LYKKE – Der dänische Weg zum Glück – Meik Wiking

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Warum gelten die Dänen als das glücklichste Volk der Welt? Wie schaffen sie das und was macht Glück eigentlich aus?
Mit diesen und vielen anderen Fragen hat sich Meik Wiking beschäftigt. Er ist CEO des Hapiness Research Institute.
In seinem Buch „Lykke – Der dänische Weg zum Glück“ steckt viel Liebe und Leidenschaft für diese Thematik! Das spürt man in jedem Satz – jedem Wort – jedem recherchierten Detail.
Kategorisiert nach den 6 Bausteinen (Zusammen sein, Geld, Gesundheit, Freiheit, Vertrauen, Freundlichkeit) für nachhaltiges Glück zeigt Wiking anhand von Erfahrungen, Statistiken, Erzählungen und Fakten auf, was unser Glück und das damit verbundene Wohlbefinden beeinflusst und wie wir es selbst beeinflussen können.
Auf jeder Seite habe ich sicherlich mehrfach genickt, hin und wieder war ich überrascht, oft habe ich aufgelacht (denn Wiking hat einen tollen Humor) oder ich habe erstaunt aufgeatmet.
Oft bin ich deprimiert, wie sich unsere Gesellschaft aktuell entwickelt. Dieses Buch ist ein Hoffnungsschimmer für mich und ich bin gespannt, was es in meinem Leben bewirkt.

„Vielleicht können wir, wenn wir mehr zuhören, erkennen, dass Ungleichheit, unfaire und ungerechte Bedingungen der Feind sind und dass Mitgefühl, Vertrauen und Zusammenarbeit uns weiterbringen“. (Meik Wiking, LYKKE – Der dänische Weg zum Glück, Bastei Lübbe, 2017)

Dieses Buch inspiriert zu mehr Achtsamkeit.
Was tue ich? Wie tue ich es und mit wem?

„Wir müssen nämlich begreifen, dass unser Glück nicht nur vom Wohlbefinden innerhalb unserer Familie abhängt, sondern auch vom Wohlbefinden der Nachbarskinder. […] Und wir sollten unsere Gesellschaft nicht nur nach dem Erfolg der Sieger beurteilen, sondern danach, wie wir denen aufhelfen, die hingefallen sind.“ (Meik Wiking, LYKKE – Der dänische Weg zum Glück, Bastei Lübbe, 2017)

Es motiviert zu mehr miteinander und füreinander statt gegeneinander oder nebeneinander. Oft fragte ich mich, warum die Menschen nicht schon lange so leben, wie in diesem Buch beschrieben.

„Deshalb profitieren alle, wenn wir Empathie über den Egoismus stellen und sich daraus Vertrauenswürdigkeit entwickelt. Und wir profitieren davon, wenn wir verstehen, dass Zusammenarbeit wichtiger ist als Wettstreit. In einer Gesellschaft, die auf Empathie, Zusammenarbeit und Vertrauen basiert, profitieren alle – und sind glücklicher.“ (Meik Wiking, LYKKE – Der dänische Weg zum Glück, Bastei Lübbe, 2017)

Oft gengug geht es nämlich GEGENEINANDER und da frage ich mich doch echt nach dem Sinn. Denn jeder freut sich über freundliche Worte, Hilfe ohne Erwartungen, bedingungslose Liebe, Freundlichkeit, Höflichkeit, Fürsorge, Ehrlichkeit und gute Nachbarschaft.

„Unser Wohlstand bemisst sich nicht an der Größe unseres Bankkontos, sondern an der Särke unserer Bindungen, an der Gesundheit unserer Lieben und am Ausmaß unserer Dankbarkeit“ (Meik Wiking, LYKKE – Der dänische Weg zum Glück, Bastei Lübbe, 2017)

Es gibt oft genug Momente, in denen ich unglücklich bin – manchmal auch am Boden zerstört. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich eine tolle Kindheit hatte, einen Mann habe, der mich bei allem unterstützt, eine Familie habe, die hinter mir steht, Freunde habe, die immer für mich da sind und dass wir Nachbarn haben, die uns herzlich aufgenommen haben.
Meistens bin ich glücklich – denn ich habe alles, was ich brauche und dafür bin ich dankbar.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

 

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Mordsmäuschenstill – Natalie Tielcke

Mordsmäuschenstill
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Ein etwas anderer Krimi … so lustig, leicht und trotzdem spannend, dass ich ihn innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

Hanna ist Psychologin und betreut in ihrer Praxis Menschen mit Schlafstörungen. Als sie ermordet wird, versetzt das vier ihrer Patienten in Panik.
Wer soll ihnen denn nun künftig helfen?
Wer hat das diesem herzensguten Menschen angetan und warum?
Und noch viel schlimmer … war es einer von ihnen selbst im Schlaf?

Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf, tappt aber zuerst im Dunkeln. Also beginnen die Patienten Nele, Sascha, Jenny und Finn, auf eigene Faust und ziemlich unkonventionell zu ermitteln.

Ein wirklich amüsanter Krimi mit zugleich verrückten und liebenswürdigen Charakteren.

Ich hoffe, dass die Autorin noch viele weitere Ideen für Krimis dieser Art hat. Es waren wirklich ein paar tolle Lesestunden, in denen ich super vom Alltag abschalten konnte.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die fremde Königin – Rebecca Gablé

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Rebecca Gablé vermag es, historische Fakten so spannend, interessant und fesselnd zu vermitteln, dass ich den eBook-Reader kaum aus den Händen legen konnte. Jede einzelne Szene ist so perfekt bildhaft geschrieben, dass ich immer mitten ins Geschehen hineingezogen wurde und meist nur schwerlich wieder daraus aufgetaucht bin.
Meist (wie jetzt auch) mit übergroßer Wortgewandheit und altertümlichen Formulierungen auf der Zunge.

Die Charaktere waren so leidenschaftlich beschrieben:
Königin Adelheid, die so mutig, selbstbeherrscht und diszipliniert ist; die mit Klugheit und Verstand gemeinsam mit König Otto regiert.
Gaidemar, ein Panzerreiter und Bastard vornehmer Herkunft, der so kühn, unerschrocken und prinzipientreu seiner Aufgabe nachkommt zu kämpfen, das Reich, die Königin und seine Lieben zu schützen.

Adelheid und Gaidemar mögen zwar im Vordergrund stehen, doch auch die vielen Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet, haben mich so manches mal schmunzeln oder ein Tränchen vergießen lassen.
Für mich war es ein sehr großes Lesevergnügen und Rebecca Gablé wird neben Charlotte Thomas zu meiner Lieblingsautorin für historische Romane.
Ich freue mich auf viele weitere Bücher von ihr.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Blogspecial: Die sieben Schwestern – Lucinda Riley

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley

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Cover
Auf dem Cover des ersten Bandes der Reihe, sieht man den Genfer See aus einem tollen Blickwinkel. Ich liebe Berge und Wasser – für mich also die perfekte Kulisse. So ist es kein Wunder, wie schnell ich eine Vorliebe für diese Reihe entwickelt habe.

Durchreiste Länder
Schweiz, Brasilien, Frankreich

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(© Foto + Zeichnungen: Bettina Dworatzek)

Maia
Maia ist Übersetzerin und lebt als einzige, der mittlerweile erwachsenen Töchter, noch auf dem Anwesen am Genfer See. Sie bewohnt dort den Pavillon. Durch den Tod von Pa Salt ändert sich für die Schwestern Vieles. Vor allem aber bringt es Maia dazu, ihre Herkunft zu erkunden, was sie nach Rio de Janeiro führt. Der befreundete Schriftsteller Floriano Quintelas unterstützt sie vor Ort bei ihren Recherchen zur Vergangenheit ihrer Familie. Dabei machen sie faszinierende Entdeckungen.

Maias Geschichte hat mich total gefesselt. Beginnend mit dem tragischen Verlust ihres Adoptivvaters. Der Zusammenhalt der Schwestern, die alle so unterschiedlich sind, ist förmlich zu spüren.
Es war sehr schön, mit anzusehen, wie die Situation trotzdem etwas Gutes hatte – denn sie bringt Maia dazu, ihre „heile Welt“ des Pavillons zu verlassen. Dabei findet sie viel über ihre Herkunft heraus und beschäftigt sich auch eingehend mit sich selbst, ihrer eigenen direkten Vergangenheit und ihren Entscheidungen, die sie bis dahin getroffen hat, was sehr bewegend ist.
Dadurch taucht man in eine zweite Geschichte ein – die ihrer Vorfahrinnen.

Ich bin fasziniert von den Erzählungen des Rios zu der Zeit, als der Cristo erbaut wurde und dem Paris der Jahrhundertwende.

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(© Foto + Zeichnung: Bettina Dworatzek)

Für mich gehört die Reihe jetzt schon zu meinen absoluten Lieblings(hör)büchern. Lucinda Riley hat einfach ein Gespür für gute Geschichten.
Ich freue mich schon sehr darauf, die anderen Schwestern kennezulernen und in deren Geschichte einzutauchen.

Für alle, die von dieser Reihe auch nicht genug bekommen können –> es gibt eine Homepage mit vielen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Teilen. Schaut einfach vorbei auf: The seven Sisters series

© Bettina Dworatzek