Die Verlorenen – Stacey Halls

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Wir befinden uns im London der 1750er. Bess Bright ist mittellos – schon in Armut aufgewachsen und dieser bisher nicht entkommen, trotz Tagen voller Arbeit. Vor 6 Jahren hat sie deshalb ihre Tochter in einem Waisenhaus abgeben müssen. Doch nun hat sie die Summe zusammengespart, um sie wieder abholen zu können.
Als sie dort nach Clara fragt, sagt man ihr, dass diese schon längst abgeholt wurde – doch von wem?
Ein junger Arzt aus dem Waisenhaus hat Mitleid mit ihr und versucht herauszufinden, was geschah.

„Mein Bauch fühlte sich warm vom Alkohol an. Und von etwas, das ich erst vor ein paar Tagen verspürt und endgültig verloren zu haben geglaubt hatte. Mein Bauch fühlte sich warm an, weil ich wieder Hoffnung schöpfte.“

Die Verlorenen – Piper

Bess findet ihre Tochter tatsächlich. Doch damit sind ihre Probleme nicht gelöst. Denn wie kann sie ihre Tochter zu sich nehmen, wenn sie ihr doch nicht einmal jeden Tag eine warme Mahlzeit bieten kann.

„Ich hielt meine Tochter fest, die schwer auf meiner Brust lag, und verstand, dass Liebe und Angst im Grunde dasselbe waren.“

Die Verlorenen – Piper

„Die Verlorenen“ hat mich zwar mitgerissen und ich habe mit Bess mitgefiebert, die so um ihre Tochter gekämpft hat. Doch ganz überzeugen konnte mich der Roman nicht. Vielleicht, weil ich für die Frau, die Clara unrechtmäßig abgeholt hat, keine Sympathie oder Mitleid empfinden konnte, aus deren Perspektive aber der halbe Roman geschrieben ist.
Vielleicht lag es aber auch schlicht daran, dass ich mir gar nicht vorstellen möchte, wie es ist, sein Kind hergeben zu müssen.

6 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

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