Kissing in the rain – Kelly Moran

[Werbung – Rezensionsexemplar] Zum Hörbuch

Camryn Kovic hat eine große, liebevolle und verrückte Familie, die wohl Fluch und Segen zugleich ist. Sie hat eine supersüße Nichte, der sie regelmäßig „die Welt erklärt“, einen Bruder und eine Schwester, auf die sie sich immer verlassen kann … und dann noch den absolut verrückten, direkten, lauten Rest, der sich gerne ungefragt mitteilt.
Eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester, lässt Camryns Freund sie sitzen. Und weil das zu einer Katastrophe in der Familie führen würde, rät Camryns Schwester ihr, einfach mit einem Fake-Freund aufzutauchen. Und sie hat auch schon einen Vorschlag: Troy, ein Freund von Camryns Familie aus Kindertagen, gerade zufällig single und der Traum aller Frauen.
Um den Hurricane an Fragen ihrer Familie zu verhindern, lässt Camryn sich auf das Schauspiel ein. Weil die Familie sich jedochtnicht so leicht an der Nase herumführen lässt, küsst Troy sie vor versammelter Mannschaft … und das läst etwas in Camryn aus.

Dieses Hörbuch war die perfekte Mischung aus Liebe, Leidenschaft und Lachen.
Christiane Marx hat mit so einer Leichtigkeit gelesen, dass ich wunderbar ins Hörbuch hineingefunden habe, Camryns Gefühle und Gedanken nachvollziehen konnte und auch Troys Sicht auf die Dinge wunderbar mitverfolgen konnte.
Kurzum: Das Anhören war kurzweilig und hat mir viel Spaß gemacht.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Wenn Liebe eine Farbe hätte – Leonie Lastella

[Werbung – selbstgekauft] Zum Buch

Everly und Weston könnten unterschiedlicher kaum sein. Everly lebt mit ihrer Großmutter in einer kleinen, netten Wohnung. Momentan hat sie Semesterferien, die sie mit einem Praktikum im Krankenhaus verbringt, weil sie Ärztin werden will. Als ihre Grandma auszieht, um fortan in einem Seniorenheim zu leben, muss Everly sich einen Job suchen, um die Wohnung halten zu können. Gerade dort trifft sie wieder auf Weston.

„Er war der Star unseres Abschlussjahrgangs mit einer schillernden Zukunftsperspektive, reichen Eltern, unverschämt gutaussehend und mit einem Monsterego gesegnet, das durch keine Türöffnung passte. Also, wie bitte hat er es bei den Ausgangvoraussetzungen geschafft, als Kellner zu enden?“

Wenn Liebe eine Farbe hätte – Leonie Lastella – dtv

Seit ihrem Schulabschluss (und schon während der Highschool) hat Eve Wes für einen ziemlichen Idioten gehalten, der viel auf Partys unterwegs ist, mit seinen Sportfreunden abhängt und von Mami und Papi alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommt. Doch jetzt lernt sie einen anderen Wes kennen. Und der lässt ihr Herz höher schlagen.

„Es ist unangebracht, mich in diesem Moment perfekt zu fühlen, nur weil ich Wes‘ Hand halte. Aber ich kann nichts dagegen tun, dass ein warmes Gefühl von unseren verknoteten Händen aus durch meinen Körper kriecht und sich in jeder meiner Zellen festsetzt.“

Wenn Liebe eine Farbe hätte – Leonie Lastella – dtv

Leonie Lastella erzählt die Geschichte nicht nur aus Everlys Perspektive, sondern lässt uns auch ganz tief in Wes‘ Gefühlswelt blicken.

„Ich müsste sie dafür hassen, aber ich versuche lieber das Gefühl zu kappen und alle anderen gleich mit dazu. Hass ist im Prinzip das Gleiche wie Liebe. Beide Gefühle sind mächtig, verschlingend. Nicht mein Ding.“

Wenn Liebe eine Farbe hätte – Leonie Lastella – dtv

Ich liebe die Geschichte der beiden, die ungewollt zu einem perfekten Team werden und plötzlich einander mehr brauchen, als jemals gedacht.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

What to say next – Julie Buxbaum

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Hab gerade nachgeschaut – es ist einfach schon 3 Jahre her, seit ich „Tell me three things“ von Julie Buxbaum gelesen habe. Das war damals eines meiner Jahreshighlights. Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von ihr gibt, gab es kein Halten mehr. Habe es direkt als Hörbuch gehört und mich schnell eingefunden, obwohl dieses Buch nicht so alltäglich ist.
Denn es ist in zwei Perspektiven aufgeteilt – soweit noch alles normal. Die eine Hälfte wird aus Kits Sicht erzählt, die auf der Highschool beliebt ist, deren Welt aber gerade aus den Angeln gehoben wurde, weil ihr Dad bei einem Autounfall starb.
Die andere Hälfte – und hier wird es für mich besonders – wird aus Davids Sicht erzählt, die ganz anders, aber nicht weniger mitreißend ist.

David hat das Asperger-Syndrom und wird von den Mitschülern ausgegrenzt oder sogar gemobbt.
Kits Leben ist für sie nicht mehr wie zuvor. Sie erträgt es nicht, dass der Alltag genau so weiterläuft, als wäre nichts passiert. Deshalb setzt sie sich in der Mittagspause zu David, was widerum dessen Welt ins Wanken bringt.

Julia Preuß und Alexander Pensel haben wundervolle Stimmen und haben Kit und David damit eine Persönlichkeit gegeben.

Es war berührend, aufwühlend und lustig, zu verfolgen, wie die beiden sich näherkommen, sich gegenseitig guttun und beiden die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln. Ich finde es toll, dass die Autorin diese zwei Charaktere genau so geschaffen hat und mir als Leserin damit einen Einblick und ein Gefühl dafür vermittelt hat, wie jemand mit Asperger-Syndrom denkt, lebt und liebt.
In unserer Gesellschaft – unserem ganzen Alltag – achte wir viel zu wenig aufeinander und auf die Bedürfnisse unserer Mitmenschen. „Vielleicht genügt ein Wort“ … damit sich jemand besser fühlt … um sich zu verstehen … und manchmal ist Schweigen die bessere Wahl.

Weil dieses Buch eine Brücke schlägt, hat es einen Platz in meinem Herzen erobert.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

This Is (Not) a Love Song – Christina Pishiris

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Wer glaubt schon noch an Liebe?

Zoë ist Musikjournalistin und Redakteurin bei der Musikzeitschrift Re:Sound. Sie liebt ihren Job und Musik sowieso. Aber mit der restlichen Liebe siehts eher mau aus. Ihr Bruder hingegen heiratet und so nett Zoë ihre künftige Schwägerin auch findet, ist es recht mühsam für sie, weil ihre Eltern sich für sie natürlich auch den Partner fürs Leben und eine große griechische Hochzeit wünschen.

„Wenn jemand fragt, sage ich immer, meine einzig wahre Liebe sei die Musik.“

This Is (Not) a Love Song – Aufbau Verlag

Zoë verdrängt das gekonnt, bis Simon in London auftaucht – ihr bester Freund und Nachbar aus Kindertagen. Als Jugendliche hat sie ihn angeschmachtet, doch bevor etwas aus den beiden hätte werden können, ist er mit seinen Eltern weggezogen. Nun ist er frisch geschieden und hat vor, in London zu bleiben. Doch Zoë kann sich nicht nur um ihr Liebesleben kümmern. Auch ihr Job benötigt ihre volle Aufmerksamkeit, denn wenn die Absatzzahlen der Zeitschrift nicht steigen, gibt es bald keine Zeitschrift mehr.

Auch wenn ich nicht alle Künstler und Lieder kenne, die passenderweise im Buch erwähnt werden, mag ich Christina Pishiris‘ Schreibstil sehr. Zoë ist unglaublich sympathisch, hat sehr lustige und vor allem ehrliche Gedanken, die man als Leser erfährt, wodurch die Situationen so echt wirken, als wäre man selbst dabei.

Am Ende war ich so gespannt, wie es ausgehen wird, dass ich kaum aufhören konnte, zu lesen. Schön fand ich an diesem – im Genre Liebesroman verorteten – Roman, dass die Lovestory ein Teil davon war, aber eben nicht penetrant im Mittelpunkt stand. Das war wirklich sehr angenehm und machte das ganze authentisch.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Wildblumensommer – Kathryn Taylor

wildblumensommer
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„Es roch nach Salz und den Wildblumen, die hier überall wuchsen, und der Duft erinnerte sie daran, wie oft sie schon mit Jack hier draußen gewesen war.“ (Wildblumensommer – Lübbe Audio)

Zoe erhält von ihrem Arzt eine schlimme Diagnose. Sie hat ein Aneurysma, das schnell operiert werden muss. Doch bevor sie diese riskante OP eingeht, zieht es sie nach Cornwall, dem Ort, an dem sie mit ihrer Familie so viele glückliche Sommer verbracht hat. Doch der eine Sommer, in dem ihr Bruder starb, hat alles verändert.

„Sein Tod war immer noch ein Rätsel. Niemand wusste, ob sein Sturz von der Klippe ein Unfall gewesen war oder ob er sich absichtlich in den Abgrund gestürzt hatte.“ (Wildblumensommer – Lübbe Audio)

Sie fährt nach Cornwall, um einen letzten Versuch zu wagen, um aufzudecken, was damals geschah. Doch sie trifft dort nicht nur auf alte Erinnerungen, sondern auch auf zurückgelassene Bekannte, Freunde und ganz unerwartet auch auf Jack, der nach Jahren im Ausland nach Cornwall zurückgekehrt ist.

„Er war ihre große Liebe, und sie war jetzt bereit, etwas dafür zu wagen.“ (Wildblumensommer – Lübbe Audio)

Gelesen wird das Hörbuch von Marie Bierstedt, deren Stimme ich total mag und die super zur Story passt.
Ich habe die ganze Zeit mit Zoe mitgefiebert und bin voll und ganz in die Story eingetaucht.
Ich mag alles, was ich bisher von Kathryn Taylor gehört oder gelesen habe – wobei ich mittlerweile fast gleichviel gehört und gelesen habe.
Bei diesem (Hör-)Buch hat mir vor allem auch wieder das Cover gefallen.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Kathryn Taylor, das seinen Weg zu mir findet.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek