Änderungen – Entscheidungen – Prioritäten

Mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge

In den letzten Tagen und Wochen habe ich mich viel mit meinem Leben und mir selbst auseinandergesetzt. Im Beruf ändert sich einiges. Ich musste mir ziemlich schnell eine neue Stelle suchen, weil meine Abteilung sich auflöst. So beginne ich ab Mai an einem neuen Standort zu arbeiten. In diesem Bezug musste ich mich natürlich auch damit auseinandersetzen, was ich eigentlich für meine Zukunft möchte und was mir im nächsten Job wirklich wichtig ist.
Die Frage nach den „wirklich wichtigen Dingen“ habe ich auch an mein Privatleben gestellt. Dabei sind mir einige „überflüssige“ Dinge aufgefallen, Themen, die mich schon eine Weile belasten und Menschen, die ich vielleicht vernachlässigt habe. Also wurde aufgeräumt und ausgemistet. Viele Facebookseiten sind dem zum Opfer gefallen, denn Facebook, so toll ich es finde, schluckt viel zu viel Zeit.
In diesem Zug habe ich es auch endlich geschafft, meinen Kleiderschrank auszumisten – jetzt kann ich endlich wieder guten Gewissens einkaufen gehn 😉

(Neu)Orientierung – Prioritäten im Leben

Durch die Erfahrung der letzten Wochen, möchte ich nun meine Zeit bedachter verbringen, mehr von den Dingen tun, die ich gern tue, meinem Mann/meiner Familie/meinen Freunden mehr Zeit widmen und die Dinge vermeiden, über die ich mich ärgere oder aufrege. Sich immer mal wieder neu orientieren, richtig ausrichten und Altlasten loswerden, befreit ungemein.

Änderungen in der Bloggerszene

Da von meinem „Ausmisten“ auch Facebook betroffen war, habe ich mich auch mit den Bücherseiten beschäftigt. Leider muss ich sagen, dass ich nur noch in wenigen vertreten bin. Am positivsten hervorzuheben sind hier wohl „Die Bücherjunkies und ihre Mission“. Aus den meisten anderen bin ich aus 2 Gründen ausgetreten. Entweder der Tonfall der Gespräche war „unterste Schublade“, von nur gehässig, über Beleidung und Cybermobbing, war alles dabei. Oder es waren mir zu viele „Hyper-Blogger“ (wie ich sie nenne) unterwegs.
Leider hat sich die Bloggerszene seit 2012 (als ich angefangen habe) ziemlich verändert. Viele Blogger lesen so schnell und so viele Bücher, dass einem schwindelig wird. Sie kaufen „im Unverstand“, werden von Verlagen überschüttet, haben SuB’s im 3-stelligen Bereich und posten 1-5 mal täglich. Das ist mir zu viel.
Ich will diesen Bloggern ja nichts unterstellen, aber entweder, sie verbringen ihre komplette Freizeit mit Lesen, sind (noch) nicht berufstätig oder sie wenden die Technik des Binge-Readings an. (Artikel zu Binge-Reading von studierenichtdeinleben)

Süchte vs. Büchersucht

Nach manchen Autoren bin ich süchtig! Ich finde sie so gut, dass ich alle Bücher habe, jedes neue sofort kaufe oder versuche, meine bisherige Sammlung zu vervollständigen. Hin und wieder schafft es ein neuer Autor in diese „Liste“ meiner „Ich-muss-alle-Bücher-haben-Autoren“.
So und durch Rezensionsexemplare, Geschenke, Gewinne und „Spontankäufe“ entstand mein SuB von ca. 70 Büchern. Wenn man bedenkt, dass ich etwa 50 Stück im Jahr lese, müsste ich 1 1/2 Jahre erstmal kein weiteres kaufen – schließlich sollen die schon im Regal stehenden Schätze auch eine Chance bekommen.
Neulich hat die Bastei Lübbe „Büchersüchtig“-Buttons verschenkt. Ganz stolz habe ich mich auch gemeldet, um einen zu erhalten. Als er vor etwa 1 1/2 Wochen ankam, wollte ich mich aber nicht mehr so richtig freuen. Das Wissen, dass es Blogger mit einem SuB von 200-800 Büchern gibt, hat mich wachgerüttelt. Das Lesen, das ich immer schon sehr liebte, ist bei einigen wohl tatsächlich zur Sucht geworden. Jemanden mit 500 Paar Schuhen, würden wir doch auch für süchtig halten, oder nicht? Schließlich kann man immer nur 1 Paar tragen -> nur 1 Buch lesen. Und so sollte man sich auch auf eines konzentrieren und die Arbeit des Autoren (und des ganzen (Verlags-)Teams dahinter) wertschätzen.

Fazit

Ich will mich darüber freuen, ein Buch zu lesen. Wenn ich es schnell gelesen habe, soll das bedeuten, dass ich entweder viel Freizeit oder Urlaub hatte, ODER, dass es mich so gefesselt hat, das ich gar nicht mehr aufhören konnte. Ich lese im Monat so viele Bücher, wie ich eben schaffe, denn ich will nicht nur schnell lesen, weil ich weiß, dass noch 500 weitere auf meinem SuB warten.
Lesen sollte eine Freude sein und bleiben. Ich möchte aber nicht aufhören zu bloggen – denn das Bewerten und vor allem Empfehlen von Büchern ist mir weiterhin wichtig. Ich möchte mich aber ganz klar von den „Hyper-Bloggern“ distanzieren, mich nicht unter Druck setzen lassen, jedes Buch genießen und meine Zeit bewusster verbringen.

© Bettina Dworatzek

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2 Kommentare zu “Änderungen – Entscheidungen – Prioritäten

  1. Fragesteller sagt:

    Was ist ein SuB?

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