Gut Schwansee – Deine Liebe in meinem Herzen – Jette Martens

Gut Schwansee - Deine Liebe in meinem Herzen
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Leni, die Protagonistin, ist Ende zwanzig und restauriert alte Möbel. Gemeinsam mit ihrem Freund betreibt sie einen Laden in Berlin, wo ihre Werke zum Verkauf angeboten werden. Leni ist deshalb immer auf der Suche nach antiken Gegenständen und Möbeln, die sie dann aufhübschen kann.
Als auf Gut Schwansee, einem Gestüt an der Ostsee, Möbel zum Verkauf stehen, fährt sie hin – alleine … weil ihr Freund keinen Bock hat.
Kurz bevor sie losfährt streiten sie sich auch noch und generell weiß sie nicht, wo die Beziehung hinführen soll – doch sie ist abhängig von ihm.
Als sich auf Gut Schwansee dann herausstellt, dass es unzählige Möbelstücke gibt, die sie bearbeiten kann, nimmt sie sich dort eine Ferienwohnung und darf sich in der Tenne eine kleine Werkstatt einrichten. Diese Auszeit kommt wie gerufen.
Schnell gewöhnt sie sich an das Land- und Gutsleben und genießt die Ruhe, die sie dort findet.

„Draußen schien die Sonne, und der Himmerl war fast wolkenlos. Sie überquerte eine kleine Brücke – das Herrenhaus war von Wasser umgeben – und blieb einen Moment stehen, um diesen besonderen Ort auf sich wirken zu lassen.“
(Zitat – Gut Schwansee – Deine Liebe in meinem Herzen – Penguin Verlag)

Doch mit dem einen Sohn des Gutsbesitzers, Nathan, rasselt sie immer wieder aneinander.

Ich liebe das Setting. Auf so einem Gut zu leben, es für Feriengäste anzubieten, einen Hofladen mit Café zu betreiben – was für ein Traum!
Ein genialer Sehnsuchtsort. Doch von der Story an sich war ich nicht so überzeugt.
Leni war mir als Protagonistin zu naiv und unsicher und die Handlung hatte keinen geschmeidigen Schwung, sondern fühlte sich mitunter an, als würde man mit dem Rad Stufen runterpoltern.
Trotz allem war es ein schöner Auftakt für die Schwansee-Trilogie. Auch die Nebencharaktere, die in den Folgebänden sicher noch wichtiger werden, sind sympathisch und das Setting an der Ostsee einfach wunderschön.
Hoffentlich haben die Folgebände etwas mehr Tiefgang.

6 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek