Rattenkinder – B.C. Schiller

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In diesem genialen Thriller haben wir 4 Kernpersonen. Zum einen gibt es da Viktor Maly, einen Insassen aus der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie, der Braun, dem Chefinspektor des örtlichen Morddezernats, Hinweise über Tatorte gibt, aber eigentlich an redrograder Amnesie leidet und nicht weiß, woher er die Hinweise hat. Daraufhin ermittelt Braun mit seinem Team in mehreren Mordfällen. Zu diesem Fall hinzugezogene und zum Teil selbst betroffene Inspektoren ist Franka. Schon zu beginn merkt man, dass ihr diese Fälle auf eine besondere Weise nahe gehen. Dies klärt sich dann auf, als die vierte Protagonistin auftaucht – Tara, ein Romamädchen aus Dogcity, deren Sohn entführt wurde.

Von Seite zu Seite bekommt man als Leser mehr Informationen. Insgesamt ist es ein wirres Konstrukt aus potenziellen Mördern, Opfern, politischer Vertuschung und Kindesentführung. Durch die verschiedenen Perspektiven, die man als Leser aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erhält, lässt sich das Puzzle der ineinander verwobenen Kriminalfälle aber Stück für Stück zusammensetzen. So passt am Ende sowohl der Titel, als auch das Cover perfekt zum Inhalt.
Bis zum Schluss bleibt es spannend, dank einiger unerwarteter Wendungen.

Ein perfekt durchdachter, spannender und aufwühlender Thriller.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

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Hourglass – Das Ende der Zeit – Myra McEntire

Der dritte Teil der Hourglass-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist genauso ansprechend, wie bei den beiden ersten Teilen auch.

In diesem Teil spielt Dune eine wichtige Rolle. Seit Jahren sammelt er Informationen über das Infinityglass – kaum zu glauben, aber jetzt soll er es gefunden haben. Doch es ist nicht wie erwartet ein sanduhrähnlicher Gegenstand, sondern ein Mädchen. Sie soll es sein, die das Raum-Zeit-Kontinuum wieder in Ordnung bringt. Doch erstmal muss sie in Sicherheit gebracht werden.

Ein wirklich gelungener dritter Teil und ein zufriedenstellender Abschluss der Reihe. Am liebsten möchte man selbst ein Teil von Hourglass sein, denn die Autorin hat die Charaktere so liebevoll beschrieben, dass man sie auch zu seinen Freunden zählen möchte.

Hierfür gibt es 8 von 10 Buchsternen.

© Bettina Dworatzek

Die tödliche Tugend der Madame Blandel – Marie Pellissier

Das Cover hat auf mich so einen unglaublichen Charme ausgeübt, dass ich es unbedingt haben musste. Auch die Story klang wirklich toll.

Es geht um die Gardienne Lucie die ausversehen, im Ordnungswahn sozusagen, einen Tatort aufräumt. Um nicht von der Polizei festgenommen zu werden, startet sie selbst Ermittlungen, um alles aufzulösen, bevor sie selbst verdächtigt wird.

Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht überzeugen. Das liegt wahrscheinlich mitunter am Schreibstil. An sich ist dieser zwar nicht schlecht, aber es werden viele französische Orte, Pariser Plätze und Restaurants sowie Denkmäler genannt, die ich zwar vom Namen her kenne, aber keine Ahnung habe, wie diese tatsächlich aussehen. Die Beschreibungen dieser Orte werden also ausgelassen, aber fließen immer wieder in den Text ein.

Es ist also hier leider mein ganz persönlicher Geschmack, der nicht gepasst hat. Deshalb verteile ich dieses Mal keine Buchsterne, sondern empfehle dieses Buch nur denen, die sich in Paris auskennen und die französische Kultur mögen.

© Bettina Dworatzek

Wanderer – Hüter der Zeit – Amelie Murmann

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Das Cover finde ich, wie beim ersten Teil schon, echt genial. Die Sanduhr im Hintergrund spielt auch im Buch eine wichtige Rolle und dass dieses Mal die durch Schatten dargestellte Protagonisten auseinander stehen, hat auch seine Gründe.

Vom Rest des Buches war ich aber leider ziemlich enttäuscht. Ich habe schlecht reingefunden, weil das Lesen des ersten Teils jetzt doch schon eine Weile her war. Zudem habe ich sehr viele Fehler gefunden und auch der dauernde Perspektivwechsel hat meinen Lesefluss gestört und mich irritiert.

Von der Handlung her ist dieser Teil zwar ebenfalls gut durchdacht, aber die Spannungskurve ist gewöhnungsbedürftig. Leider konnte dieser 2. Teil meine Erwartungen so gar nicht erfüllen.

Schweren Herzens gibt es also nur 4 Buchsterne von mir. 😦

© Bettina Dworatzek

Interview mit Svea L. Porter

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Da Svea L. Porter ein geschlossenes Pseudonym ist, bleibt mir nicht viel vorab über sie zu sagen. Ich kann nur berichten, dass sie mir in den letzten Tagen/Wochen, in der wir das Interview geplant haben, als eine sehr sympathische Person begegnet ist.

Seit wann schreibst du und in welchem Genre?

Ich habe einige Zeit Kurzgeschichten oder Geschichten, die nicht für die Veröffentlichung gedacht waren, geschrieben. Bücher schreibe ich seit ungefähr drei Jahren, stets im Unterhaltungsgenre (Liebe, Romance, aber auch Fantasy).

Das ist dein erster Liebesroman unter diesem Pseudonym, oder?

Genau. Ich wollte etwas Neues ausprobieren – Bran House unterscheidet sich schon deutlich von meinen anderen Büchern, da hier die Beziehung der Protagonisten im Vordergrund steht.

Was zeichnet dich/deinen Stil besonders aus?

Meine Testleser freuen sich immer sehr über den „trockenen“ Humor. Ob der so trocken ist, kann ich nun selbst nicht sagen. 😉 Zudem liebe ich Umgebungs- oder bildliche Beschreibungen.

Liest du selbst auch viel und gerne? Wenn ja, was?

Seitdem ich schreibe, lese ich leider nicht mehr so viel wie früher. Manchmal habe ich zum Glück aber noch intensive Lesephasen, wenn ein Buch mich so sehr fesselt, dass ich es einfach nicht weglegen kann und mich auf der Arbeit schon darauf freue, endlich weiterlesen zu können.
Mein Geschmack ist da sehr breit gefächert, teils aus Neugier. Neulich habe ich meinen ersten Fitzek gelesen, ‚Passagier 23‘ – und fand ihn unterhaltsam, aber er zählt nicht zu meinen Top Ten. Ansonsten mag ich Spannung a la Eschbach ebenso wie Herz und Humor von beispielsweise Kristan Higgins oder Phantastik von Kelley Armstrong. Es gibt so viele tolle Bücher!

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden?

Nein! J Ich bin durch die typische Laufbahn Eisverkäuferin – Tierärztin – Schauspielerin gegangen, ehe ich mich in die Kommunikationsrichtung orientiert habe. Schreiben hat mich schon eine längere Zeit begleitet, aber ich habe erst nach Jahren ernsthaft daran gedacht, ein Buch zu verfassen oder es ernsthaft jemandem anzubieten.

Wo schreibst du? Bei was kommen dir die besten Ideen?

Ich habe neulich gelesen, dass der Mensch am kreativsten ist, wenn er sich nicht hundertprozentig auf das Schreiben oder Ideenschaffen konzentriert, sondern von Kleinigkeiten ‚berauscht‘ wird, so wie die leise Geräuschkulisse in einem Café oder aber beim Duschen. Genau so ist es bei mir! Wenn ich spazieren gehe oder in einem Auto sitze, nicht fahren muss und die Gegend betrachte, kommen schnell Ideen. Oder beim Sport … selbst beim Zehennägel lackieren. *gg*

WG_Mit_Herz

Wie kamst du auf die Idee für deinen Roman?

Ich wollte etwas in Schottland machen, da ich dieses Land einfach wahnsinnig schön finde. Dort faszinieren mich sehr oft diese tollen Herrenhäuser, und ich habe mir im Urlaub immer wieder vorgestellt, wie es wäre, in einem zu wohnen.
Zudem wollte ich eine Geschichte erzählen, in der Platz für Humor und lustige Verwirrungen ist, die es erlaubt, unterschiedliche Charaktere zu erschaffen und immer einen anderen in den Vordergrund zu stellen, sollte das Buch Anklang finden und ich Lust auf eine Fortsetzung haben. Eine Wohngemeinschaft schien mir da genau richtig! Zudem ich in meinem Leben einige WG-Erfahrung sammeln konnte.

Identifizierst du dich selbst, mit deinen Protagonisten, bzw. was steckt von dir in ihnen?

Nein, hundertprozentig nicht. Natürlich steckt in jeder Figur eine kleine Erfahrung, ein bisschen von mir oder auch etwas, das mir mal begegnet ist und mich begeistert hat (oder das genaue Gegenteil) … oder was ich gern erleben oder machen würde …, aber keine Figur ist Svea II.
Allerdings ist es mir immer wichtig, dass ich die Handlungen jedes Einzelnen nachvollziehen kann. So hat Craig seinen Grund, warum er sich Ida gegenüber zunächst so abweisend verhält, und sogar Baxters oder Caties exzentrische Handlungen haben einen Auslöser.
Aber … nun gut. Ich kann wie Glen auch mal sehr, sehr früh aufstehen und den Kühlschrank nach Essbarem durchsuchen, ehe ich wieder ins Bett gehe. Aber ich mache das nicht nackt!

Warst du schon mal in Schottland, oder was hat dich dazu gebracht, deine Handlung dort spielen zu lassen?

Ich liebe Schottland! Ich war schon mehrere Male dort und finde immer wieder Ecken und kleine Orte, die mich faszinieren und an denen ich gerne länger bleiben würde. Es ist dort wie geschaffen für romantische Geschichten.
Die Second Hand-Buchhandlung, die in meinem Roman eine Rolle spielt, gibt es übrigens wirklich in Inverness. Wer die Stadt besucht, sollte sich dort einmal umsehen.

Können wir bald noch mehr von dir lesen?

Ich hoffe doch sehr! Wenn Bran House den Lesern gefällt, kann ich mir sehr gut vorstellen, eine Fortsetzung zu schreiben. Eine grobe Handlung habe ich bereits im Kopf, und dieses Mal wird es um einen anderen Bewohner gehen, der oder die endlich die große Liebe finden wird.

Dein absoluter Buchtipp für die Weihnachtszeit?

Eine wunderschöne Geschichte voller Herz und Phantasie ist ‚Der Winter der schwarzen Rosen‘ von Nina Blazon. Es geht um die großen Themen Liebe, Verrat und Vertrauen, aber auch um Krieg und Trauer in einer Welt, die unserer heutigen nicht sehr ähnelt. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die jeweils ihre große Liebe finden und dafür viele Hindernisse überwinden müssen. Sie sind sehr unterschiedlich, aber letztlich verbindet sie doch die gemeinsame Herkunft. Es ist ein ruhiges Buch mit nur wenigen schnelleren Sequenzen, aber ich mochte es sehr.

Vielen Dank für deine Antworten. Ich selbst habe „WG mit Herz“ auch noch nicht gelesen; steht aber auf meinem Weihnachtsbuchstapel.

© Bettina Dworatzek und Svea L. Porter

Interview mit Catherine Shepherd

Catherine Shepherd

Mehr zur Autorin

Catherine Shepherd, ein Bücherwurm wie du und ich, kam in Deutschland schon ganz schön rum. Sie wurde in Greifswald geboren und ist im Norden Berlins aufgewachsen. In Giessen hat sie studiert und in Frankfurt gearbeitet. Erst 2007 landete sie in Zons, wo sie für ihre Thriller-Reihe sehr bekannt ist. Geschrieben hat sie schon immer gerne und vor allen Dingen gelesen. „Der Puzzlemörder von Zons“ war ihr erstes richtiges Buch. Das Thriller-Genre hatte es ihr schon immer angetan, denn spannend und etwas gruselig musste es für sie sein. Außerdem liebt sie historische Romane aus dem Mittelalter. Mit ihrer Zons-Thriller-Reihe hat sie beide Vorlieben miteinander verschmolzen und dadurch eine spannende Mischung aus Gegewart und Vergangenheit geschaffen. Nun ist sie seit fast zwei Jahren hauptberuflich Autorin. Bisher sind von ihr erschienen:

Zons-Thriller
Der Puzzlemörder von Zons
Erntezeit
Kalter Zwilling
Auf den Flügeln der Angst
Tiefschwarze Melodie

Laura Kern Reihe
Krähenmutter

Liest du selbst auch viel und gerne? Wenn ja, was?

Ja, ich lese sehr gerne. In letzter Zeit verbringe ich allerdings mehr Zeit mit Schreiben. Ich verschlinge die Bücher von Tess Gerritsen, Simon Beckett und Cody Mcfadyen. Bei den historischen Romanen fesseln mich insbesondere die Bücher von Rebecca Gablé.

 Dein Lieblingsbuch?

Das ist schwer zu beantworten. Ich habe viele Lieblinge. Die Bücher von Tess Gerritsen mag ich am liebsten und allesamt.

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden?

Nein. Ich bin eigentlich Ökonomin und habe jahrelang in der Finanzbranche gearbeitet. Erst als ich mit meinem Mann nach Zons gezogen bin, hat es mich gepackt. Die erste Geschichte war einfach da, in meinem Kopf und wollte hinaus in die Welt. Noch heute, wenn ich im Dunkeln durch Zons spaziere, habe ich das Gefühl, dass mir die uralten Steine ihre Geschichten erzählen und ich nehme diese gerne in meinen Büchern auf.

 Wo schreibst du? Bei was kommen dir die besten Ideen?

Ich schreibe entweder im Garten oder auf der Couch mit dem Laptop auf den Knien. Die besten Ideen kommen aber, wenn ich etwas ganz anderes mache. Dann sehe ich die Kapitel plötzlich vor mir und mache mir oft ganz schnell Notizen.

Wie kamst du auf die Idee für deinen neuesten Roman Krähenmutter?

Eine Freundin von mir hat einmal ihr kleines Kind in einem großen Kaufhaus verloren. Das ist schon lange her und das Kind war glücklicherweise auch nicht länger als 20 Minuten verschwunden. Aber die Angst, die sie heute noch empfindet, wenn sie nur an diesen Vorfall denkt, hat mich tief berührt. Ich habe mittlerweile selbst ein Kind und kann nachvollziehen, was man in einer solchen Situation empfindet. Diese Urangst, die jede Mutter kennt, hat mich zur „Krähenmutter“ inspiriert.

Was steckt von dir in deinen Protagonisten? Wolltest du mal bei der Polizei arbeiten?

In meinen Protagonisten stecken eine Vielzahl von Charakteren, die mir hier und da über den Weg laufen. Aber es ist nie die einzelne Person, sondern immer nur bestimmte Charakterzüge, die mich so faszinieren, dass ich diese auf meine Figuren übertrage. Bei der Polizei wollte ich aber nie arbeiten. Die reale Welt mit all ihren täglichen Abgründen wäre mir zu heftig. Außerdem kann ich als Schriftstellerin den Ausgang meiner Geschichten immer selbst beeinflussen. Als Polizist hat man da kaum eine Chance.

Können wir bald noch mehr von dir lesen?

Ja. Im März 2006 wird es den nächsten Zons-Thriller geben und auch ein neuer Laura Kern Thriller ist bereits in Planung. Ich kann jedenfalls schon versprechen, dass es wieder sehr spannend werden wird.

Vielen Dank, liebe Catherine, für das tolle Interview. Ich bin sehr froh, beim Autorenfrühstück neben dir gesessen zu haben und so dich und deine Bücher kennengelernt habe.

© Bettina Dworatzek und Catherine Shepherd

Interview mit Katrin Koppold

Katrin_Koppold

www.katrinkoppold.de

Ich durfte Katrin dieses Jahr auf der Buchmesse ganz persönlich im Rahmen eines Leserfrühstücks kennenlernen. Sie ist eine super sympathische Autorin, ist lebenslustig und hat einen wunderbaren Humor. Ich freue mich sehr, dass sie sich hier mal etwas näher vorstellt 🙂

Hallo ihr Lieben,

am zweiten Advent habe ich die große Ehre auf diesem schönen Blog vorgestellt zu werden. Mein Name ist Katrin Koppold, ich schreibe und veröffentliche seit 2012 Liebesromane bei Rowohlt und meinem eigenen Verlag, dem Aureolus Verlag. Bisher sind vier Bücher aus der Sternschnuppenreihe von mir erschienen, der Chicklit-Krimi »Hochzeitsküsse und Pistolen«, »The Diamond Guys: Fynn«, ein Ausflug in etwas erotischere Gefilde und ganz aktuell »Mondscheinblues«, ein Spinoff der Sternschnuppenreihe. Die liebe Betti hat mich gefragt, was meinen Stil meiner Meinung nach besonders auszeichnet. Das ist natürlich immer recht schwierig zu beantworten, aber ich denke, es ist vielleicht die Mischung aus Humor und dramatisch-emotionalen Elementen, die Tatsache, dass meine Geschichten trotz der dünnen Zuckerkruste, mit der ich sie überziehe, auch im wirklichen Leben geschehen könnten, die meine Bücher von der breiten Masse ein wenig abheben.

Den Traum von einem eigenen Buch hatte ich schon so lange wie ich denken kann. Denn ich bin selbst eine richtige Leseratte. Früher habe ich auch ziemlich viel phantastische Stoffe gelesen, mittlerweile mag ich es aber lieber realistisch. Liebesromane, Jugendromane und Krimis, bei denen es nicht besonders blutig zugeht, findet ihr bei mir im Bücherregal.

Die besten Ideen kommen mir nicht an meinem Schreibtisch, sondern überfallen mich meist zu einem Zeitpunkt, bei dem ich gar nicht damit rechne. Bei »Mondscheinblues« war es zum Beispiel bei einem Gespräch mit meiner Korrektorin Dorothea Kenneweg, die meinte, metrosexuelle Männer wären out, nun wäre lumbersexuell angesagt. Ich musste diesen Ausdruck erst einmal googeln. Und als ich dann die ganzen bärtigen Kerle sah, mit ihren derben Schuhen, den Holzfällerhemden und den Tattoos, da war mein Hauptdarsteller Tom geboren. Ich dachte mir, es sei doch witzig, einen solchen »Waldschrat« der stylischen, überperfektionistischen Nina, einer Nebenfigur der Sternschnuppenreihe zur Seite zu stellen, von der sich viele Leserinnen sowieso noch eine Geschichte gewünscht haben. Am Ende der Sternschnuppenreihe war Nina nämlich die einzige »Einzelsocke, die nach einem Waschgang partnerlos zurückblieb«.

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Ich würde mich selbst zwar weder als besonders stylisch noch als überperfektionistisch bezeichnen, aber grundsätzlich steckt in jeder weiblichen Hauptfigur ein Stück Katrin. Mal mehr, mal weniger. Wenn ich sagen müsste, wem ich von meinen Figuren am meisten ähnele, dann wäre es wohl Fee aus »Zeit für Eisblumen«. In diesem Roman verarbeite ich eine Menge eigener Erlebnisse und Erfahrungen.

Derzeit schreibe ich an meinem nächsten Roman. Es wird wieder eine Roadnovel, die ihre Protagonisten in einem alten VW-Bus vom Süden Deutschlands bis hinauf nach Amrum führt. Doch dieses Mal geht es darin nicht ausschließlich um Mann und Frau, sondern um eine Familie, die erst wieder lernen muss, wieder eine Familie zu seinen. Die Liebe kommt dabei aber natürlich auch nicht zu kurz.

Mein absoluter Buchtipp zur Weihnachtszeit ist übrigens ein Adventskalenderbuch. Es heißt »Merope – das Sternenkind« von Isabel Abedi. Meine Tochter, sie ist jetzt zehn, hat es vor sechs Jahren geschenkt bekommen und wir lesen es jedes Jahr. Meine Kinder lieben es so sehr und es ist mittlerweile so unglaublich zerfleddert, dass wir es kleben mussten und es trotzdem aus ganz vielen Einzelteilen besteht.

Merope

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Für dieses Jahr kommt dieser Tipp ein wenig spät, aber der Advent kommt ja zum Glück immer wieder :).

Vielen Dank, liebe Katrin, für deine Zeit und deine Antworten.

© Bettina Dworatzek und Katrin Koppold