Tee? Kaffee? Mord! – Der Club der Giftmischer – Ellen Barksdale

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Es ist schon eine Weile her, dass ich eine Folge dieser Cosy Crime Reihe gehört habe. Weil ich jetzt ja aber viel Zeit zuhause verbringe, höre ich gerne beim Kochen, im Garten, beim Spazieren oder Haushalt machen Hörbücher.
So auch letzte Woche Folge Nr. 5 von „Tee? Kaffee? Mord!“

In der Nähe von Earlsraven findet alljährlich ein Wettkampf zwischen Apothekern statt. Vom Medikamente anhand der Inhaltsstoffe erraten bis hin zum deuten von Vergiftungssymptomen.
Auch Nathalie und Luise bekommen davon etwas mit. Nicht zuletzt, weil beinahe stündlich jemand im Pub nach einem Anfall vermeintlich tot vom Stuhl fällt.

So kommt es auch, dass die beiden sich das Spektakel anschauen. Doch bei den Spielen geht etwas schrecklich schief und ein Teilnehmer stirbt tatsächlich an einer Vergiftung. Da sie dabei waren, unterstützen Nathalie und Luise den Polizeiinspektor natürlich. Bei diesen Ermittlungen geht es gefährlich zu, denn jeder der Apotheker hätte das Wissen und die Mittel gehabt – und hat diese immer noch.

Auch in dieser Folge stieg meine Sympathie für Nathalie, Luise und das „Black Feather“.
Ellen Barksdale schafft es mit ihrem Schreibstil, dass man das Gefühl hat, mittendrin dabei zu sein. Und Vera Teltz leistet mit ihrer angenehmen Lesestimme ebenfalls ihren Teil zur spannungsgeladenen Atmosphäre.

Spannungsgrad 4 von 5
8 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit – Ken Follett

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Gleich zu Anfang muss ich gestehen, dass ich bisher kein einziges Buch von Ken Follett gelesen habe. Da ich aber generell gerne historische Romane lese, war ich sofort neugierig, als „Kingsbridge“ in der Bloggerjury als Rezensionsexemplar zur Verfügung stand. Und da es die Vorgeschichte zu „Die Säulen der Erde“ (und den Folgebänden) ist, war das die perfekte Möglichkeit, einzusteigen. Und was soll ich sagen – ich habe es nicht bereut. Stattdessen will ich, obwohl mein Bücherregal voll ist und der SUB hoch, unbedingt die anderen Bände auch lesen.

Obwohl mir der Einstieg etwas schwer fiel – was vor allem daran lag, dass das Küstenstädtchen Combe, das man gerade kennengelernt hat, von den Dänen überfallen wird und es zu einem unschönen Kampf kommt – kam ich dann super in die Geschichte rein.
von 997 bis 1007 begleitet man als Leser Edgar – den Sohn eines Bootsbauers, der klug und kräftig ist und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hat, dessen Vater aber beim Angriff von den Dänen getötet wird. Zudem wird die Werkstatt geplündert und zerstört. So muss Edgar mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern ein neues Leben beginnen. Vom Aldermann von Shiring erhalten sie einen armseligen Bauernhof, um diesen zu bewirtschaften.

„Edgar fühlte sich haltlos, verwirrt und verängstigt. Zwar hatte er ein neues Leben für sich geplant, aber nicht so eines. Das Schicksal war einen vollkommen unerwarteten Weg gegangen, und er hatte keine Zeit gehabt, dafür Vorkehrungen zu treffen.“

Bastei Lübbe – Kingsbridge

Zeitgleich lernt man Ragna kennen – Tochter des Grafen Hubert von Cherbourg – welche den Aldermann Wilwulf heiraten will. Ragna ist eine starke Frau, die zugleich von Liebe und Leidenschaft träumt. Doch auch davon, von ihrem künftigen Gemahl geschätzt und ernst genommen zu werden. Sie ist klug, diplomatisch, kann Lesen und scheut sich nicht, Entscheidungen zu treffen.

„Sie war gewohnt, dass Männer von ihr beeindruckt waren, und seine Gleichgültigkeit verletzte ihren Stolz. Für wen helt sich dieser Enländer? Aber sie hatte einen Hang zur Widerspenstigkeit und wollte Wilwulf nur umso mehr in ihren Bann schlagen.“

Bastei Lübbe – Kingsbridge

Beide Protagonisten waren mir unglaublich sympathisch, und ich habe viel mit ihnen mitgefühlt. Nicht umsonst wird „Kingsbridge“ als „Epos um Gut und Böse, Liebe und Hass“ betitelt.

Doch in diesen 10 Jahren entwickeln sich nicht nur Edgar und Ragna weiter, sondern auch die Region – die die Leser der weiteren Bücher schon kennen – allem voran das kleine Dörfchen Dreng’s Ferry.

Für Fans von historischen Romanen ein absolutes Lesemuss.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die Tinktur des Todes – Ambrose Parry

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Hinter Ambrose Parry stecken die Autoren Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Mit „Die Tinktur des Todes“ entführen sie die Leser ins Edinburgh des 19. Jahrhunderts, um genau zu sein ins Jahr 1847.

Der Protagonist – Will Raven – ist Medizinstudent und hat die Ehre, dem renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson zu assistieren und von ihm zu lernen.
Während er bei Dr. Simpson lebt und arbeitet, gibt es eine schreckliche Mordserie an jungen Frauen. Eine Mordserie, die anfangs nicht als solche wahrgenommen wird, weil unter den toten Frauen vor allem Frauen der untersten Schicht sind.

„Einen Augenblick lang war ihm, als würden Tränen kommen, aber ein wachsamer Instinkt ermahnte ihn, sich von diesem Ort zu entfernen, bevor er gesehen wurde.“

Zitat „Die Tinktur des Todes“ – Piper Verlag

Weil Will Raven jedoch eine der ermordeten Frauen kannte, versucht er neben seiner Arbeit, die Morde aufzuklären. Und auch Dr. Simpsons Hausmädchen Sarah möchte die Morde aufklären, nachdem auch eine ihrer Freundinnen unter den Opfern war.
Obwohl die beiden eine Abneigung gegeneinander hegen, tun sie sich zusammen, um den Mörder aufzuspüren.

Für mich war „Die Tinktur des Todes“ der erste historische Krimi. Es war super spannend, einen Einblick in die frühe Medizin zu erhalten. Das war mal eine ganz andere historische Perspektive, in die ich hier geschlüpft bin.

Der Schreibstil war interessant, packend, wenn auch zu Anfang etwas ungewöhnlich und daher gewöhnungsbedürftig. Als jedoch die Handlung Fahrt aufgenommen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Ich hoffe, dass es noch viele weitere Fälle geben wird, in denen Sarah und Raven gemeinsam ermitteln. Der nächste Band ist zumindest schon auf Englisch erschienen.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Ein fataler Fall

Ein fataler Fall
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Neil Richards & Matthew Costello
Gelesen von Sabina Godec

In dieser Folge gibt es einen tragischen Unfall auf einer Baustelle in Cherringham. Es ist kalt, es hat geschneit … und auf der Baustelle ist es somit gefährlich; vor allem im Dunkeln.
Ein irischer Bauarbeiter, der bekannt dafür ist, sich auch mal zu wiedersetzen oder für die Kollegen einzustehen, stürzt und wird tot aufgefunden. Dieses tragische Vorkommnis wird schnell als Unfall eingeordnet und die Akten geschlossen.
Doch dann wird Jack von einem Bekannten darauf hingewiesen, dass er nicht nur McCabe – das Opfer – am Abend des Sturzes auf der Baustelle gesehen hat.
War es also ein kaltblütiger Mord oder doch nur eine Verkettung unglücklicher Umstände?
Jack und Sarah nehmen die Ermittlungen auf und geraten dadurch selbst in Gefahr.

Eine spannende Folge, bei der man den eisigen Wind beim Zuhören förmlich spürt.

In dieser Folge zeigt Sabina Godec neben ihrer Stimmvarianz auch, wie toll sie Akzente imitieren kann.

Spannungsgrad: 5 von 5
Hörbuchsterne: 8 von 10

© Bettina Dworatzek

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Die Legende von Combe Castle

Die Legende von Combe Castle
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Neil Richards & Matthew Costello
Gelesen von Sabina Godec

Das Ehepaar FitzHenry ist Besitzer des Anwesens Combe Castle, das sie vor Jahren zum Teil in ein Gruselkabinett umfunktioniert haben. Doch wirtschaftlich hat das auch nicht viel gebracht, zumal das Erhalten der alten Gemäuer kostenaufwendig ist – und Geld ist etwas, das das Ehepaar nicht hat.
Und dann werden die beiden plötzlich Opfer von Hetzkampagnen und Drohbriefen. Irgendjemand will sie dazu bringen, das Anwesen zu verkaufen. Hinzu kommen dann noch gruselige Begebenheiten in der Burg, woraufhin Sarah und Jack eingeschaltet werden, um diese Umstände aufzuklären.

Wer schon einmal in einem Gruselkabinett war, dessen Kopfkino wird in dieser Folge nicht still stehen. Diese Folge war zwar spannend und gruselig, aber sie gehört nicht zu meinen Lieblingsfolgen, weil nur wenige Bewohner aus Cherringham in den Fall involviert sind. Dafür hat man wieder ein bisschen die Umgebung von Cherringham kennen gelernt.

Spannungsgrad: 4 von 5
Hörbuchsterne: 7 von 10

© Bettina Dworatzek

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Morden will gelernt sein

Morden will gelernt sein
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Neil Richards & Matthew Costello (gelesen von Sabina Godec)

Im Mädcheninternat „Cherringham Hall“ kommt es zu mehreren merkwürdigen Zwischenfällen.
Aufgeschlitzte Reifen, manipuliertes Essen und nun Ratten in der Schwimmhalle beim Unterricht. Und dann nimmt sich eine Lehrerin auch noch das Leben.
Höchste Zeit also, dem auf den Grund zu gehen, aber möglichst, ohne Aufsehen zu erregen – also ohne Polizei.
Daraufhin werden Sarah und Jack gerufen, um möglichst diskret aufzuklären, was im Internat vor sich geht. Die Polizei soll außen vor bleiben, um dem Ruf des Internats nicht zu schaden. Also teilen Sarah und Jack sich auf und verhören sowohl die Schülerinnen, als auch die Lehrkräfte und das Personal.

Diese Folge war sehr spannend. Zudem muss ich mal herausstellen, dass ich das erste Kapitel der einzelnen Serien immer genial finde. Denn die Autoren bauen ihre Fälle immer so auf, dass der Leser/Hörer im ersten Kapitel das Verbrechen mitbekommt. Meist aus der Sicht des Opfers, aber ohne genau zu wissen, wie es passiert, sodass es super spannend bleibt, Sarah und Jack bei der Aufklärung des Falls zu begleiten.

Spannungsgrad: 4 von 5
Hörbuchsterne: 9 von 10

© Bettina Dworatzek

Die Frauen am Fluss – Katherine Webb

Die Frauen am Fluss
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Gelesen von Anna Thalbach

Ich habe bisher „erst“ zwei Bücher von Katherina Webb gelesen. Zum einen „Das fremde Mädchen„, das 1821 spielt und „Das Haus der vergessenen Träume„, von dem ein Teil in der Gegenwart und der andere im frühen 20. Jahrhundert spielt.
Beide Male tat ich mich beim Lesen etwas schwer. Aber als ich Katherine Webb dann bei der LitLove in München persönlich kennenlernte und auf der Bühne über ihre Bücher sprechen hörte, war ich wieder so begeistert, dass ich einen neuen Versuch wagen wollte. Und dieses Mal eben als Hörbuch – vielleicht taugt das für mich einfach mehr.

„Die Frauen am Fluss“ ist in England – genauer gesagt in Slaughterford im Jahre 1922 angesiedelt. Die Frauen, die hier im Mittelpunkt stehen, sind Irene – eine junge Frau aus dem glanzvollen London und Pudding, eine Angestellte.
Irene gibt ihr Leben in London auf, um zu ihrem Ehemann nach Slaughterford zu ziehen. Alistair Hadleigh ist ein angesehener Mann und als Gutsherr und Betreiber einer Mühle ein wichtiger Arbeitgeber für die Männer des Dorfes.
Irene hat es zu Anfang nicht leicht in dem kleinen Dorf, weil dessen Bewohner Alistair sehr schätzen und Irene für ein verzogenes Stadtmädchen halten.

Dann spielt noch das Stallmädchen namens Pudding eine große Rolle. Weil sie als Kind so dick war, gab man ihr diesen fiesen Spitznamen, den sie nie wieder loswurde. Sie hält große Stücke auf Alistair, weil er immer so freundlich ist und kann Irene im ersten Moment auch nicht leiden.
Doch dann finden diese beiden Frauen ineinander die einzige Verbündete, als Alistair erschlagen in der Mühle gefunden und Puddings verwirrter Bruder des Mordes beschuldigt wird.

„Die Frauen am Fluss“ ist ein spannender historischer Roman – und so wie auch die anderen historischen Romane, erzählt Katherina Webb die ungeschönte Wahrheit der Geschichte, genauso wie wundervolle Sehnsuchtsmomente.
Sie zeigt die Rauheit der 20er Jahre … eine Nachkriegszeit, die bei vielen von Not geprägt war und diejenigen wenigen, die aus dem Krieg zurückgekehrt waren, noch lange nicht dessen Schrecken vergessen ließ.

Ich muss ehrlich gestehen, dass es eine ganze Weile gedauert hat, bis ich in die Story reinfand. Vielleicht lag das auch daran, dass Nancy, die Schwester von Alistair, von der Sprecherin Anna Thalbach, eine ziemlich nervige Stimme bekommen hat. An sich mag ich den Erzählstil von Anna Thalbach und die Varianz ihrer Stimme, mit der sie die einzelnen Charaktere voneinander abhebt, aber meine Lieblingssprecherin ist sie eindeutig nicht,  trotzdem fand ich die Story dann alles in allem gut.

7 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

A Good Girl’s Guide to Murder – Holly Jackson

A good girl's guide to murder
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Und schon ist die Leserunde zu „A Good Girl’s Guide to Murder“ rum. Es war super spannend und hat sehr viel Spaß gemacht, mit den anderen Leserinnen Pippas Recherchen zu verfolgen und zu überlegen, wer der Täter sein könnte. Doch es kam alles anders, als wir es erwartet hätten.

„Aber manchmal war Erinnern eben nicht für einen selbst, sondern etwas, was man einfach tat, um jemand anderen zum Lächeln zu bringen.“
(A Good Girl’s Guide to Murder – One Verlag)

Pippa ist Schülerin und steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Sie will gerne in Cambridge studieren – am liebsten investigativen Journalismus. Und darin will sie sich in ihrer großen Abschlussprojektarbeit üben.
Vor fünf Jahren geschah etewas Schreckliches. Die Schülerin Andie Bell verschwand und gilt seither als tot, obwohl man ihre Leiche nie fand. Ermordet haben soll sie Sal Singh – doch dieser beging kurz nach Andies Verschwinden Selbstmord – was von den Medien als Schuldeingeständnis interpretiert wurde. Die Polizei stellt darauf ihre Ermittlungen ein und Sals Familie wird von da ab gemieden und beschimpft.

Doch Pip glaubt nicht, dass es so einfach war und beginnt für ihre Projektarbeit zu recherchieren. Was sie dabei aufdeckt, ist unglaublich. Und plötzlich wird ihr gedroht. Doch Pippa ist viel zu ehrgeizig, um sich von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen. Doch wie groß ist das Risiko, das sie eingeht?

Die Leserunde und das gemeinsame Theorien austauschen hat total Spaß gemacht. „A Good Girl’s Guide to Murder“ war ein Jugend-Krimi, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Pippa ist eine so tolle Figur mit einem sympathischen, aufgeweckten und witzigen Charakter. So locker-leicht sich das Buch lesen ließ, so tiefgreifende Themen behandelte es zeitgleich. Freundschaft – Familie – Rassismus. Und dass man nicht immer alles glauben sollte, worüber andere Leute tratschen.

„Menschen, die man liebte, waren keine Algebra: Da ließ sich nichts berechnen, nichts subtrahieren oder mit einem Dezimalpunkt auf Abstand halten.“
(A Good Girl’s Guide to Murder – One Verlag)

Pippa gehört mir ihrem sarkastischen Humor zu meinen absoluten Lieblingsbuchcharakteren. Ich habe super oft geschmunzelt beim Lesen. Und als sie in die Bücherei geht, habe ich mich beinahe weggeschmissen vor Lachen.

„Die Bücherei war dunkel und stickig, und die Luft füllte ihre Nase mit dem wunderbaren Gerucht alter Bücher und dem nicht ganz so wunderbaren alter Menschen.“
(A Good Girl’s Guide to Murder – One Verlag)

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek