Schleudertrauma der Gefühle – Sophie Merz

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Alexa arbeitet im Backoffice einer Begleitagentur – wohin sie eigentlich nur aufgrund von dummen Umständen gelandet ist. Ein „Außenauftrag“ kommt für sie generell nicht infrage, auch wenn ihre Chefin sie schon immer mal wieder in diese Richtung schubsen wollte. Doch nun muss sie für eine krankgewordenen Kollegin einspringen.

Noah ist ein typische Anzugträger und gutaussehender Geschäftsmann, der vor dem Deal seines Lebens steht. Doch für diesen muss er plötzlich ein Familienmensch sein und eine Partnerin haben … und das, nachdem er seit seiner letzten Beziehung den Frauen eigentlich abgeschworen hatte.

Youko ist die Tochter eines japanischen Geschäftsmannes, äußerst sympathisch, klug, direkt und gewitzt. Die perfekte Person zum Pferdestehlen … oder sonstige Dummheiten.

„Schleudertrauma der Gefühle“ ist der Debutroman von Sophie Merz. Von der ersten bis zu letzten Seite überzeugt die Autorin mit Witz, Charme und zum Seufzen schönen Szenen. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und der Plot schlüssig aufgebaut.

Als Leserin bekommt man hier einen Chick-Lit-Roman, dessen Personen einem sehr ans Herz wachsen.

Ein spritziger Liebesroman, der Sehnsüchte nach heißen Typen in der Sauna weckt und für die kalte Jahreszeit genau das Richtige ist.

9 von 10 Buchsternen

Life changing food – Eva Fischer

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Layout

Die ist eines der am ansprechendsten gestalteten Kochbücher, die ich kenne. Thematisch ist dieses Kochbuch so veranlagt, dass es gleichzeitig eine Art Ernährungsratgeber ist. Die Farben sind toll gewählt, und die Seiten übersichtlich gestaltet.

Rezepte

Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich es noch nicht geschafft habe, eines der Rezepte tatsächlich auszuprobieren. Was mich bisher davon abgehalten hat, sind die Zutaten, die ich einfach nicht zuhause habe.

Erklärungen

Die Erklärungen zur Ernährung im Allgemeinen und zu speziellen Lebensmitteln – den sogenannten „Superfoods“ – im Besonderen, waren hervorragend.
Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit Ernährung und halte nicht von den „Das-darf-man-nicht-mehr-Essen“-Ratgebern. Viel mehr interessieren mich die Vorgänge im Körper, die durch Lebensmittel ausgelöst werden, was unser Körper an Nährstoffen braucht, wofür und wie viel. Besonders toll waren auch die Beschreibungen zu einzelnen Lebensmitteln.

Als „Ernährungsratgeber“ gesehen konnte ich viel aus diesem Buch lernen. Gerne hätte ich Rezepte ausprobiert, doch aktuell waren diese für mich nicht alltagstauglich.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Gut geküsst ist halb gewonnen – Rachel Gibson

Gut gekuesst ist halb gewonnen von Rachel Gibson

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Lucy Rothschild ist Krimiautorin und steckt gerade mitten in der Recherche für ihren nächsten Roman. Dafür gibt sie sich in Online-Dating-Portalen als Krankenschwester aus. Bei einem „Kaffee-Date“ lernt Sie Quinn kennen, der sich als Klempner ausgibt, in Wahrheit aber ein Polizist ist, der eine Verrückte jagt, die Kerle aus Online-Dating-Portalen umbringt.

Obwohl Lucy für ihn zuweilen die Hauptverdächtige ist, fühlt er sich sehr zu ihr hingezogen. Und Lucy findet Quinn total heiß und das, obwohl sie sich ja wirklich nur zu Recherchezwecken verabredet.

Die Liebesromane von Rachel Gibson versprechen immer Drama, einen Hauch Erotik, Freundschaft und dieses Mal auch einen großen Batzen Spannung.
Der Roman ist schlüssig aufgebaut und das Lesen hat zu jedem Zeitpunkt Spaß gemacht.

Bei Rachel Gibson weiß man, was man bekommt. J Ich lese ihre Liebesromane sehr gerne. Und auch bei diesem, der übrigens der 1. Teil der „Girlfriends-Reihe“ ist, wurde ich nicht enttäuscht.

Wer die Romane von Nora Roberts oder Joanne St. Lucas gerne liest, ist hier ebenfalls genau richtig. Seite um Seite zum Seufzen, Schmachten und Mitfiebern.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

 

 

Das verwunschene Kind – J. K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne

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Darauf habe ich seit meiner Kindheit gewartet – dass die Harry-Potter-Welt wieder auflebt.

Zum Inhalt möchte ich nicht allzu viel schreiben, um nichts zu verraten und die Spannung zu nehmen. Nur so viel sei gesagt:

Harry, Ron, Hermine, Ginny und Draco sind mittlerweile erwachsen, haben geheiratet und Kinder bekommen. Harry arbeitet im Zaubereiministerium. Er ist mit Ginny verheiratet und sie haben Kinder. Nun kommt der jüngste Sohn Albus nach Hogwarts, wo ihn der Sprechende Hut nach Slytherin sortiert, was beinahe ein Skandal ist. Noch nie zuvor war ein Potter in Slytherin und so fühlt sich Albus von seinem Familiennamen unter Druck gesetzt.
In Hogwarts lernt er Scorpius kennen, Dracos Sohn, mit dem er sich anfreundet. Und damit nimmt alles an Fahrt auf …

Dadurch, dass es sich hier um ein Theaterstück handelt, gibt es natürlich nicht viel Kontext. Da ich die Potter-Welt aber sehr gut kenne, hat es mir nichts ausgemacht und ich konnte mir alles gut vorstellen. Den Plot fand ich stimmig und schlüssig.

An eine weitere Harry-Potter-Story waren die Erwartungen natürlich groß. Denn – durch die bisherigen 7 Bände war die Geschichte ja abgeschlossen.
Aber „Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist ja kein Folgeband in diesem Sinne.
Es war toll, wieder etwas in die Welt um Hogwarts einzutauchen. Da ich nicht damit gerechnet habe, das jemals wieder zu können, war ich voller freudiger Erwartung. Da mir bewusst war, dass es sich um ein Theaterstück handelt, war ich auch nicht enttäuscht.

ABER, ich persönlich finde, dass es ein richtiges 8. Buch wert gewesen wäre. Mit allem drum und dran, mit sämtlichen Nebenhandlungen und allen Gefühlen und Gedanken.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Schreiben Blogger nur das, was der Verlag will?

Am 1. Tag der #LitLove2016 durfte ich im Rahmen der Bloggerlounge drei Autorinnen näher kennenlernen. Maria Adams, Stefanie Gerstenberger und Christiane von Laffert saßen mit ca. zehn Bloggerinnen bei Snacks und Getränken zum lockeren Austausch zusammen.
Erwartet hatte ich, ehrlich gesagt, eine „typische“ Bloggerfragerunde mit vielen Fragen an die Autoren. Zu meiner – positiven – Überraschung, haben die Autorinnen nun auch die Chance genutzt, mal ein paar Fragen an die Blogger loszuwerden.
Eine Thematik schien ihnen auf dem Herzen zu brennen: Rezensionen und Rezensionsexemplare

Schickt euch der Verlag einfach wahllos Rezensionsexemplare?

Ja und Nein. Jeder Verlag hat da eine andere Vorangehensweise. Da die LitLove eine Randomhouse-Veranstaltung ist, erläutere ich hier kurz, wie es mit diesem Verlag abläuft.

Für uns Blogger gibt es ein Portal, für das wir eine „Registrierungsbewerbung“ ausfüllen. Voraussetzung ist natürlich, dass man einen bücherbezogenen Blog betreibt. Im Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe können bis zu 10 Bücher/Hörbücher/eBooks gleichzeitig angefragt werden. Sofern verfügbar, bekommt man dann ein Exemplar zugesendet. Sobald man eine Rezension veröffentlicht hat (und dies im Portal auch per Beleglink zurückgemeldet hat), kann man wieder weiter Bücher anfragen.

Dürft ihr nur gute Rezensionen schreiben und was macht ihr, wenn euch ein Buch nicht gefällt?

Grundsätzlich haben wir keinerlei Vorgaben, was das Ergebnis der Rezension betrifft. Der Verlag gibt lediglich Tipps zum Verfassen einer Rezension.
Ich persönlich versuche, so objektiv wie möglich zu bleiben, die Bewertung an sich also auf Fakten zu stützen und meinem persönlichen Empfinden nur wenige Sätze zu widmen. Da ich ja aber auf meinem Blog vor allem Empfehlungen aussprechen will, behalte ich es mir auch mal vor, über ein Buch nichts zu schreiben. Wenn es mir, aus rein persönlichen Gründen, gar nicht gefallen hat. Da reicht dann eine kurze Info an den Verlag, dass man keine Rezension schreiben wird.

Die Autorinnen, die mit uns lebhaft diskutierten, wollten daraufhin wissen, wie es kommt, dass es Blogger gibt, die (fast) nur positive Rezensionen schreiben.

Das kann mehrere Gründe haben, deshalb spreche ich hier nun nur für mich.
Ich kenne meinen Buchgeschmack, ich weiß, bei welchen Autoren ich immer richtig liege. Wenn ich also mal „schlecht bewerte“, dann, weil der Klappentext irreführend war und meine daraus entstandenen Erwartunge nicht erfüllt wurden, oder weil es ein mir bis dahin unbekannter Autor war, der mich nicht überzeugen konnte.

Die Bloggerlounge war also super spannend.
Ich bedanke mich für die Offenheit der Autorinnen, die ehrliche Fragen gestellt haben und sich gerne unsere Meinung dazu angehört haben.
Besonders toll fand ich auch, dass die Autorinnen begründete Zweifel geäußert haben, wie jemand mehr als 100 Bücher pro Jahr lesen kann … aber das ist wieder ein anderes Thema 😉

© Bettina Dworatzek