Mit dir falle ich – Inka Lindberg

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Ich will nicht gleich zu Beginn behaupten, das Hörbuch hätte mir nicht gefallen, aber sagen wir es mal so … es war nicht das beste (Hör-)Buch, das ich dieses Jahr gehört/gelesen habe. (Wobei es auch nicht das Schlechteste war … sonst hätte ich es nicht zu Ende gehört.)

Robyn ist eine sympathische und vor allem authentische Protagonistin. Sie studiert Maschinenbau und ist eine der Besten ihres Jahrgangs. Sie ist sehr ehrgeizig und diszipliniert, was sie irgendwie auch sein muss, denn finanziell sieht es leider nicht so rosig bei ihr aus. Deswegen jobbt sie neben dem Studium, um sich über Wasser zu halten.

Dann lernt sie Finn kennen, einen reichen Schönling, der ebenfalls Maschinenbau studiert, aber dringend Nachhilfe braucht.
Ziemlich schnell bekundet er sein Interesse an ihr. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass sie sich vor allem auf ihr Studium konzentrieren will und neben den Jobs auch keine Zeit für eine Beziehung hat. Und ob das mit dem Mädchenschwarm Finn gutgehen würde, steht sowieso in den Sternen.

Normalerweise meide ich das Genre „New Adult“, weil die Storys oft zu hollywoodmäßig und damit nicht authentisch sind. Zudem finde ich, dass Sex in diesen Romanen zu viel Bedeutung beigemessen wird und gerade jungen Frauen oft ein, in meinen Augen, falsches Beziehungsbild vermittelt.
Wenigstens spielt dieser Roman in Deutschland und ist sehr viel realistischer als vergleichbare Romane, die vorzugsweise in den USA spielen.
Trotzdem muss ich leider sagen, dass ich etwaige Sexszenen einfach überspult habe, weil sie für die Handlung in keiner Weise relevant waren. Auch sonst ist der Plot leider etwas fade. Es gibt zwar tolle, unerwartete Wendungen, aber gleichzeitig habe ich mich am Ende des Buchs gefragt, was denn nun, außer Studentenalltag, passiert ist.

Das Hörbuch war eine ungekürzte Version. Die Sprecherin – Dagmar Bittner – war toll und ich habe gern ihrer Stimme gelauscht. Vielleicht hätte mir aber eine gekürzte Version besser gefallen.

6 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die kleine Sommerküche am Meer – Jenny Colgan

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„Die kleine Sommerküche am Meer“ ist der Auftakt zu Jenny Colgans Reihe – Floras Küche -.
Flora ist Ende 20 und vor einigen Jahren nach London gezogen, wo sie in einer Anwaltskanzlei arbeitet. Durch den Auftrag eines Klienten muss sie etwas tun, das sie eigentlich vermeiden will … zurück in ihre Heimat, auf die Insel Mure.
Wo ihre Brüder mit Vorwürfen warten und die Bewohner sie mit unfreundlichen Worten begrüßen.

„Sie wollte nicht über Mure sprechen. Das wollte sie nie und wechselte immer schnell das Thema, wenn ihre Heimat zur Sprache kam.“

Die kleine Sommerküche am Meer – Piper Verlag

Doch als sie das Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter findet und beginnt, Rezepte daraus zu kochen, ändert sich die Situation. Vor allem für sie wird es anders. Die Erinnerungen an ihre Mutter schmerzen weniger, werden durch die leckeren Gerichte sogar wieder intensiver und sowohl ihre Brüder als auch ihr Vater sind beschwichtigt. Und dann wäre da noch ihr Chef Joel, der mit Familie nichts anfangen kann und mit rauer Natur eigentlich schon gar nichts. Und doch kann er sich der Ruhe nicht entziehen, die die unberührte Natur ausstrahlt.

Am liebsten würde ich auch Rezepte ausprobieren in der Sommerküche am Meer, den ganzen Tag Leckereien naschen und aufs Meer hinausschauen.
Doch für Flora hält die Zeit auf ihrer schottischen Heimatinsel viele Hürden bereit, die es zu nehmen gilt, die aber auch dazu führen, dass sie wieder zu sich selbst findet.

Ich freue mich schon darauf, in den Folgebänden noch mehr Zeit dort und mit ihr zu verbringen.

8 von 10 Buchsternen