Ein Wunsch in den Wellen – Ella Thompson

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Ella Thompson gehört mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es nach der Lighthouse-Trilogie nun die Stonebridge-Island-Trilogie gibt.

Zu Anfang des ersten Bandes werden dem Leser die Cooper Frauen vorgestellt.
Olivia – die Mutter der Cooper-Schwestern, die sich noch schwerlich vom Verlust ihres Mannes erholt.
Megan und Summer arbeiten auf dem Gestüt der Familie – den Silver Brook Stables. Und Abigail, von allen Abby genannt, kam vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls zurück und leitet das Gestüt nun gemiensam mit ihren Schwestern. Zudem gibt sie traumatisierten oder kranken Kindern Therapiereitstunden.

Stonebridge Island ist eine fantastische Kulisse. Ella Thompson beschreibt die Natur so bildhaft, dass ich oft das Gefühl hatte, ich würde dort mit Abby am Strand stehen und der Wind würde auch mir die Haare zerzausen.
Im ersten Moment mit der Natur nicht anfreunden kann sich Cameron. Der soll bei Abby seine vom Gericht aufgebrummten Sozialstunden ableisten. Doch auch Abby findet dieses Arrangement nicht gerade toll.

„Ausgerechnet der Mann, der alles symbolisierte, was sie verabscheute, hatte für einen Moment ihre Welt aus den Angeln gehoben und sie fliegen lassen.“

Ein Wunsch in den Wellen – Heyne Verlag

Cameron ruft in Abby Erinnerungen wach, die sie nur allzu gern verdrängt hat … nun muss sie sich wohl oder übel ihrer Vergangenheit stellen, denn Cameron wird nach kürzester Zeit klar, dass Abby eine besondere Frau ist und Stonebridge-Island eine wundervolle Heimat.

„Aber wenn er sie wirklich für sich gewinnen wollte – und ihm wurde plötzlich klar, wie sehr er das wollte, musste sie die Entscheidung treffen.“

Ein Wunsch in den Wellen – Heyne Verlag

Es war so schön, Abbys und Camerons Entwicklung von Seite zu Seite zu begleiten. Ich hoffe, wir sehen die beiden in den Folgebänden wieder und bin gespannt, welche der Cooper-Schwestern den nächsten Hauptpart übernimmt.

Und dann gibt es da ja noch eine Familie auf der Insel, die eine alte Fehde mit den Cooper-Frauen ausficht und etwas böses im Sinn hat. Ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Für immer und ein Wort – Anne Sanders

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„Wenn sich die Dinge in dir selbst nicht verändern, verändert sich nie auch nur irgendwas. Nie.“

Für immer und ein Wort – Blanvalet

Es kommt selten vor, dass ich mit einem Zitat in eine Rezension einsteige, aber bei diesem Buch schien es mir passend. Zum einen, weil es so viele wundervolle Sätze in diesem Buch gibt, zum anderen, weil Worte in der Geschichte eine große Rolle spielen.

„Annie war zwanzig gewesen, als sie Finley begegnete; Finley, dem großen, ernsten Mann mit dem hintergründigen Lächeln, das immer einen Hauch zweideutig war, zwischen Spott und Zuneigung, Überheblichkeit und wachsamem Interesse.“

Für immer und ein Wort – Blanvalet

Annie ist unsere Protagonistin. Damals hat sie Finley geheiratet. Jetzt waren sie geschieden und er heiratete eine Andere. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hoola war sie sogar Gast auf seiner Hochzeit. Doch so wirklich realisieren kann Annie nicht, was passiert ist. Hatte sie doch bis zuletzt gehofft, er würde zu ihr zurückkommen.
Um sich abzulenken machen die beiden noch etwas Urlaub und nehmen an einer Wanderung durchs Dartmoor teil, auf der Annie in einer Letterbox ein Notizbuch voller ergreifender, seelenentblößender, poetischer und melancholischer Worte findet.
Die Zeilen berühren sie, sprechen zu ihr und rütteln sie wach.

„Und heute ist ein wirklich guter Tag, um mit dem Rest deines Lebens zu beginnen, denkst du nicht.“

Für immer und ein Wort – Blanvalet

Sie fühlt sich dem Verfasser so verbunden, dass sie ihm das Notizbuch zurückbringen möchte – und so lernt sie den wortkargen Jack kennen, aus dessen Perspektive wir die Hälfte des Buches erleben.

„Es war nicht zu leugnen, dass sie sich in Jack Edwards‘ Gegenwart wohl fühlte. Und es hatte etwas mit der Art zu tun, wie er schwieg.“

Für immer und ein Wort – Blanvalet

Sind die Menschen, mit denen wir genauso gut schweigen wie reden können nicht die besten?
Ich finde beide Charaktere – sowohl Annie als auch Jack – auf ihre Art und Weise besonders, authentisch und einfach wundervoll. Es gefällt mir, dass es sich hier um keine 0815-Liebesgeschichte handelt, dass nicht alles nach Plan läuft.

Diese Liebesgeschichte ist so tiefgehend und ergreifend, ein Buch voll berührender Worte und Szenen.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Zwischen uns nur ein Wort – Renée Carlino

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Mia hat einen Plan für ihr Leben. Sie will Karriere, Familie und vor allem Sicherheit.
Recht unerwartet stirbt ihr Vater, der Musiker war und in New York ein Café betrieb.
Eigentlich reist sie dorthin, um es zu verkaufen, doch wird sie das übers Herz bringen?

„Kunst und Musik würden in meinem Leben immer eine Rolle spielen, aber ich hatte bestimmt nicht vor, mich in den bodenlosen Abgrund zu werfen, in dem es vor hungernden Künstlern nur so wimmelte.“

Zwischen uns nur ein Wort – Bastei Lübbe

Mia trifft auf Will, einen Gitarristen, der auf der Suche nach einer günstigen Bleibe ist. Weil Mia in der Wohnung ihres Vaters ausreichend Platz hat, lässt sie ihn kurzerhand einziehen. Auch wenn Mia selbst keine Musikerin werden will, ist sie doch sehr talentiert und lässt sich von Wills Leidenschaft für die Musik anstecken.

„Endlich spielte ich die Musik, von der mein Vater sich in meiner Kindheit gewünscht hatte, ich könnte sie hören; es war ein Song des Friedens und des Wohlbehagens, und meine hässlichen, fügsamen Hände konnten ihn fehlerlos spielen.“

Zwischen uns nur ein Wort – Bastei Lübbe

So sehr sie es auch genießt, leidenschaftliche Musik zu hören und zu machen, ihre Zweifel und existenziellen Ängste sind zu groß, um sich auf Will einzulassen, weshalb sie ihn immer wieder von sich stößt.

Renée Carlino hat die Handlung so schön aufgebaut. Es gibt Höhen und Tiefen, mitreißende Szenen, Gänsehautmomente, tolle Charaktere und ein wundervolles Ambiente.
Am liebsten würde ich nun selbst in Mias Café in New York sitzen, einen Kaffee trinken und Will beim Gitarre spielen lauschen.

Dieses wundervolle Buch hat mich zum Lachen und Weinen gebracht und mir viele wundervolle Worte geschenkt.

„Zu lieben erfordert Mut, und Will war der mutigste Mensch, den ich kannte.“

Zwischen uns nur ein Wort – Bastei Lübbe

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die Mühlenschwestern – Das Glück wartet auf dich – Jana Lukas

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„Das Glück wartet auf dich“ ist der dritte Band der Mühlenschwestern-Reihe und stellt die dritte und älteste Falkenbergschwester in den Vordergrund. Antonia ist Hebamme, eine wahre Sportskanone und hat ein wundervolles Haus, etwas abseits in den Bergen auf einer Lichtung.
Ihre beste Freundin Anna wird dieses Jahr heiraten und macht Antonia zur Trauzeugin.
Blöderweise soll Xander der Trauzeuge sein, was bedeutet, dass sie, dem Hochzeitspaar zuliebe, miteinander auskommen müssen … und das, obwohl sie sich sonst möglichst aus dem Weg gehen.

„Wenn man bei Antonia Falkenberg in Ungnade fiel, musste wirklich viel passieren, damit man eine zweite Chance bekam. Und sie ließ wirklich keinen Zweifel daran, dass er so richtig verschissen hatte.“

Heyne-Verlag – Die Mühlenschwestern – Das Glück wartet auf dich

Zu der Planung der Hochzeit kommen auch noch familiäre Probleme hinzu. Sowohl auf Xanders Seite mit seiner Ex-Freundin, die plötzlich dasteht und mehr Zeit mit der gemeinsamen Tochter Leni verbringen will, als auch bei Antonia, wo es nochmal richig kracht zwischen ihrer Tante und ihrer Mutter.
Neben all den Gefühlen, hat auch das Wetter und die Natur einiges an Dramatik zu bieten.

„Die Sonne sank langsam in Richtung der Bergrücken und tauchte die Lichtung hinter der Alten Mühle in sanftes Licht.“

Heyne-Verlag – Die Mühlenschwestern – Das Glück wartet auf dich

Jana Lukas schafft es immer wieder, mich mit ihren Büchern an Sehnsuchtsorte zu entführen, die Welt um die Charaktere so plastisch zu gestalten, dass ich das Gefühl habe, direkt neben den Falkenbergschwestern zu sitzen.

„Vor ihnen öffnete sich das Tal mit Blick auf den Sternsee, der im Sonnenlicht smaragdgrün schimmerte.“

Es war ein wunderschöner dritter Band … und obwohl ich mich mit allen Schwestern identifizieren kann, mochte ich Antonias Geschichte wohl am liebsten.

Ein kleines Bisschen bin ich traurig, weil es jetzt gilt, allen Charakteren Lebwohl zu sagen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher von Jana Lukas und bin schon gespannt, wohin sie uns das nächste Mal entführen wird.

Auch die liebe Anya von „Bücher in meiner Hand“ hat den dritten Band der Mühlenschwesternreihe schon gelesen und rezensiert. Schaut doch auch gerne bei ihr vorbei. >hier gehts zum Blogbeitrag<

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die Mühlenschwestern – Die Hoffnung wird dich finden – Jana Lukas

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Im zweiten Band der Mühlenschwesternreihe steht Rosa im Fokus. Sie ist die mittlere der drei Schwestern und betreibt mit ihrer Tante Lou die Mühle und den Mühlenladen. Und das tut sie mit viel Leidenschaft, Engagement und Herzblut. Das merkt man, denn jeder im Ort hat sie gern und schätzt sie für ihre hilfsbereite und herzensgute Art.
Doch von einem Tag auf den anderen, bricht alles über sie herein. Schlimm genug, dass sie herausfindet, dass ihr Freund sie betrogen hat – doch das ist noch nicht die Spitze des Ganzen – sein Bruder hat ein Buch geschrieben, das die Bestsellerliste stürmt und in dem sie die Hauptrolle spielt. Doch leider kommt sie dort gar nicht gut weg. Alles, wofür sie steht, wird lächerlich gemacht und in den Dreck gezogen.

Doch mit dem Rat und der Unterstützung ihrer Schwestern kann sie alles schaffen. Sie stellt sich mutig allem entgegen und zieht weiterhin „ihr Ding“ durch. Doch dann tauch plötzlich David – der Autor – auf dem Mühlenhof auf …

„Und obwohl er der Letzte ist, dem sie vertrauen sollte, ist er gleichzeitig der einzige Mensch, der ihren Ruf wiederherstellen kann.“

Die Mühlenschwestern – Die Hoffnung wird dich finden – Heyne Verlag

Jana Lukas hat mit „Sternmoos“ einen wahren Sehnsuchtsort geschaffen. Doch nicht nur der Ort mit dem See, der Mühle, dem Blumenladen und der Autowerkstatt … auch die Personen sind mir ans Herz gewachsen.
So trifft man wieder auf Jakob und Hannah, denen es zusammen wunderbar geht. Auch Lous Vergangenheit und die ihrer Schwester wird immer klarer und stellt die ganze Familie vor große Hindernisse.

Ich genieße jede Seite, die ich lese. Ich lache und weine mit den Protagonisten und seufze meist ganz laut, wenn ich es nach der letzten Seite zuschlage.

Band 3 liegt schon lesebereit auf meinem SuB. Ich bin gespannt auf Antonias Geschichte und bin jetzt schon traurig, dass ich mich dann von allen Charakteren verabschieden muss.

„Gib die Hoffnung niemals auf, denn das Schicksal wartet auf dich …“

Die Mühlenschwestern – Die Hoffnung wird dich finden – Heyne Verlag

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Glück so leise – Leonie Lastella

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Schon lange gehört Leonie Lastella zu meinen Lieblingsautorinnen. Mit „Das Glück so leise“ hat sie einen Roman für erwachsene Frauen geschrieben (die meisten anderen ihrer Bücher, die ich gelesen habe, sind Young Adult-Romane und richten sich eher an ein jüngeres Publikum).
Mit der Geschichte um Samuel und Lillian hat sie mich sehr berührt.

Sam hat große Ziele. Er will in der Marketing-Branche hoch hinaus, doch fällt tief.
Als er seinen Job verliert, hofft er, von seiner reichen Großmutter Henriette Geld zu bekommen, als Startkapital für seine neue Karriere zu bekommen. Doch Henriette will ihm nicht bedingungslos Geld überlassen – erst soll er eine Weile in ihrer Glücks-Agentur mitarbeiten.

„Er hat sich in diesem ganz falschen Ehrgeiz verloren und ist jetzt dieser Anzug-Typ, aber das war mal anders. Ich meine, ich bin eine Sachen-Finderin, also finde ich vielleicht den Jungen von früher wieder.“

Diana Verlag – Das Glück so leise

Lillian, Henriettes Mitarbeiterin, die seit ihrer Jugend gehörlos ist und mit ihrer Tochter auf dem Anwesen von Henriette lebt, findet Sam vom ersten Moment an zum Kotzen.
Doch nach und nach lebt Sam sich ein und wird sich vieler Dinge bewusst.
Ihm wird klar, dass nichts von dem wirklich wichtig ist, das er all die Jahre versucht hat zu erreichen.

„Sam war aus der Schublade gekrochen, in die ich ihn von Anfang an gesteckt hatte.“

Diana Verlag – Das Glück so leise

Ein wunderschöner Roman mit viel Humor, liebevollen Charakteren, schönen sommerlichen Szenen, Gänsehautmomenten und voller Gedanken(fetzen), die noch in mir nachhallen.

Vielen Dank liebe Leo, dass du dieses Buch geschrieben und es mir signiert hast.
Auf ein baldiges Wiedersehen (mit ganz vielen Flamingohitos)

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Dunmor Castle – Der Halt im Sturm – Kathryn Taylor

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Lexie ist immer noch auf Dunmor Castle, was, wie sich herausgestellt hat, der Familiensitz von Graysons Familie ist. Und nicht nur das. Sie hat auch herausgefunden, dass ihre leibliche Mutter von hier stammte.
Irgendwas ist damals geschehen, was ihre Mutter vertrieb.
Lexie versucht es herauszufinden und muss sich plötzlich fragen, wem sie aus dem Ort trauen kann. Denn irgendjemand versucht sie mit allen Mitteln daran zu hindern, herauszufinden, was damals geschah.

Und das ist nicht das einzige, was es herauszufinden gilt. Denn auf Dunmor Castle gibt es auch Geheimnisse und nächtlichen Lichtschimmer in abgelegenen Türmen.

„Aber schon seit ihrer ersten Begegnung fühlte sie sich zu ihm hingezogen, und als sie gestern Abend in sein Zimmer gelaufen war, um ihm zu sagen, dass sie jemanden in den Turm hatte schleichen sehen, war es einfach passiert; ohne dass sie es hätte aufhalten können.“

Dunmor Castle – Der Halt im Sturm – Bastei Lübbe

Es handelt sich um den zweiten Band der Dilogie, der direkt an die Geschehnisse aus Band 1 anschließt. Lexie ist eine super sympathische Protagonistin und ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und mir Gedanken gemacht, wer ihr wohl Böses will.
Zeitgleich birgt auch das alt Gemäuer des Schlosses seine Geheimnisse.

Es war wieder so angenehm, Marie Bierstedt zu lauschen und einem hoffentlichen Happy End entgegenzufiebern.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Licht von tausend Sternen – Leonie Lastella

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Bei dieser Rezension weiß ich nicht, wovon ich euch zuerst vorschwärmen soll. Deswegen versuche ich es mal – total analytisch – nämlich chronologisch.
Zuerst sieht man das Cover und sobald man das Buch in der Hand hat, spürt man schon, dass es etwas Besonderes ist. Das schwarze Coverpapier ist nämlich matt und von der Oberfläche her eher etwas rauher und natürlich. Wenn man das Cover ins Licht hält und es leicht zur Seite kippt, schimmern die Worte silber, gold und blau-lila.
Das nächste, was auffällt, ist, dass der Klappentext recht kurz gehalten, dafür aber mit einem Zitat aus dem Buch versehen ist.

„Ich will, dass er mich küsst. Mehr als ich je etwas anderes gewollt habe. Egal wie gefährlich dieser Wunsch auch sein mag.“

Das Licht von tausend Sternen – dtv Verlag

Tja, und wenn man dann den Text in der Innenseite des Covers liest, weiß man, dass nicht nur das Cover besonders ist, sondern auch die Charaktere. Harper geht auf die Uni. Ihr erstes Semester hat gerade begonnen. Für sie stehen aber keine Erstsemester-Partys, Besäufnisse und Co. auf dem Plan, sondern fleißiges Lernen und pünktliches Zuhause sein. Denn dort wartet Harpers kleiner Bruder Ben, den sie sehr liebt. Ben ist Autist und benötigt deshalb viel Aufmerksamkeit. Harper und ihre Mutter geben gemeinsam das Beste, um sich um ihn zu kümmern. Und dann platzt Ashton in Harpers Leben. Sie verzaubert ihn vom ersten Moment an, lässt ihn aber einfach stehen, mit den Worten, dass sie nach Hause muss.

„Ashton ringt ebenfalls nach Atem. Aber ich bin mir nicht sicher, ob der Lachanfall daran Schuld ist oder der Kuss, der verheißungsvoll zwischen uns schwebt.“

Das Licht von tausend Sternen – dtv Verlag

Hach. Es ist einfach eine unglaublich bewegende Geschichte, die ich an einem Wochenende verschlungen habe. Die Charaktere sind so tiefgründig und weil die Kapitel abwechselnd aus Harpers und Ashtons Sicht geschrieben sind, habe ich mit beiden mitgefiebert, geweint, gelitten und gelacht. Es ist kaum in Worte zu fassen, was Leonie Lastella für eine wundervolle Geschichte erzählt. Ich liebe ihre Bücher, weil sie einen aus dem Alltag entführen aber gleichzeitig so autentisch sind.

10 von 10 Buchsternen
© Bettina Dworatzek

Die Mühlenschwestern – Die Liebe kennt den Weg zurück – Jana Lukas

Die Mühlenschwestern - Die Liebe kennt den Weg zurück
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Jana Lukas vermag es wie keine andere, die Leser an Sehnsuchtsorte zu entführen. Und nicht nur von der Umgebung her – wie dieses Mal ins schöne Berchtesgaden mit seinen Seen, Wäldern und Bergen – sondern Jana schafft auch eine soziale Umgebung, in der man sich zu jeder Zeit wohl fühlt.

Der Protagonistin Hannah stellt sie in dieser Reihe nicht nur liebevolle Eltern und zwei Schwestern zur Seite (um die es in den Folgebänden gehen wird), sondern in diesem Buch auch eine Tante, auf deren Lebensweisheit, Ruhe und Verständnis man sich immer verlassen kann.
Zudem gibt es wieder eine Menge liebenswürdiger Tiere und man wünscht sich, sofort zu kündigen, zu Tante Lou in die renovierte alte Mühle zu ziehen und ein Café zu eröffnen.

Hannah jedoch hat dem beschaulichen Ort Sternmoos vor Jahren den Rücken gekehrt. Sie fühlte sich eingeengt, wollte hinaus, die Welt sehen und in Städten leben. Als Fotografin hat sie viel von der Welt gesehen. Dass sie jetzt nach Sternmoss zurückkehrt, war bei Weitem nicht ihre eigene Entscheidung. Nach einem tragischen Unfall in Südamerika, blieb ihr schlicht nichts anderes übrig.
Kaum ist sie zuhause, trifft sie auf Jakob – ihre Jugendliebe – den sie damals verletzt zurückließ als sie ging.

Dass das eine explosive Mischung ist, ist klar. Und dass es bei Jana Lukas eine Happy-End-Garantie gibt, wissen wir auch. Doch davon sind wir zu Beginn noch ganz schön weit entfernt.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Gut Schwansee – Deine Liebe in meinem Herzen – Jette Martens

Gut Schwansee - Deine Liebe in meinem Herzen
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Leni, die Protagonistin, ist Ende zwanzig und restauriert alte Möbel. Gemeinsam mit ihrem Freund betreibt sie einen Laden in Berlin, wo ihre Werke zum Verkauf angeboten werden. Leni ist deshalb immer auf der Suche nach antiken Gegenständen und Möbeln, die sie dann aufhübschen kann.
Als auf Gut Schwansee, einem Gestüt an der Ostsee, Möbel zum Verkauf stehen, fährt sie hin – alleine … weil ihr Freund keinen Bock hat.
Kurz bevor sie losfährt streiten sie sich auch noch und generell weiß sie nicht, wo die Beziehung hinführen soll – doch sie ist abhängig von ihm.
Als sich auf Gut Schwansee dann herausstellt, dass es unzählige Möbelstücke gibt, die sie bearbeiten kann, nimmt sie sich dort eine Ferienwohnung und darf sich in der Tenne eine kleine Werkstatt einrichten. Diese Auszeit kommt wie gerufen.
Schnell gewöhnt sie sich an das Land- und Gutsleben und genießt die Ruhe, die sie dort findet.

„Draußen schien die Sonne, und der Himmerl war fast wolkenlos. Sie überquerte eine kleine Brücke – das Herrenhaus war von Wasser umgeben – und blieb einen Moment stehen, um diesen besonderen Ort auf sich wirken zu lassen.“
(Zitat – Gut Schwansee – Deine Liebe in meinem Herzen – Penguin Verlag)

Doch mit dem einen Sohn des Gutsbesitzers, Nathan, rasselt sie immer wieder aneinander.

Ich liebe das Setting. Auf so einem Gut zu leben, es für Feriengäste anzubieten, einen Hofladen mit Café zu betreiben – was für ein Traum!
Ein genialer Sehnsuchtsort. Doch von der Story an sich war ich nicht so überzeugt.
Leni war mir als Protagonistin zu naiv und unsicher und die Handlung hatte keinen geschmeidigen Schwung, sondern fühlte sich mitunter an, als würde man mit dem Rad Stufen runterpoltern.
Trotz allem war es ein schöner Auftakt für die Schwansee-Trilogie. Auch die Nebencharaktere, die in den Folgebänden sicher noch wichtiger werden, sind sympathisch und das Setting an der Ostsee einfach wunderschön.
Hoffentlich haben die Folgebände etwas mehr Tiefgang.

6 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek