Arden Hall – Vermächtnis der Liebe – Julia Schreiber

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„Vermächtnis der Liebe“ ist der Auftakt der 3-teiligen Arden-Hall-Saga. Sie beginnt mit Rob Marsham, der schon als kleiner Junge zur Waise wird und als Stallknecht aufwächst. Dort verliebt er sich in die Tochter des Gestütbesitzers und sie sich auch in ihn.
Doch da wir uns in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts befinden, wäre solch eine Verbindung nicht möglich.
Bis hierher war die Handlung spannend. Doch der Konflikt, der sich hier aufbaut, wird allzu schnell aufgelöst, weil der Earl of Arden selbst homosexuell ist und Sarah eine Scheinehe anbietet (wie schon im Klappentext auszumachen ist). Der Rest der Handlung plätschert dann vor sich hin, es passiert nichts weltbewegendes mehr, stattdessen schwenkt die Handlung ab und zu von Rob und Sarah weg zu „unwichtigen“ Nebencharakeren, deren Handlungsstrang dann aber irgendwie die Hauptgeschichte in den Schatten stellt.
Es hat sich ein bisschen angefühlt wie eine „Daily Soap“.

Die Folgebände legen ihren Fokus auf die Kinder von Rob und Sarah. Doch anhören werde ich diese wohl nicht mehr, da es mir schon im 1. Band recht zäh wurde.
Gelesen wird das Hörbuch von Frauke Poolman, die eine sehr angenehme Stimme hat. Ich musste jedoch auf die 1,25-fache Abspielgeschwindigkeit stellen, weil mir vor allem die Dialoge zu langsam waren.

Sehr schade, dass ich mich nicht für diese Saga erwärmen konnte, wo ich historische Romane doch gerne mag.

4 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Sternstunde – Die Schwestern vom Waldfriede – Corina Bomann

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Alle Bücher, die ich bisher von Corina Bomann gelesen habe, fand ich sehr gut. Alle mit einem etwas melancholischen Touch, aber dennoch mit Happy End. Deshalb habe ich mich als Testleserin für diesen Roman gemeldet. Mir wurde aber recht schnell wieder klar, warum ich historische Romane, die Anfang des 20. Jahrhunderts spielen, selten mag.
Die Zeit scheint einfach noch zu nah, obwohl 100 Jahre zwischen damals und heute liegen. Die Nachkriegszeit und die Wirtschaftskrise waren Jahre voller Leid und Entbehrung. Gerade, weil wir uns immer noch in einer Pandemie befinden, und diese zumindest auf psychischer und emotionaler Ebene viele Entbehrungen mit sich brachte, haben sich durch das Lesen dieses Romans meine Sorgen und Ängste verstärkt.

Auch wenn Corina Bomann sehr bildhaft geschrieben hat und die Hauptcharaktere mir sympathisch waren, so hat mich das Lesen doch mit einem bedrückten Gefühl zurückgelassen. Vielleicht gerade wegen des bildhaften Schreibstils, der mich mitten ins Geschehen hineinzog. Zudem empfand ich beim Lesen, auch wenn ich selbst christlich erzogen wurde, das Leben der Siebenten-Tags-Adventisten doch als recht befremdlich.
Erstaunlich ist jedoch trotzdem, dass in diesem Roman Wahrheit und Fiktion noch näher zusammenliegen als ich es bisher je in einem Roman empfand.

Das Cover (und auch die der Folgebände) sind grandios. Perfekt zur Szenerie passend und wunderschön anzusehn.

Diesen Roman kann ich allen empfehlen, die realistische, historische Romane mögen, die in der Nachkriegszeit spielen. Die Waldfriede-Saga wird insgesamt vier Bände umfassen (hier gehts zur Saga). Da es mich seelisch und moralisch doch sehr mitgenommen hat, weiß ich noch nicht, ob ich die Folgebände lesen werde, da diese in den folgenden Jahren spielen, die, wie wir alle wissen, nicht weniger schrecklich waren.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

The Comfort Book – Matt Haig

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Gedanken die mir Hoffnung machen

„Nichts ist stärker als eine kleine Hoffnung, die niemals aufgibt.“

The Comfort Book – Droemer Verlag

Dieser Satz ist mir vom ganzen Hörbuch am meisten im Gedächtnis geblieben. Für mich ist diese Aussage zu 100% wahr.
In diesem Buch hat Matt Haig seine Gedanken gesammelt; in Texten festgehalten, was ihm Mut macht. Er erzählt von seiner Depression und wie sich diese auf sein Leben ausgewirkt hat und noch auswirkt.
Matt Haig schafft es, in seiner Erzählung so offen, ehrlich und authentisch zu sein, dass ein Leser/Zuhörer sich selbst besser reflektieren und verstehen kann.

Viele seiner Aussagen haben mich zum Nachdenken angeregt. Einige andere Geanken und Erinnerunge waren für mich hingegen nicht so eindrücklich, aber das ist ok.

Gelernt habe ich vor allem,
dass man auf sich selbst achtgeben darf und muss;
dass man NEIN sagen darf und muss;
dass man nichts muss, das man nicht will;
dass man nichts tun muss, nur um anderen zu gefallen
und dass man auf sein Gefühl nicht nur hören, sondern auch danach handeln sollte.

Gerade jetzt, wo die Pandemie schon so lange andauert und unsere Kraftreserven beinahe aufgebraucht sind; zum Start des Jahres, wenn jeder sich gute Vorsätze sucht, tut dieses (Hör-)Buch einfach gut.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Herzfunkeln und Winterträume – Corinna Wieja

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Hanna ist 18 und liebt Weihnachten. Vom Plätzchenbacken über Weihnachtspullis bis hin zur verrückten Mütze mit Weihnachtsmotiv. Um sich etwas Geld dazuzuverdienen, das sie für einen Trip nach London benötigt (wo sie schon seit Ewigkeiten mal Weihnachten erleben will), heuert sie als Weihnachtselfe im Einkaufszentrum an. Doch Jared, der Weihnachtsmann, mit dem sie zusammen arbeiten soll, hat so gar nichts für Weihnachten übrig … außer für Hannas Zimtsterne, wie er schnell feststellt – die könnte er das ganze Jahr über essen.

Als Hanna dann endlich auf dem Weg nach London ist, steht ihr plötzlich Jared gegenüber, dessen Familie in London lebt. Und so beginnt eine wirklich turbulente Reise. Diese führt die beiden nicht nur nach London, sondern auch hinter die Fassade von Jareds Weihnachtsabneigung.

„Herzfunkeln und Winterträume“ ist nicht nur irgendein beliebiger Weihnachtsroman. Die Geschichte von Hanna und Jared macht Mut – Dinge auszuprobieren, für Träume zu kämpfen und für sich selbst einzustehen. Und sie zeigt auf, dass man manchmal nur die richtige Person an seiner Seite braucht und plötzlich ist alles glitzernd hell erleuchtet und nichts scheint mehr unmöglich.

Gelesen wird das Hörbuch, da es zwischen den Perspektiven von Hanna und Jared wechselt, von Julia Preuß und Alexander Pensel. Beide Stimmen waren total angenehm und haben – jeder auf seine Art – der Geschichte und den beiden Protagonisten Leben eingehaucht.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Ein Weihnachtskuss für Clementine – Karen Swan

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Auf der diesjährigen LitLove habe ich Karen Swan in einem Live-Interview kennengelernt. Sie ist eine faszinierende und sympathische Frau. Ich finde es jedes Mal besonders toll, wenn auf die LitLove auch internationale AutorInnen eingeladen sind.
Seit diesem Interview verstehe ich ihre Bücher besser. Denn sie sagt selbst, dass man ihre Protagonistinnen nicht gleich mögen muss. Eine eher unerwartete, aber sehr passende Aussage.

Denn so ging es mir mit Clementine – genannt Clem – aus diesem Roman.

„Sie lebte noch immer wie in ihren Studententagen, als wäre die Zeit stehen geblieben, und sie fände keinen Weg vorwärts.

Ein Weihnachtskuss für Clementine – Goldmann Verlag

Clem verhält sich wie ein verzogener Teenager, geht auf Partys, betrinkt sich, übernimmt keinerlei Verantwortung für ihr Handeln. Das macht sie für mich im ersten Moment unsympathisch. Doch das ist nur der äußere Schein – und dieser trügt.
Um die Firma ihres Bruders zu retten, soll sie einen Auftrag in Portofino übernehmen. Zuerst fühlt sie sich von den Anforderungen an sie überfordert. Doch aufgeben will sie nicht.

„Sie fühlte sich jetzt auf einmal geschützt, geborgen, als wäre ihr Herz in Luftpolsterfolie gepackt, und nichts könne ihr mehr etwas anhaben.“

Ein Weihnachtskuss für Clementine – Goldmann Verlag

Gemeinsam mit einem Innenarchitekten geht sie Punkt für Punkt an. Ob der Auftraggeber ihr Herz erobert? Und woran liegt es, dass Clem keine Verantwortung übernehmen und nicht über die Vergangenheit reden will? Und wieso muss sie so sehr auf ihr Herz acht geben?

„Sie war ihrem Herzen gefolgt und hatte seins missachtet.“

Ein Weihnachtskuss für Clementine – Goldmann Verlag

So oberflächlich Clem zu Anfang erscheint, so tiefgründig und liebenswert wird sie im Lauf der Geschichte.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Weihnachten in der Seidenvilla – Tabea Bach

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„Weihnachten in der Seidenvilla“ ist ein Zusatzband zur Seidenvilla-Trilogie. Da es schon eine Weile her ist, dass ich diese gelesen habe, habe ich ein paar Seiten benötigt, um mich wieder zurecht zu finden. Doch dann habe ich mich wieder an alles erinnert, an die Vorgeschichte, die Charaktere und die Atmosphäre.

In Asenza ist es kurz vor Weihnachten. Doch in diesem Jahr steht nicht nur das Weihnachtsfest an, sondern auch Nathalies Hochzeit. Deren Zukünftiger muss am Vorabend der Trauung nochmal wegen eines Falls nach Venedig, was Nathalie gar nicht gefällt.
Angela, die Nathalies Brautschuhe in Venedig abholen muss, nimmt Amadeo kurzerhand mit.
Doch als der nicht am vereinbarten Treffpunkt erscheint, um zurück zu fahren, beschleicht Angela ein dumpfes Gefühl und große Sorge. Schließlich geht es am folgenden Tag um das Glück ihrer Tochter.

Tabea Bach schafft es, in diesem Kurzroman eine spannungsgeladene und zugleich weihnachtliche Atmosphäre zu erzeugen. Sie bringt dem Leser die italienischen Bräuche und Traditionen zu diesem Fest näher und hat damit in mir die Vorweihnachtsfreude geweckt.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

LitLove – Geschenktipp

Foto: Bettina Dworatzek

Die Zeit rast … und Weihnachten steht (schon wieder) vor der Tür.
Vielleicht brauchst du auch noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk – und falls du ein Buch verschenken möchtest, habe ich heute drei Tipps für dich.

Seit der ersten LitLove bin ich ein großer Fan dieser Veranstaltung und vieler Autorinnen, die ich dort kennengelernt habe. Mit einigen Autorinnen stehe ich seither auch in regem Kontakt, was mich besonders freut. Und natürlich habe ich dieses Jahr auch einige LitLove-Romane gelesen:

Das Geheimnis der Themse – Susanne Goga
Über dem Meer tanzt das Licht – Meike Werkmeister
Die Frauen der Villa Fiore – Constanze Wilken
Für immer und ein Wort – Anne Sanders
Die Mühlenschwestern – Jana Lukas
Töchter der Hoffnung – Maria Nikolai
Das Collier der Königin – Beate Maxian

Drei davon möchte ich besonders hervorheben, da sie es auf meine Jahres-Highlights-Liste geschafft haben:

Die Mühlenschwestern – Jana Lukas

Jana Lukas gelingt es in ihren Romanen immer, so authentische und sympathische Charaktere zu erschaffen, dass ich sie alle am liebsten zu Freunden, Verwandten oder Nachbarn haben möchte. Gerade während dieser distanzierten Zeit fehlt mir das Miteinander so sehr. Janas Romane schaffen da immer eine heimelige Nähe. Zudem hat sie einen wundervollen Humor und ein Händchen für schöne Schauplätze.

Für immer und ein Wort – Anne Sanders

Das ist mein zweites Buch dieser Autorin (wobei ich das erste als Hörbuch gehört habe – das ist immer nochmal ein bisschen ein anderes Gefühl). Wer auf der Suche nach einem tiefgründigen, schönen und vor allem einzigartigen Liebesroman ist, ist hier richtig. Die beiden Protagonisten haben ein paar Eigenarten und Marotten, die sie zugleich aber auch liebenswürdig machen und beide sind auf der Suche, nach dem richtigen Weg im Leben …

Töchter der Hoffnung – Maria Nikolai

Gerade weil wir dieses Jahr nicht allzu viel reisen konnten, mag ich Romane, die in Deutschland spielen. Maria Nikolai hat für diese Saga den Bodensee als Schauplatz gewählt. In Band 1 der Trilogie sind wir die meiste Zeit im wunderschönen Meersburg. Maria hat es auf eine wundervolle Art geschafft, die Schrecken des ersten Weltkriegs in diesem Roman vom Mut und der Hoffnung der jungen Protagonistin Helena überstrahlen zu lassen. Über die Buchseiten und die Zeit hinweg ist Helena mir ein Zeichen der Hoffnung geworden. Ein Vorbild, an dem ich mich orientieren möchte – große Träume zu haben und niemals aufzugeben.

Weitere LitLove-Geschenktipps findet ihr bei
Susanne Edelmann
Sophie von Eyes of Owls
Anya von Bücherinmeinerhand

Das Collier der Königin – Beate Maxian

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Beate Maxian habe ich auf der LitLove 2017 kennengelernt und war dort bei der Lesung aus ihrem Buch „Die Frau im hellblauen Kleid“. Als ich nun gefragt wurde, ob ich „Das Collier der Königin“ rezensieren möchte, habe ich sofort zugesagt.

Geschrieben ist das Buch aus 3 Perspektiven.
Zum einen ist da Gloria, die gerade 70 geworden ist und beschließt, dass es an der Zeit ist, all ihre Angelegenheiten zu regeln, solange sie dies noch selbst kann. Dazu gehört auch die Weitergabe des Familienerbstücks – ein wertvolles Collier – an die nächste Frau in der Ahnenfolge.
Lea Roth, Glorias Nichte, in deren Leben wir als Leser eintauchen, ist Ende 20 und erhält ganz überraschend das Collier. Sie weiß zwar um die Familiengeschichte, aber ihre Tante Gloria hat vor langem mit der Familie gebrochen und seither keinen Kontakt mehr gehabt. Lea macht sie ausfindig und besucht sie kurzerhand unangekündigt.

„Eine Fremde war gekommen, ein Familienmitglied war gegangen. Das Gefühl von Vertrautheit blieb.“

Das Collier der Königin – Heyne Verlag

Das Collier löst in Leas Leben eine Kettenreaktion aus. In ihrem Job ist sie schon lange unzufrieden. Und irgendwie möchte sie auch mehr über das alte und wertvolle Schmuckstück in Erfahrung bringen.

„Etwas in ihr sagte, dass sie an einem Wendepunkt angekommen war. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, ihr Dasein auf den Kopf zu stellen. Aufzubrechen, die Komfortzone zu verlassen.“

Das Collier der Königin – Heyne Verlag

Mit dem Historiker Elias begibt sie sich also auf Spurensuche.

„Sie malte sich aus, das Geheimnis des Colliers zu enträtseln. Auf spektakuläre Weise eine Verbindung zu Frankreich zu entdecken und den Grund, weshalb diese Geschichte in der Biografie ihrer Familie unerwähnt blieb.“

Das Collier der Königin – Heyne Verlag

Über die dritte Erzählperspektive lernen wir Isabelle Blanc kennen, die Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts lebte und die Tochter des Schmuckherstellers ist, der das Collier für Marie Antoinette fertigte.

Ich mag Romane sehr gern, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Vor allem mochte ich alle 3 Perspektiven sehr gern. Gloria, die viel über ihr Leben reflektiert, aber in sich ruht. Lea, die noch den größten Teil ihres Lebens vor sich hat und den richtigen Weg sucht. Und Isabelle, die unter dem Regime in Frankreich leidet, sich aber nie entmutigen lässt, immer wieder aufsteht und für das kämpft, was ihr wichtig ist.

Gerade an historischen Romanen mag ich, dass sie einem Wissen über die Zeit und die Geschehnisse vermitteln – aber auf eine ganz subtile Weise. In diesem Roman empfand ich manche Szenen aber zu überladen an (zum Teil für die Handlung unnötigen) historischen Zahlen, Daten und Fakten.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

What to say next – Julie Buxbaum

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Hab gerade nachgeschaut – es ist einfach schon 3 Jahre her, seit ich „Tell me three things“ von Julie Buxbaum gelesen habe. Das war damals eines meiner Jahreshighlights. Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von ihr gibt, gab es kein Halten mehr. Habe es direkt als Hörbuch gehört und mich schnell eingefunden, obwohl dieses Buch nicht so alltäglich ist.
Denn es ist in zwei Perspektiven aufgeteilt – soweit noch alles normal. Die eine Hälfte wird aus Kits Sicht erzählt, die auf der Highschool beliebt ist, deren Welt aber gerade aus den Angeln gehoben wurde, weil ihr Dad bei einem Autounfall starb.
Die andere Hälfte – und hier wird es für mich besonders – wird aus Davids Sicht erzählt, die ganz anders, aber nicht weniger mitreißend ist.

David hat das Asperger-Syndrom und wird von den Mitschülern ausgegrenzt oder sogar gemobbt.
Kits Leben ist für sie nicht mehr wie zuvor. Sie erträgt es nicht, dass der Alltag genau so weiterläuft, als wäre nichts passiert. Deshalb setzt sie sich in der Mittagspause zu David, was widerum dessen Welt ins Wanken bringt.

Julia Preuß und Alexander Pensel haben wundervolle Stimmen und haben Kit und David damit eine Persönlichkeit gegeben.

Es war berührend, aufwühlend und lustig, zu verfolgen, wie die beiden sich näherkommen, sich gegenseitig guttun und beiden die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln. Ich finde es toll, dass die Autorin diese zwei Charaktere genau so geschaffen hat und mir als Leserin damit einen Einblick und ein Gefühl dafür vermittelt hat, wie jemand mit Asperger-Syndrom denkt, lebt und liebt.
In unserer Gesellschaft – unserem ganzen Alltag – achte wir viel zu wenig aufeinander und auf die Bedürfnisse unserer Mitmenschen. „Vielleicht genügt ein Wort“ … damit sich jemand besser fühlt … um sich zu verstehen … und manchmal ist Schweigen die bessere Wahl.

Weil dieses Buch eine Brücke schlägt, hat es einen Platz in meinem Herzen erobert.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Himmlisch gesunde Weihnachtsbäckerei – Lynn Hoefer

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Janine Oswald (c) 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

„Himmlisch gesunde Weihnachtsbäckerei“ ist mein zweites Koch-/Backbuch von Lynn Hoefer (zu „Einfach himmlisch gesund“). Ich persönlich finde, dass sie die beste Rezeptentwicklerin und Foodbloggerin ist, die ich kenne. Auch wenn ich es nicht generell auf vegane (oder glutenfreie) Ernährung angelegt habe, liebe ich ihre Rezepte. Sie schafft es, mit nur wenigen Zutaten so leckere und zugleich gesunde Rezepte zu kreieren, von denen man sich gerne einen Nachschlag gönnt.

Lynn Hoefer (c) 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Ich habe einige Plätzchenrezepte von ihr ausprobiert. Die Teige haben eine tolle Konsistenz, lassen sich super verarbeiten und das Ergebnis ist unglaublich lecker.
Für uns als kleine Familie finde ich die kleinen Portionen super. Die Vanillekipferl haben z. B. 1 Backblech ergeben. Das ging viel schneller als sonst mit einer riesigen Menge Teig. Zudem sind die Rezepte haushaltszuckerfrei und trotzdem lecker.
Auch in diesem weihnachtlichen Backbuch gibt es nicht nur Rezepte für Plätzchen. Es ist aufgeteilt in folgende Abschnitte:

  • Ausstecher
  • Zum Rollen & Formen
  • Weihnachtsgebäck
  • Schnell & Einfach
  • Geschenke aus der Küche

Dazu gibt es noch Einkaufstipps und Zusatzinformationen zu natürlicher Süße.
Ich finde, dass Lynn ein tolles Ernährungskonzept verfolgt und das in ihren Büchern, auf ihrem Instagram-Kanal und auf ihrem Foodblog ganz toll vermittelt.

Und natürlich darf ich auch dieses Mal ein Rezept mit euch teilen:

Lynn Hoefer (c) 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern
Mit der Erlaubnis des Thorbecke-Verlags veröffentlicht

Für dieses Backbuch gibt es 10 von 10 Kochbuchsternen

© Bettina Dworatzek