Die Frauen der Villa Fiore – Constanze Wilken

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Das toskanische Weingut Villa Fiore ist seit Generationen im Besitz der Familie Massinelli. Jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten ein. Außer Giulia, die vor Jahren weggezogen ist, um ihren eigenen Weg zu gehen. Diesen dachte sie, in den USA gefunden zu haben. Doch von jetzt auf gleich sind Job und Verlobter weg und sie flüchtet in die Heimat.
Dort gerät sie recht schnell mit ihrem Vater in Streit, weil der sie lieber im Familienunternehmen als im Ausland gesehen hätte.

„Und ich möchte, dass du lernst, was die Villa Fiore ausmacht, was uns ausmacht. Vielleicht erkennst du dann endlich, wer du wirklich bist.“

Die Frauen der Villa Fiore – Goldmann Verlag

Zuerst wehrt Giulia sich etwas, doch als es einige Zwischenfälle auf dem Weingut gibt, die nach Sabotage aussehen, tut sie sich mit dem Weinexperten Paul zusammen und versucht mit ihm das Weingut zu retten.

Paul hat auch eine tragende Rolle inne. Zum einen unterstützt er die Familie Massinelli mit seinem Fachwissen, gleichzeitig hat auch seine Familie ein Weingut, jedoch in Kalifornien.

„Mut, das braucht es, Paul. Manchmal muss man etwas tun, das nicht sofort Erfolg verspricht, aber das den Einsatz wert ist.“

Die Frauen der Villa Fiore – Goldmann Verlag

Dieser Satz von Pauls Großvater hat mich sehr beeindruckt, weil er voller Wahrheit steckt.
Auch wenn ich anfangs ein bisschen gebraucht habe, um in den Schreibstil hineinzufinden, konnte ich das Buch irgendwann kaum noch aus der Hand legen.
Ich muss mir nun unbedingt Band 2 zulegen: „Die Schwestern der Villa Fiore„, in welchem Giulias Schwester Bianca im Vordergrund steht.

8 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Echo des Schweigens – Markus Thiele

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Mit einem Zitat steigt Markus Thiele in sein Werk ein:

„Ein bloßes Ungefährwissen ist nirgendwo gefährlicher als in der Rechtswissenschaft.“

Gustav Radbruch

Und genau dort steigt der Roman ein. Mit einer Szene vor Gericht. Denn Hannes Jansen – der Protagonist – ist Strafverteidiger und erhält kurz vor seinem Abschlussplädoyer erdrückende Beweise gegen seinen Mandanten, die der Staatsanwaltschaft jedoch nicht vorliegen. Was nun? Soll er seinen Mandanten trotzdem weiter verteidigen und für einen Freispruch plädieren?

„Sie haben getan, was ein guter Verteidiger tut: Sie haben geredet, wo es zu reden galt. Und Sie haben geschwiegen, wenn Schweigen das einzig Richtige war.“

Echo des Schweigens – Benevento Publishing

Von Kapitel zu Kapitel verfolgt man als Leser Hannes‘ Entwicklung hierzu. Zeitgleich lernen wir Sophie kennen, die Protagonistin, deren Mutter gerade gestorben ist und die als Rechtsmedizinerin neue Erkenntnisse zum Fall von Hannes vorlegt.
Sophie erhält von ihrer Mutter einen letzten Brief und findet bei ihr Zuhause ein paar Fotos und eine Karte, die ihr Fragen aufgeben.
Doch nicht nur Antworten darauf findet sie, sondern auch zu ihrem Vater, der vor ihrer Geburt abgehauen ist.

„Das Leben verzichtet oft auf Fragen, es begnügt sich damit, Antworten zu geben.“

Echo des Schweigens – Benevento Publishing

Nach einigen Kapiteln begegnen sich Sophie und Hannes und ihre Leben beginnen sich zu verstricken. Doch wie verstrickt sie tatsächlich miteinander sind, klärt sich erst spät auf.

„Manchmal waren die Dinge, wie sie waren und nicht, wie man sie sah.“

Echo des Schweigens – Benevento Publishing

Parallel zur Gegenwart spielen einige Kapitel in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, wo wir Sophies Oma, die Jüdin Lea Rosenbaum, kennenlernen. Und damit auch die schrecklichen Begebenheiten der Nazi-Herrschaft im 2. Weltkrieg.

Wie wird der Prozess wohl ausgehen?

„[…] er schaute noch einmal zum Richtertisch, dann zum Tisch der Staatsanwaltschaft und zuletzt zu dem der Verteidigung, spartanische Holzmöbel, die schon Hunderte Lügen gehört und noch mehr Schicksale gesehen hatten.“

Echo des Schweigens – Benevento Publishing

Ein wirklich spannender Roman mit genialem Aufbau!

Auch Schweigen hinterlässt ein Echo.

9 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Im Glanz der Seidenvilla – Tabea Bach

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Achtung – Spoiler! Wer Band 1 der Seidenvilla noch nicht gelesen hat, darf diese Rezension nicht lesen, weil im Band 2 natürlich „Geheimnisse“ aus Band 1 bereits aufgeklärt sind.

Als ich mit dem Lesen von Band 2 begonnen habe, war ich gefühlsmäßig sofort wieder drin und in Asenza bei Angela, Tess und der Seidenweberei.
In Band 1 hat Angela die Weberei erwobern und Vittorio kennengelernt. In diesem Band gerät nicht nur der Erfolg der Seidenvilla ins Wanken sondern auch die Beziehung von Angela und Vittorio steht auf der Kippe.
Doch Angela stellt wieder mal unter Beweis, dass sie sich nicht unterkriegen lässt und dass sie eine große Leidenschaft für die Seidenvilla hat.

„Dies hier ist eine Manufaktur. […] Das bedeutet Handarbeit. Und ist gleichzeitig das, was die Seidenvilla so besonders macht. Wer unseren Stoff erwirbt, erwirbt ein Produkt, in dem Sorgfalt und Liebe eines Menschen stecken.“

Bastei Lübbe – Im Glanz der Seidenvilla

Neben der wunderschön beschriebenen Landschaft Italiens und dem lecker klingenden Essen, das Tess‘ Haushälterin zubereitet, erfährt man viel über die Seidenherstellung – über das Färben, Weben, die Entstehung verschiedener Muster. Und neben Essen und Kultur lernt man auch das Temperament der Italiener kennen.

Von der ersten bist zur letzten Seite habe ich hier wieder mitgefiebert, mich überraschen lassen von den unerwarteten Wendungen und mit Angela mitgefühlt. Nicht nur die Charaktere, auch die Landschaft und Kultur Italiens wuchsen mir damit ans Herz.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Glück so leise – Leonie Lastella

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Schon lange gehört Leonie Lastella zu meinen Lieblingsautorinnen. Mit „Das Glück so leise“ hat sie einen Roman für erwachsene Frauen geschrieben (die meisten anderen ihrer Bücher, die ich gelesen habe, sind Young Adult-Romane und richten sich eher an ein jüngeres Publikum).
Mit der Geschichte um Samuel und Lillian hat sie mich sehr berührt.

Sam hat große Ziele. Er will in der Marketing-Branche hoch hinaus, doch fällt tief.
Als er seinen Job verliert, hofft er, von seiner reichen Großmutter Henriette Geld zu bekommen, als Startkapital für seine neue Karriere zu bekommen. Doch Henriette will ihm nicht bedingungslos Geld überlassen – erst soll er eine Weile in ihrer Glücks-Agentur mitarbeiten.

„Er hat sich in diesem ganz falschen Ehrgeiz verloren und ist jetzt dieser Anzug-Typ, aber das war mal anders. Ich meine, ich bin eine Sachen-Finderin, also finde ich vielleicht den Jungen von früher wieder.“

Diana Verlag – Das Glück so leise

Lillian, Henriettes Mitarbeiterin, die seit ihrer Jugend gehörlos ist und mit ihrer Tochter auf dem Anwesen von Henriette lebt, findet Sam vom ersten Moment an zum Kotzen.
Doch nach und nach lebt Sam sich ein und wird sich vieler Dinge bewusst.
Ihm wird klar, dass nichts von dem wirklich wichtig ist, das er all die Jahre versucht hat zu erreichen.

„Sam war aus der Schublade gekrochen, in die ich ihn von Anfang an gesteckt hatte.“

Diana Verlag – Das Glück so leise

Ein wunderschöner Roman mit viel Humor, liebevollen Charakteren, schönen sommerlichen Szenen, Gänsehautmomenten und voller Gedanken(fetzen), die noch in mir nachhallen.

Vielen Dank liebe Leo, dass du dieses Buch geschrieben und es mir signiert hast.
Auf ein baldiges Wiedersehen (mit ganz vielen Flamingohitos)

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Die Seidenvilla – Tabea Bach

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Ich habe mich so sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass Tabea Bach wieder eine Trilogie rausbringt. Mit der Reihe um die Kamelien-Insel (zu meinen Rezensionen) hat sie mich ja restlos begeistert.

Dieses Mal spielt die Geschichte in Italien, in der Nähe von Venedig. Die Protagonistin heißt Angela. Nach langer Krankheit hat sie gerade ihren Mann beerdigt. Um sich nach all den Jahren der Pflege und der vielen Krankenhausbesuche zu erholen, fährt sie spontan nach Italien, um ihre Freundin Tess zu besuchen.
Aus einem kurzen Besuch wird ein längerer Aufenthalt, denn Angela entwickelt ein großes Interesse an der örtlichen Seidenweberei, die kurz vor dem Aus steht.

„Als Angela in ihrem Badezimer in den Spiegel sah, staunte sie über das Leuchten in ihrem Blick.“

Bastei Lübbe – Die Seidenvilla

Nachdem Angela die letzten Jahre in der Firma ihres Mannes mitgearbeitet hat und ihre eigenen Träume und Wünsche hintenan gestellt hat, kommen nun ihre Leidenschaft für Stoffe und Modedesign wieder an die Oberfläche.

Es ist schön, Angela dabei zu begleiten, wie sie zum einen den großen Verlust verarbeitet, wieder zu sich selbst findet und sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmert.
Sie ist eine tolle und authentische Protagonistin und auch die anderen Charaktere sind toll. Zum Beispiel Tess, die Angela immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch Nathalie, Angelas Tochter, spielt eine wichtige Rolle.
Angela ist eine inspirierende und starke Frau, die weiß, was sie will, Probleme anpackt und Lösungen sucht. Ich bewundere sie sehr für ihre Stärke.

Von der ersten Seite an hat Tabea Bach mich gepackt und ich habe mich die ganze Zeit gefühlt, als wäre ich direkt dabei.
Ich freue mich schon auf die Folgebände.

10 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Glück ist zum Greifen da – Sylvia Deloy

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Ana ist alleinerziehend und im Moment leider arbeitssuchend, was für sie und ihre Zwillinge im schlimmsten Fall bedeutet, dass sie Deutschland verlassen müssen. Und das, obwohl sie und ihre Jungs sich in Köln so wohl fühlen, sie in der Nachbarschaft gut integriert und ihre Jungs dabei sind, begabte Musiker zu werden.

„Die Botschaft kam Häppchenweise in meinem Gehirn an. Als sie dann endlich komplett da war, machte sich blankes Entsetzen in mir breit.“

Das Glück ist zum Greifen da – Bastei Lübbe

Doch dann bekommt Ana vom Ausländeramt eine Deadline gesetzt. Gemeinsam mit Freunden und Nachbarn versucht sie, sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, damit sie und die Zwillinge in Deutschland bleiben können.

Ich bin sehr froh, dass diese Geschichte ihren Weg zu mir gefunden hat. Zum einen ist es total aktuell und es ist bereichernd, das alles aus Anas Perspektive zu erleben und gleichzeitig ist es einfach schön, wie wichtig Familie, Freundschaft und Nachbarschaft in diesem Buch sind.
Ich hoffe, dass viele es lesen/hören und dabei Dankbarkeit für die lieben Menschen im Umfeld empfinden und vielleicht den einen oder anderen, aus dem Ausland stammdenen, Mitbürger mehr respektieren.

Außerdem war es auch mal wieder richtig angenehm, einen Roman zu lesen, in dem es nicht vorranging um Liebe geht.
Ana ist eine starke, sympathische und herzensgute Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, egal wie aussichtslos die Situation erscheint.

Ich freue mich auf weitere Romane von Sylvia Deloy, weil ihr Schreibstil mich gut unterhalten hat und ich die Charaktere, den Humor und den Plot sehr mochte.

9 von 10 Hörbuchsternen

© Bettina Dworatzek

Das Licht von tausend Sternen – Leonie Lastella

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Bei dieser Rezension weiß ich nicht, wovon ich euch zuerst vorschwärmen soll. Deswegen versuche ich es mal – total analytisch – nämlich chronologisch.
Zuerst sieht man das Cover und sobald man das Buch in der Hand hat, spürt man schon, dass es etwas Besonderes ist. Das schwarze Coverpapier ist nämlich matt und von der Oberfläche her eher etwas rauher und natürlich. Wenn man das Cover ins Licht hält und es leicht zur Seite kippt, schimmern die Worte silber, gold und blau-lila.
Das nächste, was auffällt, ist, dass der Klappentext recht kurz gehalten, dafür aber mit einem Zitat aus dem Buch versehen ist.

„Ich will, dass er mich küsst. Mehr als ich je etwas anderes gewollt habe. Egal wie gefährlich dieser Wunsch auch sein mag.“

Das Licht von tausend Sternen – dtv Verlag

Tja, und wenn man dann den Text in der Innenseite des Covers liest, weiß man, dass nicht nur das Cover besonders ist, sondern auch die Charaktere. Harper geht auf die Uni. Ihr erstes Semester hat gerade begonnen. Für sie stehen aber keine Erstsemester-Partys, Besäufnisse und Co. auf dem Plan, sondern fleißiges Lernen und pünktliches Zuhause sein. Denn dort wartet Harpers kleiner Bruder Ben, den sie sehr liebt. Ben ist Autist und benötigt deshalb viel Aufmerksamkeit. Harper und ihre Mutter geben gemeinsam das Beste, um sich um ihn zu kümmern. Und dann platzt Ashton in Harpers Leben. Sie verzaubert ihn vom ersten Moment an, lässt ihn aber einfach stehen, mit den Worten, dass sie nach Hause muss.

„Ashton ringt ebenfalls nach Atem. Aber ich bin mir nicht sicher, ob der Lachanfall daran Schuld ist oder der Kuss, der verheißungsvoll zwischen uns schwebt.“

Das Licht von tausend Sternen – dtv Verlag

Hach. Es ist einfach eine unglaublich bewegende Geschichte, die ich an einem Wochenende verschlungen habe. Die Charaktere sind so tiefgründig und weil die Kapitel abwechselnd aus Harpers und Ashtons Sicht geschrieben sind, habe ich mit beiden mitgefiebert, geweint, gelitten und gelacht. Es ist kaum in Worte zu fassen, was Leonie Lastella für eine wundervolle Geschichte erzählt. Ich liebe ihre Bücher, weil sie einen aus dem Alltag entführen aber gleichzeitig so autentisch sind.

10 von 10 Buchsternen
© Bettina Dworatzek

Glück und Glas – Lilli Beck

Glück und Glas
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„Schau nicht zurück, ermahnte sie sich. Geschehenes vermag niemand zu ändern.“
Glück und Glas, Blanvalet Verlag

Hannelores und Marions Schicksal sind miteinander verbunden. Die beiden Mädchen kommen am gleichen Tag, im gleichen Krankenhaus zur Welt. Durch einen Zufall lernen die Mütter sich kennen. Nach dem gerade beendeten 2. Weltkrieg geht es niemandem wirklich gut – doch Marions Mutter trifft es besonders schwer, weiß sie doch nicht, ob ihr Mann je von der Front zurückkehrt. Hannelores Mutter kommt aus gutem Haus und weiß sich und ihre Tochter versorgt. Aus Mitleid mit der mittellosen Frau, nimmt sie Marion und ihre Mutter mit nach Hause und stellt sie dort an.
So nimmt das Schicksal der Mädchen seinen Lauf, die wie Schwestern aufwachsen, beste Freundinnen werden und die ihr ganze Leben miteinander verbunden sind, auch wenn sie sich zwischendurch nicht immer so nahe stehen, wie zu Anfang.
Das Buch begleitet die Freundinnen von ihrer Geburt im Jahr 1945, bis hin zum 70sten Geburtstag im Jahr 2015, den sie gemeinsam feiern wollen.

„Leben lässt sich nur rückwärts betrachtet verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“
Søren Kierkegaard

Mit diesem Zitat beginnt das Buch. Nun, da ich es beendet habe, verstehe ich auch den Zusammenhang mit der Handlung. Und nicht nur dahingehend, macht diese Aussage nachdenklich – auch auf mich selbst bezogen; denn in dieser Aussage liegt so viel Wahrheit. Trotzdem ist es frustrierend. Man kann etwas wissen und verstehen, doch das bedeutet noch lange nicht, dass man Gefühle wie Angst, Wut und Verzweiflung dadurch ausschalten kann. Und die beiden Frauen waren oft an so einem Punkt angelangt.

„Schau nicht zurück, ermahnte sie sich. Geschehendes mag niemand zu ändern.“
Glück und Glas, Blanvalet Verlag

Lore und Moon (wie sich Marion ab dem Zeitpunkt ihrer Modelkarriere nennt) ist klar, dass das Leben nicht nur aus Glücksmomenten besteht und dass Glück vergänglich ist. Die beiden erleben Höhen und Tiefen, gemeinsam und jede für sich. Beide rappeln sich immer wieder auf und blicken nach vorne, denn ihr Lebensmotto ist „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“ So sind sie sich sowohl ihrer glücklichsten Momente, als auch der Zerbrechlichkeit dieser ganz stark bewusst. Als Leserin erlebt man das ganz intensiv mit.

Mehr als einmal ging mir durch den Kopf, in was für glücklichen Zeiten wir leben – wir müssen keine Kälte, noch Hunger, noch Gewalt fürchten; haben keine wirkliche Not … doch sind wir uns unseres Glücks bewusst?

2017 durfte ich Lilli Beck auf der LitLove persönlich kennenlernen – daher weiß ich auch, dass ein Teil ihres eigenen Lebens ins Buch eingeflossen ist. Von 1968-1978 war sie nämlich selbst Model. Wer mehr über das Buch und die Autorin erfahren möchte, findet hier ein Interview mit ihr.

„Glück und Glas“ war ein wundervoller Roman über Freundschaft, die Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

7 von 10 Buchsternen

© Bettina Dworatzek