Das Haus bei den fünf Weiden – Liz Balfour

Das Haus bei den fuenf Weiden von Liz Balfour

Das Haus bei den fuenf Weiden von Liz Balfour

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Hannah ist Anwältin in einem Top Unternehmen … zumindest bis vor ein paar Tagen, denn sie verliert ihren Job, weil sie das richtige tut. Als ob das nicht genug wäre, verliert sie auch noch ihren Freund ein ein junges Flittchen.
Um sich abzulenken, unterstütz sie ihre Mutter, die einen Antiquitätenladen betreibt. Für sie soll sie den Nachlass von Dr. Thomas Oliver sichten.

Thomas Oliver wurde 99 Jahre alt und verstarb vor 2 Wochen. Er hatte ein großes Geheimnis über lange Zeit bewahrt und fast sein ganzes Leben archiviert, um irgendwann die ganze Wahrheit erzählen zu können.

Thomas zieht einen total in seinen Bann. Alles, was er recherchiert und archiviert hat, bringt de Lesen seinen Charakter und seine Gefühle näher.
Hannah ist mir von Anfang an Sympathisch gewesen und ich fühlte mich genauso neugierig, wie sie, als sie beginnt, das Archiv aus dem Erbe zu sichten und ihr klar wird, was dahinter steckt. Zudem birgt ihr eigenes Privatleben auch das eine oder andere Drama, was einen mit ihr mitfühlen lässt.

Ein bewegender, dramatischer und spannender Roman. Ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Mohnblütenjahr – Corina Bomann

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Dieser fantastische Roman von Corina Bomann ist aufgeteilt zwischen Mariannes Vergangenheit und Saras Gegenwart.

Sara ist schwanger. Ihr Freund hat sie deshalb verlassen, weil er keine Kinder will. Ihre Frauenärztin diagnostiziert einen eventuellen Herzfehler und überweist sie an einen Spezialisten. Bis zum Termin dort, soll sie der Frage nachgehen, ob es in ihrer Familie Herzfehler gab. So muss sie sich mit ihrem Exfreund in Kontakt setzen und ihre Mutter nach ihrem Vater fragen, von dem sie nichts weiß.

Marianne ist Saras Mutter. Sie hatte keine leichte Kindheit und konnte sich in jungen Jahren weder auf ihre Eltern noch auf ihre Schwester verlassen.
Ihr Vater verabscheute die Franzosen, Marianne hingegen liebte die Sprache und zog nach dem Abitur aus, um Französisch zu studieren.
Als Lehrerin bewarb sie sich dann für ein Auslandsjahr und kam nach Bar-le-Duc.
Was dort alles geschah, behielt sie jahrelang für sich.
Erst als es um ihr ungeborenes Enkelkind geht, erzählt sie Sara von der Zeit in Frankreich.

Die Thematik um Ängste in der Schwangerschaft und die Diagnose einer Fehlbildung am Kind erschüttert jede Frau, egal welchen Alters und egal, ob sie schon Mutter ist, ein Kind in Planung ist oder gar kein Kinderwunsch besteht. So kann man Saras Angst sehr gut nachvollziehen. Auch mit Marianne kann man mitfühlen, auch wenn viele ihrer Erzählungen aus einer anderen Zeit stammen.

Wie immer findet man bei Corina Bomann einen flüssigen und schönen Schreibstil, wundervolle bildhafte Beschreibungen und Gefühle zum nachempfinden.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Seelenblind – Catherine Shepherd

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Der erste Zon-Thriller, den ich gelesen habe, hat mich ganz schön in Atem gehalten.

Michelle befreit sich nur knapp aus der Gefangenschaft eines Verrückten und kommt verletzt ins Krankenhaus. Verursacht durch ihre Verletzungen kann sie keine Gesichter mehr erkennen.

Oliver Bergmann ist der zuständige Ermittler und versucht den Täter zu fassen.

Bastian Mühlenberg lebt im mittelalterlichen Zons und entdeckt eine entstellte Frauenleiche. Bringt der Zwirn der zugenähten Augen ihn auf die richtige Spur?

Auf die Idee zu kommen, einen Thriller halb in der Gegenwart und halb in der Vergangenheit spielen zu lassen, ist echt genial. Damit gewinnt der Thriller an ganz besonderem Charme und Atmosphäre.

Genial, wie die Ermittlungen im heutigen und mittelalterlichen Zons ablaufen. Nur die Verbindung zwischen Bastian in der Vergangenheit und Anna in der Gegenwart, verstehe ich nicht ganz – dafür wäre das Vorwissen aus den vorherigen Zons-Thrillern gut gewesen. Aber ansonsten ist es eine in sich abgeschlossene Handlung.

Ich binbegeistert, wie Catherine Shepherd Vergangenheit und Gegenwart zusammenbringt.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Enthüllt – Dee Henderson

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Da ich viele (fast alle?) bereits erschienenen Romane von Dee Henderson gelesen habe, und diese sehr bewegend fand, hatte ich große Ansprüche.

Die Protagonistin ist Ann Silver. Sie ist Autorin einer Buchreihe und Sonderermittlerin. Sie bringt Paul, unserem Protagonisten, Beweise für einen Fall, in dem Paul Falcon (FBI-Agent) mit seinem Team schon lange feststeckt. Ann lebt gerne zurückgezogen, hat aber einige sehr innige Freundschaften.

Paul Falcon ist ab dem ersten Moment begeistert von Ann, kommt aber irgendwie nicht an sie ran. Dank Ann kann er mit seinem Team die Ermittlungen im „Lady Killerin“-Fall wieder aufnehmen und fortführen. Doch die Gedanken an Ann lassen ihn nicht so und so setzt er alles in Bewegung, um sie für sich zu gewinnen.

Die Atmosphäre der FBI-Arbeit ist so packend geschrieben, dass ich am liebsten auch dort mitarbeiten möchte. Der Fall „Lady Killerin“ ist so gut aufgebaut, dass die Verfolgung der Spuren super spannend ist und man als Leser total mitfiebert. Entschleunigt wird die Handlung durch das Privatleben der beiden Protagonisten. In beide kann man sich gut hineinversetzen und beide werden einem von Seite zu Seite sympathischer.

Ein wirklich gelungener Krimi-Liebesroman. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Dee Henderson.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Befreit – Vereint – Sofia Velin

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Dieser autobiografische Roman ist mal etwas ganz anderes, verglichen zu den Büchern, die ich sonst lese. Für die Autorin Sofia Velin bin ich von meinem normalen Leseverhalten abgewichen und war begeistert.

„Befreit – Vereint“ ist ein autobiografisches Werk. Man erfährt sehr viel über den Lebensweg der Autorin, den Werdegang, die Beweggründe für Änderungen und das Innenleben voller Gefühle.

Aus der Achterbahn ihres Lebens konnte ich als Leserin für mich selbst viel mitnehmen. Die Ehrlichkeit und Offenheit mit der Sofia Velin schreibt, ist erfrischend und mutig. Schließlich offenbart sie sich dem fremden Leser. Auch wenn mich mein Lebensweg, was das Spirituelle betrifft, wohl nie in Richtung Yoga und Seelenglauben führen wird, war es doch spannend, davon zu lesen und meinen eigenen Glauben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Wenn man eine fremde Person so nah kennenlernt, lernt man auch viel über sich selbst.

Für jemanden, der sich auf das Leben einer fremden Person einlassen kann, ist es ein spannendes und erstaunliches Buch, das zum über sich selbst nachdenken anregt.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Der Auftrag – Andrea Vasel

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Das Lesen dieses „Wer war`s?“-Krimi hat richtig Spaß gemacht. Im Verlauf lernt man immer mehr Personen kennen, die alle ihre Geheimnisse haben und damit in den Kreis der Verdächtigen rücken.

Die Protagonistin ist Anne Vauxhall, eine Kolumnistin des „Investigators“. Per Kurier erhält sie ein Schreiben, mit dem Auftrag, alles über eine Person herauszufinden. Kurze Zeit später, ist diese Person tot und gegen Anne wird ermittelt. Hier kommt ein guter Freund von ihr ins Spiel – Mark Kent – Inspektor bei Sctoland Yard. Er kennt sie, seit sie beide Kinder waren und soll nun gegen sie ermitteln.

Da man als Leser aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven mehr Informationen erhält als Anne, kommt man mit Spekulieren und Verdächtigen kaum hinterher. Also viel Spaß beim Ermitteln! Ich freue mich auf weitere Fälle zumal es etwas in Marks und Annes Vergangenheit gibt, das noch Auswirkungen haben wird.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek