzähler, sodass man als Leser alle Gedanken kennt. Das hat zu diesem Buch sehr gut gepasst. Vor allem fand ich es spannend, auch immer wieder in Roberts Perspektive zu schlüpfen und seine Veränderung mitzuerleben.

Die Thematik hinter dem Buch ist super interessant. Ich glaube zwar nicht in diesem Sinne an die Macht der Gedanken, aber ich glaube daran, dass man mit einer positiven Einstellung alles erreichen kann und dass man selbst glücklicher ist, wenn man auch auf seine Mitmenschen acht gibt. Hin und wieder sollte man seinen Blick bewusst in sein Umfeld lenken und sich ein paar Fragen stellen: Mit wem habe ich schon lange nicht mehr gesprochen? Wo schläft vielleicht ein Kontakt ein? Welche Freundin/Freund braucht gerade Trost? Wo kann ich durch meine Talente jemanden unterstützen? Wem bin ich dankbar und habe ich das schon lange nicht mehr gesagt? Wen könnte ich glücklich machen und wie?
Oft sind es die kleinen Dinge, die uns den Alltag versüßen. Das freundliche Lächeln und die gute Laune der Bäckereiverkäuferin, eine liebe Sprachnachricht einer Freundin oder eine Umarmung – einfach so.

In Rothenburg ob der Tauber (was von mir nur 12 km entfernt ist) gibt es auch ein wundervolles Café das soo liebevoll eingerichtet ist. Daher konnte ich mir das Interieur des „Café Juliette“ aus dem Buch so gut vorstellen. Im Café Einzigartig gleicht auch kein Stuhl, kein Tisch – nichts – dem anderen, aber zusammen sieht es einfach perfekt aus. Wenn ihr mal in der Nähe seid, müsst ihr dort unbedingt vorbeigehen. Es gibt täglich frische Kuchen und das Frühstück dort ist ein Traum.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Ein Kuchenstück zum Liebesglück – Britta Orlowski

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Vor ein paar Jahren (um genau zu sein im Mai 2015) habe ich schon ein Buch von Britta Orlowski gelesen. („Land oder Liebe„). Auch wenn in einem anderen Verlag erschienen, und jeweils einzeln lesbar, hängen die Bücher miteinander zusammen. Sie spielen nämlich alle auf dem Mehrgenerationenhof in Bützer.

Zur Bützer-Reihe gehören:
– Land oder Liebe
– Liebe misst man nicht in Jahren
– Solange deine Schatten flüstern
– Ein Kuchenstück zum Liebesglück
(Und „Maistöcke“ – aber das ist ein historischer Roman)

Jedes Buch hat also seine Hauptcharaktere, aber man trifft auch alte Bekannte wieder.
In „Ein Kuchenstück zum Liebesglück“ steht die 19-jährige Cosima im Vordergrund, die schon vor einer Weile auf den Hof gezogen ist, sich mittlerweile eingelebt hat und das Hof-Café führt. In der Thematik des Backens geht Cosima sehr auf. Toll finde ich, dass einige der beschriebenen Rezepte im Buchanhang zu finden sind. Auch mit der Dekoration des Cafés gibt Cosima sich sehr viel Mühe.
Dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Denn Vincent taucht immer wieder auf dem Hof auf, den sie von früher kennt, weil ihre Eltern in denselben gehobenen Kreisen verkehren.
Weil sie in den Hofbewohnern eine richtige Familie gefunden hat, in der aufeinander geachtet und sich gegenseitig unterstützt wird, hat sie sich verändert – was auch Vincent nicht entgeht. Und plötzlich gerät auch seine Welt ins Wanken.

Das Cover finde ich zuckersüß – und natürlich auffällig. Die Cover der ersten beiden Bützer-Bände haben mir besser gefallen und es wäre natürlich schön gewesen, wenn sich die Cover der Bände ähneln würden, damit man einen Wiedererkennungswert hat – das ist bei verschiedenen Verlagen aber natürlich schwierig.
Im Vergleich zu anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wird in diesem viel gesprochen und wenig „bildgewaltig die Umgebung beschrieben“. Am Anfang fand ich das ein bisschen irritierend – andererseits habe ich mich die ganze Zeit gefühlt, als säße ich daneben und würde einfach zuhören. Irgendwie gab mir das das Gefühl, als würde ich die Charaktere persönlich kennen – was sicherlich auch daran liegt, dass die Erzählperspektive zwischen Cosimas und Vincents Sicht wechselt.
Ich habe mich schon auf der ersten Seite wieder total wohl gefühlt auf dem Mehrgenerationenhof und ich bin immer noch geflasht von dieser Idee. Schon 2015 hat mich das beeindruckt. Jetzt sitze ich hier, in meinen eigenen vier Wänden … vor 2 Jahren haben mein Mann und ich ein Haus gekauft und sind in unsere Wahlheimat (ins wunderschöne Romantische Franken) gezogen. Natürlich kennen wir hier noch nicht so viele Leute. Da wäre ein Mehrgenerationenhof natürlich Gold wert … aber wenn ich den nicht haben kann, kann ich zumindest den sozialen Gedanken dahinter übernehmen – denn in unserer Nachbarschaft gibt es auch ganz liebe Menschen, die sich um uns kümmern und wir um sie. Als ich heute z. B. die leckeren Apfelrosen gebacken habe (Fotos auf Instagram), habe ich den Nachbarn natürlich welche rübergebracht. Ich finde es immens wichtig, dass man auf sein Umfeld achtet, andere umsorgt und unterstütz – und wenn man selbst auch Hilfe und Unterstützung bekommt, wenn man sie braucht.

Dieses Rezensionsexemplar habe ich über die Leserunde bei Lovelybooks bekommen. Daher geht ein Dank an Lovelybooks, einer an den Niemeyer Verlag und ein besonders großer an Britta Orlowski – denn die hat in ihrer Bützer-Reihe ein großes Stück Heimatgefühl, Geborgenheit und Liebe eingearbeitet.

Wer mehr zu Britta wissen möchte, ich habe sie im Oktober 2016 schon mal interviewt. Hier gehts zum Beitrag.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek