LitLove 2017 – meine Eindrücke

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Foto: Bettina Dworatzek

Die zwei Tage in München vergingen wie im Flug und ich befand mich in einer Art Rauschzustand. Ich lese mit so einer Leidenschaft, dass es für mich eine große Freude und ein Privileg ist, Autoren hautnah zu erleben, sie kennenzulernen, mit ihnen Gespräche zu führen und das alles IN einem Verlagshaus. Dass die Randomhouse-Verlagsgruppe hierfür ihre Türen öffnet, ein Programm auf die Beine stellt und mit viel Liebe zum Detail dekoriert, ist wirklich toll! Die LitLove ist für mich das Buch-Lese-Blogger-Highlight des Jahres.

Meine Highlights waren die Veranstaltungen mit Lucinda Riley und Susan Elizabeth Philips – englischsprachige und überaus erfolgreiche Autorinnen kennenzulernen ist für mich etwas Besonderes. Zudem liebe ich den englischen Humor und die amerikanische Herzlichkeit der beiden überaus sympathischen Frauen.

Auch die Lesungen waren wieder genial. Voller Spannung habe ich den unterschiedlichsten Autorinnen gelauscht. In den Talks dann mehr über die Schreiberinnen, deren Handwerk und Hintergründe zu erfahren, war unfassbar toll.

Für mich also ein Wochenende voller Glücksgefühle

Detaillierte Berichte folgen hier oder auf meiner Facebookseite Luckyside.

Eure Betti

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Foto: Bettina Dworatzek

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LitLoveSpecial – Susanne Goga

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Foto © Myriam Topel

Von Susanne Goga sind beim Diana Verlag beispielsweise erschienen:
„Der verbotene Fluss“
„Der dunkle Weg“
„Das Haus in der Nebelgasse“
Alle Romane spielen Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts.
Auf der LitLove wird sie Letzteres dabeihaben, das im Januar diesen Jahres erschienen ist.

Auch Historische- und Kriminalromane gehören zu ihrem Repertoire.

Alle ihre Romane versprechen eine mitreißende Geschichte, eine mutige Protagonistin und Geheimnisse, die es aufzudecken gilt.
„Der dunkle Weg“ liegt noch bei mir auf dem SuB. Das will ich unbedingt noch vor November lesen 🙂

Interview mit Britta Orlowski

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Britta Orlowski, eine gebürtige Havelländerin, ist eine supersympathische Autorin. Ihre ersten Jahre verbrachte ich in Bützer, dem Dorf in der die Landlust-Reihe spielt. Später zog sie in die nahe Kreisstadt Rathenow, wo sie zur Schule ging. Nach der Heirat zog es sie jedoch zurück aufs Land, nur einen Katzensprung von Bützer entfernt.

Seit wann schreibst du und in welchem Genre?

Ich schreibe seit ich schreiben gelernt habe, denn ich bin eine geborene Geschichtenerzählerin.  Ich bewege mich gern in Cross-over Romanen. Liebe in Kombination mit Krimi oder Thriller Elementen, manchmal noch historisch oder Jugendbüchern.

Bist du hauptberuflich Autorin?

Ich arbeite mit Büchern. Mal schreibe ich sie, mal verkaufe ich sie im Buchladen und plane dort auch Events rund um Bücher. Das ergänzt sich prima und ich bin nicht so einsam wie einige Kollegen.

Was zeichnet dich/deinen Stil besonders aus?

Mhm – eigentlich eine Frage, die man meinen Lesern stellen müsste. Ich lege Wert auf Authentizität, eine möglichst reale Welt aufzeigen mit echten Charakteren. Keine Superhelden. Sondern Menschen wie du und ich mit all ihren Schwächen und Macken.

 Liest du selbst auch viel und gerne? Wenn ja, was?

O ja. Zum Glück „muss“ ich ja für den Buchladen viele Bücher lesen und komme so an ausreichend Lesefutter.

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden?

Ich habe eine rege Fantasie. Bereits als Kind habe ich mir die verrücktesten Räuberpistolen ausgedacht. Wie gesagt, ich bin eine Geschichtenerzählerin. Das beruflich zu machen, hatte ich aber eigentlich nicht vor. Das ergab sich einfach.

Wo schreibst du? Bei was kommen dir die besten Ideen?

Ich schreibe in der Sofaecke oder im Gartenpavillon – je nach Wetter und Jahreszeit. Die Ideen, die kommen einfach so. Beim Hausputz, beim Erdbeeren schnippeln, beim Musik hören, beim Durchblättern von Garten- und Landhauszeitschriften oder wenn ich an der Havel sitze bzw. spazieren gehe.
Die Ideen kommen zu mir. Das war schon immer so, ich brauche mich nicht anzustrengen. Das kommt dann erst bei der Umsetzung, der Recherche, so damit alles einen Sinn ergibt.

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Warst du schon in St. Elwine? Warum spielt deine Handlung genau dort?

St. Elwine ist ein fiktiver Ort, aber angelehnt an einen realen, wo ich meinen Urlaub am Meer verbracht habe. Ich habe eine Küstenstadt in den USA gewählt, weil in Amerika beinahe jeder weiß was ein Quilt ist. Patchwork & Quilting ist dort eine Volkskunst.

Identifizierst du dich selbst, mit deinen Protagonisten, bzw. was steckt von dir in ihnen (außer dem Quilten)?

Bestimmt steckt in den Figuren mehr von mir als ich beabsichtigt habe. Die Liebe zum Garten bei Flo, das schöne Havelland, die Nähe zur Natur, der Humor.  Wer kennt sich schon immer mit dem Unterbewusstsein von Autorinnen aus?

© Bettina Dworatzek und Britta Orlowski