Rückkehr nach Sunset Cove – Ella Thompson

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Ich habe eine neue Autorin entdeckt, die Lieblingsautorin-Potenzial hat!

Die Lighthouse-Saga soll ein 3-Teiler werden. Alle 3 Cover (die ihr hier schon sehen könnt) sind so wunderschön und zum Seufzen und Wegträumen. Doch die Story dahinter ist nicht so friedlich, wie es der erste Blick aufs Cover vermuten lässt.

Niclas wurde reingelegt und kann es nun vergessen, stellvertretender Bezirksstaatsanwalt zu werden. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, flüchtet er vor der Presse nach Cape Cod in das Sommerdomizil seiner Familie.
Durch einen auf den ersten Blick legalen hat Gillian Mulhare ihn ausgestochen, wodurch ein Frauenmörder seiner Verurteilung entgeht.

Marie McMillan versucht ihr Leben nach einer 4-jährigen Haftstrafe auf die Reihe zu bekommen, kämpft sich durch jeden Tag. Sie arbeitet als Gärtnerin auf Cape Cod und versucht so, sich und ihren Hund Sam über Wasser zu halten.

Das Lesen dieses Buchs hat wirklich viel Spaß geamcht. Die Charaktere sind so liebevoll und detailliert gestaltet, dass ich voll in die Geschichte eingestiegen bin und total mitgefiebert habe.
Ella Thompson vermag es, einen perfekten Plot zu inszenieren. Jedes Detail ist bewusst platziert und gibt der Handlung in einem unerwarteten Moment eine andere Richtung.
Voller Spannung und Leidenschaft habe ich auf jeder Seite mitgefiebert. Die Leidenschaft und Dramatik war förmlich greifbar und macht diesen Roman zu einem Pageturner mit Bookhangover-Garantie. Das Gute daran: Es ist Band 1 der Reihe – d. h. ein Wiedersehen mit den Protagonisten ist garantiert.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

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Der dunkle Weg – Susanne Goga

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Ida ist die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns und lebt in Hamburg. Ihre Eltern würden es gerne sehen, dass sie heiratet und den Pflichten einer Ehefrau nachkommt. Doch Ida hat andere Pläne. Sie ist Künstlerin und möchte diesen Beruf nicht nur ausüben, sondern sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen. In Hamburg wird sie aber nur als die Kaufmannstochter – nicht als Künstlerin gesehen.
Also reist sie nach Irland – um genau zu sein Dublin – um ihre Freundin Grace zu besuchen,  mit der sie auf einer Kunstschule in London war.

Doch bei einem Besuch bleibt es nicht. Dublins Charme hat Ida gefangen genommen und sie beschließt, dort zu bleiben – gegen den Willen ihrer Eltern.
Nach und nach ergeben sich Möglichkeiten für sie, als Künstlerin aktiv zu werden. Doch dann beginnt der 1. Weltkrieg und wirft seine Schatten über ganz Europa.

Ida ist eine mitreißende Protagonistin. Sie ist mutig und stellt sich ihren Ängsten.
Es war sehr spannend, den Beginn des 1 Weltkriegs aus einem anderen Land mitzuerleben – das rückt alles nochmal in eine andere Perspektive – zumal Ida ja irgendwie zwischen den Fronten steht – schließlich stammt sie aus Deutschland und hat dort auch noch Familie.

Schade fand ich nur die Zeitsprünge im Buch (die natürlich notwendig waren, um die Zeitspanne von 1912-1916 abzudecken). Manchmal hätte ich mir gewünscht, die Autorin hätte daraus eine Trilogie gemacht, weil ich Idas Leben gerne näher verfolgt hätte. Ich habe so mit ihr mitgefiebert – oft gab es aber genau dann einen Zeitsprung in die Zukunft, sodass man sofort wusste, wie die davor spannende Situation ausging.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die Zwillingssaga – Tochter der Lüfte – Salomé Joell

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Méileen ist fast 16 und die Prinzessin von Andora. In zwei Wochen soll sie Prinz Kargon heiraten, der sich aber als absolut widerwärtiger Mann entpuppt.
Méileen hat so Panik vo der Hochzeit, dass sie sogar Albträume hat, kaum noch schlafen kann, nichts mehr essen möchte. Doch dann begegnet ihr Leandro im Traum, was ihr bewusst macht, dass sie träumt und ihr so die Möglichkeit bietet, den Schlafraubenden Schreckensträumen zu entkommen.

Leandro ist ein Träumer. Eigentlich hat er eine andere Mission, doch er kann nicht tatenlos zusehen – er muss Méileen helfen.

Von der ersten Sekunde an, hat mich dieses Buch gefesselt. Méileen hat einen so wundervollen und interessanten Charakter, dass ich mich so gut in sie hineinversetzen konnte. Salomé Joell schreibt zudem so lebhaft und bildgewaltig, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein.

Ein wunderschöner Fantasy-Roman, in dem Liebe, Mut, Opferbereitschaft und Seelenverwandtschaft eine große Rolle spielen. Ich bin sehr gespannt, wie es in Teil 2 weitergehen wird.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das fremde Mädchen – Katherine Webb

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Der Roman „Das fremde Mädchen“ spielt auf zwei Zeitebenen. Im „Hier und Jetzt“ des Romans – ab dem Herbst 1821 – heiratet Rachel den gutaussehenden Weinhändler Richard. Diese Ehe erweist sich aber schon nach kurzer Zeit als Qual für sie.
Kurz darauf wird sie von der Familie Alleyn als Gesellschafterin für den zurückgezogen lebenden Sohn Jonathan angestellt, der kaum das Haus verlassen hat, seit er aus dem Krieg zurückgekehrt war und seine damalige große Liebe Alice verloren hat.

Die andere Zeitebene beginnt 1803, als Alice ein kleines Mädchen findet und es mit nach Hause nimmt. Die kleine Starling wird fortan als Dienstmädchen ausgebildet, von Alice aber wie eine kleine Schwester behandelt – bis Alice eines Tages verschwindet.

Für mich war es ein Roman mit einer ziemlich düsteren Grundstimmung, die immer wieder von Funken der Hoffnung erleuchtet wurde.
Rachel hat ein so gutes Herz und sie ist eine äußerst sympathische Protagonistin, sodass es mir leid getan hat, sie leiden zu sehen. So fiel es mir am Anfang auch etwas schwer, in die Handlung hineinzufinden. aber ab dem Moment, als Rachel versucht herauszufinden, was damals mit Alice geschah, wurde es so spannend, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte.

Zurück bleibt trotz allem ein bisschen Schrecken darüber, wie Frauen früher behandelt wurden und was der Krieg aus Menschen macht.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

LitLove-Special – Fiktion und Wahrheit im historischen Roman

Passend zur gerade stattfindenden Aktion #litlovehistory möchte ich euch noch an einem weiteren auf der Litlove besuchten Talk teilaben lassen. Das Thema dieser Diskussionsrunde war „Let’s do this time warp again“ – Fiktion und Wahrheit im historischen Liebesroman.

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(© Foto: Bettina Dworatzek) [Werbung]

Mit dabei waren die Autorinnen Bettina Storks (deren Buch „Das geheime Lächeln“ die litlove-Bloggerin Frau Goethe liest in den nächsten Tagen vorstellen wird), Maria Nicolai (deren Buch „Die Schokoladenvilla“ Larissa von Bücherliebe hoch zwei vorgestellt hat), Petra Durst-Benning (bei deren Vorstellung ihrer Fotografin-Reihe ich ja war) und Catherina Aurel.

Auf die Frage, was den Reiz ausmacht, eine Handlung in die Vergangenheit zu platzieren kamen von den Autorinnen unterschiedliche Aussagen. Zum einen ist es toll, weil man einen Blick zurückwagt – daraus kann man fürs heute lernen, sagt Petra Durst-Benning. Und damit hat sie recht. Manchmal ist es unangenehm, in die Vergangenheit zu schauen – vor allem wenn man Kriege und menschliche Ungerechtigkeiten betrachtet. Doch genau aus solchen Themen müssen wir auf unser Morgen schauen und es besser machen.
Weiter erwähnten die Autorinnen, dass es eine Möglichkeit bietet, die Geschichte aus der weiblichen Welt neu aufzurollen. Schließlich wird in der „offiziellen Geschichtsschreibung“ in der Vergangenheit beinahe nur von Männern berichtet. Zudem geht es hier sehr sachlich zu. Die Gefühlswelten sind jedoch gar nicht so anders wie heute. Schließlich sehnt sich auch heute noch jeder nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit … so verwenden die Autorinnen also zum Teil historische Figuren und bauen diese in einen fiktiven Plot ein.

Bisher bzw. früher galten Romane als „historische Romane“, wenn sie z. B. im Mittelalter angesiedelt waren. Mittlerweile betrifft das aber auch schon das 20. Jahrhundert. Schließlich bewegen wir uns jetzt schon im 21.
Historische Romane kommen nie aus der Mode – sie sind zeitlos. Ich liebe die Gefühlsmischung, die historische Romane in mir hervorrufen. Zum einen bin ich ganz begierig auf historische Fakten – zum anderen bin ich froh, in der heutigen Zeit zu leben. Wobei das hin und wieder auch schwankt. Denn manchmal habe ich das Gefühl, unser Leben wäre einfacher ohne die ganze Technik …

Doch wie genau sind die Fakten, die wir in historischen Romanen in eine fiktive Geschichte verpackt mitgeliefert bekommen?
Es hängt tatsächlich vom Thema ab, wie die Quellenlage ist. Im Mittelalter gibt es z. B. viele Lücken, die mit mehr Fiktion gefüllt werden können. Hier ist die Suche nach Informationen und Fakten beinahe eine Jagd. So recherchieren die Autorinnen oft ein Vielfaches mehr, als das was im Buch nachher an historischen Fakten landet – denn es soll ja kein Geschichtsunterricht werden, sondern ein unterhaltsames, authentisches Lesevergnügen. „Je leichter sich etwas liest, desto mehr Arbeit steckt dahinter“, sagt Petra Durst-Benning.
Dann bleibt mir vor allem eines – Danke zu sagen, an die Autorinnen, die historische Romane schreiben, Geschichte dadurch bewahren, Geschichte erlebbar machen, Frauen in der Geschichte hervorheben und alte Berufe/Traditionen usw. nicht in Vergessenheit geraten lassen.

© Bettina Dworatzek

Blogspecials 2019

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Dieses Jahr haben mich einige Themen sehr intensiv beschäftigt. Angefangen bei unstrukturierten Gedanken darüber, wie wir unseren Garten gestalten können bis hin zu der Frage, ob ich jetzt das in Plastik verpackte regionale Obst kaufe oder besser das einmal um die Welt geflogene aber nicht in Plastik verpackte. Fragen über Fragen, Minigedankentornados und Gespräche mit Freunden und Bekannten. Natürlich bin ich dabei auch über das eine oder andere Buch gestolpert. (Bücher selbst gekauft oder zum Geburtstag geschenkt bekommen)

Die Themen, die mir so durch den Kopf gehen, möchte ich im nächsten Jahr gerne mit euch teilen und habe mir deshalb 3 Blogspecials überlegt, zu denen es übers Jahr verteilt immer wieder Beiträge geben wird.

  1. Konsum
    Unter dem Hashtag #bettiskonsumgedanken werde ich zum einen das Buch „Herrschaft der Dinge“ lesen, rezensieren und zu verschiedenen Themen auch meine Gedanken kundtun. Der Konsum hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Vor allem, wenn ich mit meinen Großeltern spreche, wird mir das überdeutlich klar. Es ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt, deshalb will ich dem ganzen nächstes Jahr auf den Grund gehen und auch an meinem Konsumverhalten etwas ändern.
  2. Garten
    Wir haben eine Fläche von 500-600m², die es zu gestalten gilt. Aber nicht nur um Gartengestaltung geht es mir hierbei, sondern vor allem um den „Selbstversorgergedanke“. Für mich ist es ein so gutes Gefühl, essbares aus dem eigenen Garten zum Kochen zu verwenden. Auch dieses Thema hat irgendwie mit meinen Großeltern zu tun, denen ich es zu verdanken habe, dass ich viel Zeit in meiner Kindheit in Obstbaumwiesen und auf Kartoffeläckern verbracht habe. Noch heute bekomme ich Eier, Kartoffeln, Bohnen, Himbeeren, Johannisbeeren, Äpfel und Kirschen von meinen Eltern oder Großeltern. Meine Marmelade ist zu 90% aus eigenen Früchten gekocht. Unser eigener Garten soll hier künftig auch seinen Teil dazu leisten. Folgt mir also gerne unter dem Hashtag #bettisgarten um meine Schritte in diese Richtung zu verfolgen.
  3. Harry Potter
    Harry Potter ist wohl DAS Buchthema, das mich jedes Jahr begleitet. Egal ob gerade ein neuer Film rauskommt, der mit der Harry-Potter-Welt zu tun hat oder ob ich mir die Schmuckausgabe der Englischen Bücher gönne – Harry Potter begleitet mich jedes Jahr. Mindestens 1x pro Jahr schaue ich auch die alten Filme an. Dieses Jahr war sehr intensiv, weil Harry Potter 20-jähriges Jubiläum hatte – wobei mir klar wurde, wie lang diese magische Welt mich schon begleitet. Unter dem Hashtag #bettilovesharrypotter nehme ich euch daher nächstes Jahr mit in ein Jahr voller magischer Hintergrundinformationen.

Für Tipps, Anregungen und Diskussionen zu den Themen bin ich offen. Ich würde mich sehr darüber freuen, mich mit euch dazu zu unterhalten.

© Bettina Dworatzek

LitLove-Special – Be Mindful

Bei 2 Tagen, je ca. 30 Programmpunkten und über 300 Besucherinnen pro Tag kann es einem schon auch mal zu viel werden. Von allen Seiten hört man Gesprächfetzen und man „hetzt“ von einem Programmpunkt zum nächsten, weil man ja keine dieser tollen Miniveranstaltungen verpassen möchte.
Am Samstagabend war ich dann aber vor allem eins – ziemlich müde und daher auch unentschlossen, welche Veranstaltung ich abschließend besuchen wollte. Zum Glück traf ich auf die Bloggerin Susanne (hier gehts zu ihrem Blog) und gemeinsam entschieden wir uns spontan um und gingen zum Talk mit dem Thema „Be mindful – Einfach mal abschalten – Esther Schweins im Gespräch über Meditation“.

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(© Foto: Bettina Dworatzek)

Esther Schweins ist eine deutsche Schauspielerin, die ihren Alltag mit Meditation lebt. Unter anderem spricht sie auch Hörbücher ein. So auch das Buch „Be mindful – einfach mal abschalten“ von Suze Yalof Schwartz.
Es war so angenehm, ihrer Stimme zu lauschen, sich zu fokussieren und den Rest der Welt bei einer Atemübung auszublenden. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch, dass im Alltag immer wieder „geistige Minitornados“ durch unseren Kopf fegen – dieses Wort ist soooo passend!
Seit einiger Zeit mache ich ja schon Yoga – leider nicht so regelmäßig, wie ich es gerne hätte. Ich spüre, wie gut es mir tut, zur Ruhe zu kommen, meine Muskulatur zu trainieren und zu dehnen und meine Gelenke zu mobiliseren. Und das ruhige und vor allem tiefe Atmen tut sein übriges, um fit und entspannt zu sein. Esther Schweins hat zu 100% recht, als sie sagte: „Für alles, was uns am Herzen liegt, finden wir die Zeit.“ – und eines sollte uns sehr am Herzen liegen – wir selbst und unsere Gesundheit.

Das LitLove-Team hatte dieses Jahr noch eine besonders coole Idee – in den Mittagspausen gab es je ein 20-minütiges Buchyoga. Nach dem vielen Sitzen tat es soo gut, sich ein bisschen zu bewegen. Ich hoffe sehr, dass es das wieder geben wird.

Zwei absolut tolle Programmpunkte, die die LitLove für mich dieses Jahr wieder zu etwas sehr besonderem gemacht haben.

© Bettina Dworatzek